Intelligente Energieversorgung
Energieversorger können intelligente Entscheidungen für ihr Versorgungsnetz treffen. Und Sie können intelligente Entscheidungen für Ihr Zuhause treffen.
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Über Jahrzehnte war Strom etwas, über das man kaum nachdachte.
Bis er ausfiel. Dann dachte man an nichts anderes – bis er wieder verfügbar war. Das hat sich geändert.
Der Klimawandel, steigende Energiepreise und der technologische Fortschritt sind Kräfte, die die kollektive Verbrauchermentalität verändern. Viele Menschen sind dadurch von "passiven Gebührenzahlern" zu überaus sachkundigen, umweltbewussten Kunden geworden, die beim Stromverbrauch ein Wörtchen mitreden wollen. Durch neue Technologien, die intelligente Versorgungsnetze ermöglichen, können Stromabnehmer von den Unternehmen heute die nötigen Informationen und Kontrollmöglichkeiten erhalten, um ihre Verhaltensweisen tatsächlich zu ändern und dadurch den Stromverbrauch und die Kosten zu senken.
Leistungsverluste
Die heute genutzten Stromnetze wurden zu einer Zeit entwickelt, als Strom billig, die Umwelt nicht das Topthema und der Kunde kein besonderer Strategiefaktor war. Diese Netze waren zentralisiert, genau überwacht und durch eine relativ kleine Zahl von Kraftwerken versorgt. Die Ineffizienzen unserer aktuellen Stromnetze sind systemischer Natur. Da keine oder nur wenige intelligente Systeme vorhanden sind, um für Lastausgleich zu sorgen und den Leistungsfluss zu überwachen, geht in den Stromnetzen weltweit so viel Elektrizität verloren, dass damit Indien, Deutschland und Kanada versorgt werden könnten.
Eintritt in das digitale Zeitalter
IBM unterstützt Versorgungsunternehmen dabei, ihre Stromnetze um digitale Intelligenz zu erweitern. In diesen intelligenten Stromnetzen kommen Sensoren, Messgeräte, digitale Steuerungselemente und Analyseinstrumente zum Einsatz, um den bidirektionalen Energiefluss bereichsübergreifend zu automatisieren, zu überwachen und zu steuern – vom Kraftwerk bis zur Steckdose. Ein Energieversorger kann die Leistung des Stromnetzes optimieren, Ausfälle vermeiden, die Stromversorgung nach Ausfällen schneller wiederherstellen und den Verbrauchern ermöglichen, den Energieverbrauch bis auf Ebene des einzelnen vernetzten Geräts zu steuern. "Intelligente" Stromnetze integrieren auch neue, nachhaltige Energiequellen wie Wind- und Solarenergie. Selbst dezentrale Stromquellen und elektrische Fahrzeuge lassen sich lokal einbinden.
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Elektroautos
Die Energieversorger und Autoindustrie ergreifen Maßnahmen, um zusammen dem Eletroauto ein Schritt näher zu kommen.
Malta: Das erste Land mit Smart Grid
Die Mittelmeerinsel Malta, berühmt für ihr trockenes und sonniges Wetter, die Malteser-Ritter und die lange Geschichte ihrer Architektur, wird bald auch für etwas anderes bekannt sein: Sie ist das weltweit erste Land mit "Smart Grid".
Maltas Unternehmen für die nationale Elektrizitäts- und Wasserversorgung – Enemalta Corporation und Water Services Corporation – haben sich für IBM entschieden, um während der nächsten fünf Jahre landesweit ein "Smart Grid" zu implementieren..
Die Elektrizitäts- und Wassersysteme der Insel sind untrennbar verzahnt. Hinsichtlich der gesamten Stromproduktion und mehr als der Hälfte der Wasserversorgung, die der Filterung durch einen energieaufwendigen Entsalzungsprozess bedarf, ist Malta vollständig auf importiertes Erdöl angewiesen.
Wenn Maltas Treibhausgasemissionen gesenkt und die Verfügbarkeit nachhaltiger Energie für die Zukunft gesichert werden sollen, ist eine intelligentere Energiewirtschaft unabdingbar.
Die IBM Lösung sieht den Ersatz von 250.000 analogen Stromzählern durch intelligente Messgeräte vor, die den Elektrizitätsverbrauch in Echtzeit überwachen, undichte Stellen und Stromverluste identifizieren, variable Gebührensätze einstellen und besonders sparsame Kunden belohnen. Die Wasserzähler werden in ein System integriert, das Zählerstände und Rückstände überwachen und verwalten kann. Tausende von in die Infrastruktur integrierten digitalen Sensoren liefern Daten, die erfasst und analysiert werden. So kann die Regierung Maltas fundierte Entscheidungen hinsichtlich der Nutzung treffen und mit dem Ersatz des emissionsintensiven Erdöls durch nachhaltige Energiequellen beginnen.

Wir brauchen ein intelligentes Stromnetzwerk
Weltweit geht auf dem Weg zum Endverbraucher mehr als die Hälfte der Energie unterwegs verloren.

Sehen Sie, was Stromversorger heute schon tun können
Intelligente Messgeräte verringern Stromrechnung
Im Rahmen des GridWise Olympic Peninsula Project (US) von Pacific Northwest National Laboratory (PNNL) wurden intelligente Geräte (z. B. Thermostate) in den Wohnhäusern von Kunden mit dem PNNL-System verknüpft. Dieses steuerte dann den Stromverbrauch automatisch auf Grundlage von Preissignalen und Kundenwünschen. So konnten die Kunden ihre Stromrechnungen durchschnittlich um 10 Prozent senken
Stärken Sie Kunden mit Informationen
Energie Baden-Wurttemberg (US) , ein innovativer deutscher Energieversorger, war der Überzeugung, dass der Variabilität auf der Angebotsseite am besten durch höhere Flexibilität auf der Nachfrageseite begegnet werden könne. Dazu erhalten die Kunden die nötigen Informationen, um ihre Verbrauchsmuster – insbesondere die zeitabhängigen Stromkosten – so zu ändern, dass zu Spitzenzeiten weniger Strom verbraucht wird.
Stromnetze wirken Ausfällen entgegen
Mit intelligenten Stromnetzen können Energieversorger Stromausfälle augenblicklich erkennen, den genauen Ort des Ausfalls ermitteln und schneller darauf reagieren. Genau das tut DONG Energy (US) in Dänemark.

