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Intelligentes Gesundheitswesen

Um eine intelligentere Welt zu schaffen, müssen die Lösungen digitalisiert, miteinander verbunden und intelligent sein.

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Technologie alleine kann unsere Krankheiten nicht heilen.

Japaner achten auf ihre Gürtellinie – und dies gilt auch für die Regierung

Ein neues Gesetz schreibt vor, dass Bürger von 40 bis 74 Jahren bei den jährlichen Untersuchungen ihren Bauchumfang messen lassen. Diejenigen, deren Umfang festgelegte Grenzen überschreitet, erhalten Ernährungsempfehlungen und weitere Ratschläge zum Abnehmen.

Ob diese Bestimmung nun als Überwachungsmedizin oder lediglich als proaktivere Wellness-Strategie angesehen wird – sie ist jedenfalls ein Hinweis auf die Zukunft: Die Lösungen für das Gesundheitswesen müssen sich weltweit ändern. Durch Instrumente wie elektronische Krankenakten, mobile Handheld-Computer und Unterstützungsnetze kann das Gesundheitswesen intelligenter werden.

Tatsächlich ist ein intelligenteres Gesundheitswesen nicht in erster Linie auf den nächsten Durchbruch in der medizinischen Forschung ausgerichtet. Intelligentere Gesundheitslösungen beginnen beim einzelnen Menschen. Nehmen wir z. B. das amerikanische Modell „Medical Home“. Die Hausärzte fungieren als „Trainer“; sie leiten ein Team, das sich um das Wohlbefinden sowie die vorbeugende und chronische Pflege eines Patienten kümmert. Der Arzt verbringt mehr Zeit mit jeder Person, ist über E-Mail und Telefon für Beratungen erreichbar, bietet erweiterte Sprechstunden an und koordiniert den Einsatz des gesamten Pflegeteams.


 

Bessere Gesundheitsbetreuung zuhause

Nahezu 900.000 Kanadier werden regelmäßig zuhause betreut und die Zahl wächst. Von 1995 bis 2002 ist die Zahl der zuhause betreuten Personen um über 60 Prozent gestiegen.

The Victoria Order of Nurses (VON) (US) ist Kanadas größte landesweite, gemeinnützige Organisation für die Pflege zuhause und in der Gemeinde. IBM wird VON mit neuen Geschäftsprozessen und klinischen Technologien ausstatten, u. a. mit mobilen, drahtlosen Handheld-Computern. Das System wird mehrere hundert Heimpflegeanbieter in folgenden Punkten unterstützen:

  • Festlegung von Patiententerminen
  • Erfassung, Weitergabe und Abruf von Patientendaten in Echtzeit
  • Zugriff auf die Personal- und Leistungsverwaltung
  • Automatisierung der Finanz- und Abrechnungsprozesse

Diese Transformation wird die 52 VON-Standorte in Kanada stärker integrieren und kosteneffizienter machen, was den Gemeindediensten und der Patientenversorgung zugutekommt.

Kontrolle über Ihre Krankengeschichte

Seit mehr als einem Jahrzehnt ist Google eine weltweite Quelle für Gesundheitsinformationen. Nun sind Google, IBM and Continua Health Alliance (US) eine Partnerschaft eingegangen, die dem Einzelnen die Erstellung persönlicher Gesundheitsprofile ermöglicht. Dabei werden Daten zu Beschwerden, Allergien und Krankheiten erfasst.

Die Partnerschaft ermöglicht es Benutzern sogar, Akten und Krankengeschichten aus Krankenhäusern, Labors und Apotheken zu importieren. Zwei Beispiele:

  • Vielbeschäftigte können täglich elektronisch den aktuellen Gesundheitszustand eines älteren Elternteils abfragen, der allein lebt, an Bluthochdruck leidet und mehrere Medikamente bekommt.
  • Geschäftsreisende, die Diabetes haben und für einen Marathonlauf trainieren, können mit ihrem Trainer über Hunderte von Kilometern in Echtzeit ihren Blutzuckerspiegel und ihre Herzfrequenz besprechen.

