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Service-Oriented Architecture: Unlocking Hidden Value in Insurance Systems

Eine Studie des IBM Institute for Business Value (IBV)

Zusammenfassung

Deutsche Versicherungsunternehmen sehen sich heute vielfältigen Herausforderungen ausgesetzt, auf die über Abteilungsgrenzen hinweg reagiert werden muss, z.B. Auswirkungen der VVG-Reform, EU-Richtlinien und Rechtssprechung, sozioökonomische Veränderungen, Beeinflussung der Produktwelt durch Internet und neue Vertriebskanäle, Veränderung der Außendienststrukturen.

Zur Bewältigung dieser Herausforderungen öffnen sich eine Reihe IT-naher bzw. IT-gestützter Handlungsfelder: Unstrukturierte Daten erfordern heute zahlreiche manuelle Tätigkeiten im Informationsverteilungsprozess. Zu viele arbeitsintensive manuelle Regeltätigkeiten (Fachdateneingaben, Fachprüfungen, Stichproben, Exkassoanstoß) im Kernprozess nehmen Fachkräften Zeit für wertschöpfende, spezialisierte komplexere Sachbearbeitungsaufgaben. Trotz vieler gleichartiger Arbeitsschritte und fachlicher Funktionen erschweren heterogene IT-Lösungen in den Unternehmensgeschäftsbereichen Effizienzsteigerungen in der Geschäftsvorfallbearbeitung. Fehlende Systemunterstützung im Prozessmanagement schließlich verhindert die aktive Steuerung und Kontrolle über die einzelnen Arbeitsschritte und verzögert die Reaktionsfähigkeit auf externe Ereignisse.

Eine serviceorientierte Architektur (SOA) bietet sowohl dem Fachbereich wie auch der IT eine Vielzahl von Vorteilen. So vereinfacht eine SOA die Auslagerung von Prozess-Teilaufgaben ("Outtasking") an spezialisierte Dienstleister und ermöglicht dadurch eine Erhöhung der Qualität bei gleichzeitiger Kostensenkung. Mögliche Anwendungsbereiche sind z.B. die Rechnungsprüfung und Betrugserkennung in der Schadenbearbeitung. Durch engere Integration der Geschäftspartner können Redundanzen und wiederholte Datenerfassungen vermieden werden. Die Bereitstellung von Kerngeschäfts-Services und deren Wiederverwendung in webbasierten Anwendungen erlaubt es, neue Produkte und Dienstleistungen schneller für Endkunden verfügbar zu machen. Echtzeitzugriffe auf alle Informationen verbessern für die verschiedenen Innen- und Außendienstfunktionen die wertorientierte, ganzheitliche Sicht auf den Kunden.

Das vom IBM Institute for Business Value herausgegebene Papier "Service-Oriented Architecture – Unlocking Hidden Value in Insurance Systems" greift diese Gedanken auf. Anhand von drei realen Szenarien erläutern die Autoren Donald Dehne (Senior Managing Consultant, IBM Global Business Services) und Jay DiMare (Associate Partner, IBM Global Business Services) den Nutzen einer serviceorientierten Architektur für Versicherungsunternehmen.

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