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Intelligent arbeiten

Bessere Vorhersehbarkeit, Beweglichkeit und Zusammenarbeit in unseren Prozessen. So können wir die Produktivität in unseren Unternehmen erhöhen.

Der durchschnittliche Arbeitnehmer arbeitet über 90.000 Stunden in seinem Arbeitsleben; da können kleine Verbesserungen einen langfristigen positiven Effekt haben. Bewegliche Unternehmen verzeichnen einen um 29 Prozent höheren Gewinn pro Aktie.

Wenn heute ein durchschnittlicher Arbeitstag wäre, können Sie ungefähr eine Stunde dabei verlieren, eine Aufgabe anzugehen.

Die Aufgabe kann nicht erledigt werden, weil aufgrund ineffizienter Prozesse die richtigen Informationen nicht gefunden werden, das richtige Tool nicht im Zugriff ist oder die entsprechende Person nicht erreicht werden kann. Arbeitnehmer verbringen 25% ihrer Zeit damit, nur nach Informationen zu suchen. Jede Woche fällen 42% der Menschen Entscheidungen, die auf falschen Informationen basieren. Dadurch wird Nacharbeit erforderlich. In Zeiten der Finanzkrise ist die Notwendigkeit noch gestiegen, die Produktivität im Unternehmen zu verbessern.

Möglicherweise arbeiten wir schon intelligenter als vor ein paar Jahren. Die Technologie hat das Potenzial, sowohl die Produktivität von Unternehmen signifikant zu erhöhen als auch die Kosten zu reduzieren. Durch die zunehmende Globalisierung wurden neue Talente entdeckt, neues Fachwissen und neue Ressourcen erschlossen und Unternehmen quasi mit neuen Energien versorgt. Heute sind zwei Drittel der Arbeitnehmer in den Wachstumsmärkten tätig. Durch Funktionen für soziale Netzwerke haben wir Zugang zu den Denkmustern unserer Partner und Kunden. Schließlich haben immer mehr Menschen jederzeit und überall Zugriff auf ihre Anwendungen, Informationen und Ressourcen.

Die Mitarbeiter sind fähig, sie kennen ihre Aufgaben und haben wertvolle Ideen. Die Prozesse können dies jedoch nicht abbilden. Organisationen und Unternehmen auf der ganzen Welt erkennen, dass sie die Infrastrukturen und Prozesse neu definieren müssen, damit ihre Mitarbeiter miteinander, mit ihren Kunden und Partnern arbeiten können, damit Kreativität und Problemlösung gefördert werden und damit "das Unternehmen im eigentlichen Sinne" überhaupt funktioniert. Wenn wir Unternehmen so intelligent machen können wie die Menschen, die darin arbeiten, können wir fundiertere Entscheidungen fällen, engere Beziehungen nutzen und Prozesse entwickeln, die ineinander greifen, beweglich und effizient sind.


 

 


 

Diese Organisationen werden intelligenter in ihrer Arbeitsweise

Menschen verbinden und Effizienz erhöhen
Celina Insurance, eine branchenübergreifende, amerikanische Sach- und Haftpflichtversicherung, setzt Online-Collaboration-Tools, wie beispielsweise ein Chatprogramm ein, um die selbstständigen Versicherungsagenten und Antragsprüfer miteinander zu verbinden. Dadurch können die Bearbeitungszeiten für Policen von Wochen auf Tage reduziert werden.

Die Heilsarmee implementierte in 118 Ländern eine web-basierte Collaboration-Infrastruktur, die Freiwillige miteinander verbindet und Hilfsgüter und Aktivitäten koordiniert. Dadurch wurde die Reaktionszeit in einigen Notfallsituationen, wie bei terroristischen Anschlägen, Flutkatastrophen und Erdbeben deutlich verkürzt. Der Spendenfluss und die Koordination von Hilfsmaßnahmen wurden vereinfacht.

Die Medizinische Hochschule Hannover, eine führende deutsche Universitätsklinik, optimiert den Behandlungsprozess, reduziert Wartezeiten für Patienten und erhöht die Patientensicherheit durch eine automatische Überwachungslösung. Mit Wireless-Technologie werden die Daten von Traumapatienten sicher und in Echtzeit im Verlauf des Krankenhausaufenthalts erfasst und gespeichert. So kann das System Statusmeldungen wie beispielsweise "Patient x wartet auf Dr. y in Raum z" ausgeben.

Lieferkette ausdehnen
Yansha (US), ein regional operierender chinesischer Einzelhändler für hochpreisige Marken, implementierte eine einzigartige SOA-basierte Lieferkettenplattform von IBM für seine Mitarbeiter und 1800 Lieferanten. Sie können Echtzeitsichten ihrer Lieferkette anzeigen, was zu einer Verbesserung der Vorlaufzeiten von 2,5 Tagen auf 4,5 Stunden führte.

Alle Prozessschritte überwachen
BM unterstützt den norwegischen Öl- und Gasversorger StatoilHydro (US) dabei, Bedingungen in Echtzeit mit Hilfe von Sensoren und Telemetrie zu überwachen. Die gebündelten sensorischen Daten aus Feldern und Bohrinseln werden mit 3D-Visualisierung dargestellt und ermöglichen so noch fundiertere Entscheidungen. Schätzungen zufolge wird dies zu einer Produktionssteigerung von 5 Prozent und einer Kostensenkung von 30 Prozent führen.

In Echtzeit arbeiten
Danone, der Weltmarktführer bei frischen Molkereiprodukten, kann jetzt dynamisch auf tiefgreifende Marktveränderungen reagieren. Die Planer bei Danone arbeiten intelligenter, denn sie können Anpassungen in Echtzeit vornehmen, die sich direkt auf den Produktionsprozess auswirken und kritische Leistungsindikatoren von Tagen auf Stunden verkürzen.

 


 

Wie sieht die Arbeit in der Zukunft aus?

  • In den nächsten sechs Jahren werden die Menschen 80% ihrer Zeit über Collaboration-Tools zusammenarbeiten.
  • Die Arbeit wird reibungslos, flüssig und über umfassend verbundene und transparente Prozesse vonstatten gehen.
  • Mehr und mehr externe Partner werden in die Arbeit eingebunden werden.
  • Beweglichkeit wird ein Schlüsselkriterium für Leistung werden.
  • Durch Vorhersagefunktionen werden vermehrt proaktive Prozesse möglich.
  • Arbeit wird nicht in einer Organisation als Zentrum stattfinden, sondern in einer Community von Menschen.
  • Stapelprozesse werden der Vergangenheit angehören. Echtzeit wird zur Norm.