 


 

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Patienten-orientiertes Gesundheitswesen

2010 werden 30% aller gespeicherten Daten auf allen Computern der Welt, medizinische Bilder sein. Das Problem ist, dass all diese Information unzugänglich und nicht miteinander verbunden sind.


 

Was können wir außerdem von einem intelligenteren Gesundheitssystem erwarten?


Der Mittelpunkt eines intelligenten Gesundheitswesen ist eine steigende personalisierte Erfahrung.

Informationen sind nicht auf einsamen Inseln verstreut
Ein intelligenteres Gesundheitswesen ist vernetzt. So z. B. der spanische Servicio Extremeño de Salud (SES) (US), bei dem jeder Standort ein eigenes Patientenaktensystem hatte. Die Organisation ergriff Maßnahmen zur Errichtung einer globalen Plattform, die nahezu 13.000 Fachkräfte über ein Planungssystem vernetzt, das neun Millionen ambulante Besuche pro Jahr verwaltet.

Know-how braucht keinen Reisepass
Ein intelligenteres Gesundheitswesen hört an geografischen Grenzen nicht auf. Nehmen wir z. B. die "Insel Tristan da Cunha" (US). Sie liegt über 2.665 Kilometer westlich von Kapstadt, Südafrika, und ist nur über eine wochenlange Schiffsreise zu erreichen. Doch dies bedeutet nicht, dass ihre Bewohner nicht auf technologisch hochwertige Gesundheitsfürsorge zugreifen könnten. „Project Tristan“ verbindet medizinische Geräte, Satellitenkommunikation und über Fernzugriff angebundene EHR-Technologie. So können medizinische Fachleute aus der ganzen Welt Krankenhausärzte auf der Insel bei ihren täglichen Aufgaben unterstützen, was medizinische Diagnosen und Notfallhilfe betrifft.


Was ist eine PHR und was ist eine EHR?

Diese beiden Abkürzungen werden in den nächsten Jahren viel benutzt. Aber was bedeuten sie?


Gesundheitssysteme können Menschen mit Informationen, mit Fachleuten und miteinander verbinden und proaktiv die Organisation und Durchführung vorbeugender und therapeutischer Maßnahmen verbessern.

Die persönliche Krankenakte (Personal Health Record, PHR) ist eine elektronische, überall verfügbare, lebenslang gültige Ressource von Gesundheitsinformationen, die jeder Einzelne für seine Entscheidungen in Gesundheitsfragen heranziehen kann. Der Bürger besitzt und verwaltet im PHR seine Daten, die von Anbietern im Gesundheitswesen und der betreffenden Person stammen. Der PHR wird in einer sicheren, privaten Umgebung verwaltet, deren Zugriffsberechtigungen von der jeweiligen Person festgelegt werden. Der PHR ist von dem rechtmäßigen Datensatz eines Anbieters unabhängig und ersetzt diesen nicht.

Eine elektronische Krankenakte (Electronic Health Record, EHR) stellt die Krankenakte einer Person in digitalem Format dar. Elektronische Krankenaktensysteme koordinieren die Speicherung und den Abruf einzelner Datensätze mithilfe von Computern. Ein EHR ist in der Regel auf einem Computer zugänglich, häufig über ein Netz. Er kann aus elektronischen Krankenakten (Electronic Medical Records, EMRs) von vielen Standorten bzw. Quellen aufgebaut sein. Die EMRs können Daten unterschiedlicher Art umfassen, z. B. Patientendemografie, Krankengeschichte, Medikamenten- und Allergielisten (einschließlich des Immunisierungsstatus), Laborergebnisse, Röntgenbilder, Kostenerfassungsdatensätze oder zusätzliche Anweisungen.

Der Unterschied zwischen persönlicher und elektronischer Krankenakte liegt hauptsächlich darin, dass bei der ersteren die betreffende Person die Informationen kontrolliert, während bei letzterer der Arzt oder das Krankenhaus – oder beide – die Informationen kontrollieren.

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