Watson hilft Ärzten, Krebs zu bekämpfen.

In der Medizin wird Watson Onkologen helfen, Patienten zu behandeln.

Laut einem Experten sind heute nur 20 Prozent des Wissens, das Ärzte für Diagnosen und Entscheidungen über die Behandlung von Patienten verwenden, evidenzbasiert. Das Resultat? Eine von fünf Diagnosen ist falsch oder unvollständig und allein in den USA gibt es fast 1,5 Millionen Medikationsfehler pro Jahr. Wie kann man im Gesundheitswesen angesichts der wachsenden Komplexität von medizinischen Entscheidungen diese Probleme lösen?


Die Informationen, die Ärzte für bessere Entscheidungen benötigen, sind bereits verfügbar. Medizinische Fachzeitschriften veröffentlichen jeden Tag neue Behandlungsmethoden und Forschungsergebnisse. Auch die Krankengeschichte von Patienten liefert Hinweise. Große Mengen von elektronischen Krankenakten bieten eine Fülle von Wissen. Man könnte argumentieren, dass sich in diesen Informationen alle Erkenntnisse finden lassen, die notwendig sind, um jede Fehldiagnose oder jeden Behandlungsfehler zu vermeiden.

Tatsächlich verdoppelt sich die Menge an medizinischen Daten alle fünf Jahre. Ein Großteil dieser Daten ist unstrukturiert – und liegt häufig in natürlicher Sprache vor. Ärzte haben einfach nicht die Zeit, jede Fachzeitschrift zu lesen, die sie über die jeweils neuesten Fortschritte informiert – 81 Prozent der Ärzte verbringen eigenen Angaben zufolge nur maximal fünf Stunden pro Monat mit dem Lesen von Fachzeitschriften. Computer sollten in der Lage sein zu helfen, aber die Einschränkungen der derzeit verfügbaren Systeme haben echte Fortschritte verhindert. Die natürliche Sprache ist komplex. Sie deutet vieles nur an – die genaue Bedeutung wird nicht vollständig und exakt ausgesprochen. Zudem ist in der menschlichen Sprache die Bedeutung in hohem Maße davon abhängig, was zuvor gesagt wurde, um welches Thema es geht und wie über dieses Thema gesprochen wird: sachlich, bildlich oder fiktiv – oder sogar in Kombination dieser drei Merkmale.

Wie Watson Herausforderungen im Gesundheitswesen bewältigen kann

Watson nutzt die Möglichkeiten der natürlichen Sprache, die Erzeugung von Hypothesen und das evidenzbasierte Lernen, um Ärzten bei Entscheidungen zu helfen. Beispielsweise kann ein Arzt Watson zur Unterstützung bei der Diagnose sowie der Behandlung von Patienten verwenden. Zuerst könnte der Arzt dem System eine Frage stellen und dabei die Symptome und weitere zugehörige Faktoren beschreiben. Watson beginnt dann mit der Analyse dieser Daten, um die wichtigsten Informationen zu ermitteln. Das System unterstützt medizinische Fachbegriffe, die seine Fähigkeit zur Verarbeitung natürlicher Sprache erweitern.

Anschließend durchsucht Watson die Patientendaten nach relevanten Fakten über die Familiengeschichte, die aktuelle Medikation und weitere Bedingungen.



Er kombiniert diese Informationen mit aktuellen Befunden aus Untersuchungen und Diagnosegeräten und analysiert dann alle verfügbaren Datenquellen, um Hypothesen zu formulieren und zu überprüfen. Dabei kann Watson Behandlungsrichtlinien, elektronische Krankenakten, Notizen von Ärzten und Pflegepersonal, Forschungsergebnisse, klinische Studien, Artikel in medizinischen Fachzeitschriften und Patientendaten in die für die Analyse verfügbaren Daten einbeziehen.

Schließlich stellt Watson eine Liste möglicher Diagnosen und einen Wert bereit, der angibt, wie sicher jede Hypothese ist.

Die Fähigkeit, während der Erstellung und Bewertung von Hypothesen den Kontext zu berücksichtigen, erlaubt Watson die Lösung dieser komplexen Probleme und hilft dem Arzt – und dem Patienten – präzisere Entscheidungen auf der Basis fundierter Informationen zu treffen.

Weitere Schritte

Hier erfahren Sie mehr darüber, wie Watson Sie bei der Lösung Ihrer schwierigsten Probleme unterstützen kann – heute und in der Zukunft.