Pressemitteilung vom 14. Februar 2007
IBM gibt Entwicklungspartnerschaft mit der Deutschen Telekom AG/T-Com bekannt
Das Festnetz der Deutschen Telekom/T-Com wird in den nächsten Jahren in eine NGN (Next Generation Network)-Architektur überführt.
IBM und die Deutsche Telekom AG/T-Com arbeiten im Rahmen einer Entwicklungspartnerschaft daran, das Festnetz der Deutschen Telekom/T-Com in eine NGN (Next Generation Network)-Architektur zu überführen. Diese Netzwerktransformation auf Basis des IP-Protokols wird das komplette Leistungsspektrum des Internets mit den heute verfügbaren hohen Standards der Telefonie verknüpfen. Hierfür hat die IBM im Auftrag der Deutschen Telekom/T-Com spezielle Softwarelösungen entwickelt, die – in Kombination mit IBM Standard Server-Technologie – das Serviceangebot der Deutschen Telekom AG/T-Com in vielen Punkten ausweiten werden. Damit wird den Festnetzkunden der Deutschen Telekom zukünftig eine vollkommen neue Bandbreite an Leistungen zur Verfügung stehen.
"Das deutsche Festnetz bietet eine hervorragende Qualität für die Übermittlung von Sprache und Text, verfügt in seiner gegenwärtigen technischen Ausgestaltung jedoch nicht über die für die Dienstekonvergenz erforderliche Integrationsfähigkeit", sagt Matthias Hartmann, Geschäftsführer IBM Deutschland und Leiter der IBM Unternehmensberatung Global Business Services. "Die Entwicklungspartnerschaft zwischen IBM und der Deutschen Telekom AG/T-Com beginnt bei der Festnetzsubtitution und zielt im weiteren Verlauf auf die Integration weiterer innovativer Dienste ab." Durch die langfristige Überführung des deutschen Festnetzes in eine hochmoderne NGN (Next Generation Network)-Infrastruktur, die auf Internet-Standards (Internet-Protocol - IP) basiert, wird das komplette Leistungsspektrum des Internets mit den heute verfügbaren hohen Standards der Telefonie verknüpft.
IBM hat hierfür im Auftrag der Deutschen Telekom eine enstprechende Software entwickelt, die komplett auf Standard-Server-Technologie von IBM ausführbar ist. IBM Software wie Tivoli, Websphere und DB/2 sind Teil der Lösung, die nach den Prinzipien einer serviceorientierten Architektur (SOA) konstruiert wird. Die Lösung erlaubt es, die gewohnte Kommunikationsinfrastruktur im Netz in eine neue IP-Infrastruktur zu überführen. Anders als bei herkömmlichen VoIP-Lösungen werden allerdings die IP-spezifischen Herausforderungen wie Übertragungssicherheit, Übertragungsqualität, persönliche Identifizierbarkeit und Lokalisierbarkeit gelöst. Die neue NGN-Architekur bringt damit gleichermaßen der Deutschen Telekom und ihren Kunden wichtige Vorteile.
Für die Deutsche Telekom ergeben sich damit vollkommen neue Möglichkeiten der gezielten Vermarktung ihrer Services, sowohl im Privat- als auch im Geschäftskundenbereich. So können beispielsweise höherwertige Dienste und Serviceleistungen, die sich über die gegenwärtigen Netzwerke nicht integrativ vermarkten lassen, für Verbraucher und Geschäftskunden angeboten und abgerechnet werden. Auch Unternehmen aus anderen Branchen können so zukünftig von neuen IP-basierten Prozesslösungen profitieren, wie zum Beispiel automatisierte Zählerablesung für Versorgungsunternehmen oder Vernetzung von Kommunikation, Navigation und Fahrzeugwartung im Automobil. "Diese Lösung, die auf Basis offener Standards und des IP-Protokols entwickelt wurde, ist ein richtungsweisendes Modell für die Überführung traditioneller Geschäftsmodelle der Telekommunikation und deren gleichzeitiger Integration in die spannende Vielfalt IP-basierter Lösungen, zu denen auch das Internet gehört. Wir werden gemeinsam mit IBM daran arbeiten, auch die Telekommunikations-Anbieter in anderen Ländern von der Tragfähigkeit und den Geschäftsperspektiven dieser Lösung zu überzeugen", sagt Wolfgang Schmitz, Leiter Zentrum Technik Einführung von der Deutschen Telekom AG/T-Com.
Der Vertrag wurde im 4. Quartal 2006 abgeschlossen.
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