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Entwicklung umweltfreundlicher Produkte



IBM's Programm zur Entwicklung umweltfreundlicher Produkte ist der strategische Ansatz des weltweiten Umweltmanagements für Produkte (ECP = Environmentally Conscious Products).

Die einzelnen Programmpakete gelten für alle Produkte - vom tragbaren Computer bis zum Großrechner - und sind integraler Bestandteil der IBM Prozesse, z.B. des Produktentwicklungsprozesses (IPD = Integrated Product Development).

ECP Kriterien

Die Kriterien für umweltfreundliche Produkte decken verschiedene Bereiche der Ökoeffizenz ab und umfassen u.a.:

Die einzelnen Kriterien für die Bereiche wurden als Umweltanforderungen für die IBM Produktgruppen erarbeitet und sind u.a. Grundlage des Umwelt Assessments "Design for Environment " in der Produktentwicklung.

Die Umweltanforderungen für die Produktentwicklung werden IBM intern durch den Unternehmensstandard "Environmental Conscious Product Design" verbindlich kommuniziert. In einem speziellen Umwelt-Entwicklungszentrum (Engineering Center ECP in Raleigh, North Carolina, USA) verfeinern Ingenieure die Kriterien, erarbeiten Produktgruppen übergreifende Programme und beraten Produkt-Entwicklungsspezialisten in den Bereichen Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Die Lieferanten von Produkten, Komponenten oder Materialien werden durch ein Pflichtenheft in die Anforderungen des ECP Programms eingebunden. Ferner können Lieferanten aufgefordert werden, den ECP Fragebogen auszufüllen. Dieser liefert Information, die IBM erlauben, die Umwelteigenschaften und Bestandteile der Produkte noch besser zu erkennen.

IBM Kunden erhalten auf Nachfrage zu jedem Produkt eine Umwelterklärung. Diese basiert auf dem Product Environmental Profil das möglichst alle umweltrelevanten Daten zu den einzelnen Kriterien in einer Datenbank zur Verfügung stellt.

ECP Anwendungsverbote für umweltrelevante Stoffe

Bei der Fertigung von IT Geräten werden sehr viele verschiedene Stoffe einsetzt. Bei den umweltrelevanten Stoffen regelt der IBM Corporate Standard C-S 1-9700-020 für umweltfreundliches Design die Verwendung in IBM Produkten.

Viele Stoffe sind mit einem Anwendungsverbot belegt (Tabellen mit Stoffanwendungsverboten). Dabei verzichtet IBM oft freiwillig auf deren Einsatz und setzt umweltfreundlichere – aber z.T. teurere – Alternativen ein.

Andere Stoffe werden noch eingesetzt - z.B. wegen fehlender Alternativen -, stehen aber unter Beobachtung. Deren Verwendung in IBM Produkten wird in den Produkt-Umweltprofilen dokumentiert. Die folgenden Beispiele sollen dies verdeutlichen:

  1. IBM hat in Deutschland als erster großer IT Hersteller schon 1990 vollständig auf den Einsatz halogenierten Chlorkohlenwasserstoffe (u.a. ozonschädigende Substanzen) in der Fertigung verzichtet.
  2. IBM verzichtet offiziell schon seit 1991 auf den Einsatz von polybromierten Biphenylen sowie deren Ether und Oxide als Flammschutzmittel für Kunststoffe (Anwendung z.B. Gehäuse). Dieser Verzicht wurde Mitte der 90er Jahre auch in Umweltzeichen gefordert und ist Bestandteil der Europäischen Direktive zur Entsorgung von Elektroschrott (WEEE Direktive). In Deutschland trat am 16. März 2005 das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) in Kraft, das neben der WEEE auch die RoHS (Mengenbeschränkung bestimmter Schadstoffe in Elktro- und Elktronikgeräten) in deutsches Recht umsetzte.