Step 1 Diagnose:
Die systematische Diagnose und Analyse ermöglicht dem deutschen IBM Entwicklungszentrum in Böblingen bei Stuttgart, die dort eingesetzte IT-Infrastruktur Energie effizient anzuordnen. Durch ein effektives Zusammenspiel von Diagnose-/ und Managementtools ist man dort in der Lage, die vorhandenen IT-Ressourcen kostenoptimal einzusetzen. So werden in auslastungsschwächeren Zeiten beispielsweise Server komplett ausgeschaltet beziehungsweise in einen Energiesparmodus versetzt.
Step 2 Konstruieren:
Schon heute nutzt die IBM Deutschland Research & Development GmbH die im Rechenzentrum produzierte Wärme. Die entstandene Abwärme wird sowohl zur Brauchwasser-Erwärmung als auch zur Heizung (beispielsweiseder Kantine) genutzt.
Ein weiterer großer Schritt wurde mit der Inbetriebnahme der so genannten SMDC-Lösung getan. Das IBM Scalable Modular Data Center (SMDC) ist eine modulare Lösung für Rechenzentren, durch die einen deutlich geringerer Energieaufwand im Rechenzentrum erreicht wird.
Innerhalb dieser Infrastrukturlösung werden etwa 60 Server, Datenspeicher und Netzwerkkomponenten mit deutlich reduziertem Kühlaufwand betrieben. Auf einer Fläche von nur sechs Quadratmetern werden diese Komponenten dicht gepackt, gekühlt, überwacht und zusätzlich mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) abgesichert. Die eingesetzten Hardware-Systeme wie IBM System p, IBM System x, IBM Bladecenter und IBM System Storage werden für weltweite Live Demos, für "Proof of Concepts" und für Messen wie beispielsweise die CeBIT eingesetzt.
Step 3 Virtualisieren:
Konsolidierung von IT Strukturen - ein Kernthema der IBM - wurde mit der Einführung von Virtualisierungstechnologien nochmals um einen gewaltigen Schritt vorangetrieben. Virtualisierung ermöglicht es, mit wenigen physischen Einheiten viele logische Einheiten zu erstellen und diese dem tatsächlichen Bedarf anzupassen.
Mit Virtualisierung kann die Auslastung von Systemen optimiert werden, damit der Energieaufwand verringert, das Management vereinfacht und gleichzeitig die Flexibilität erhöht werden. Insgesamt kann so auf Anforderungen an die IT Infrastruktur viel schneller reagiert werden.
In den Rechenzentren des Entwicklungszentrums werden Virtualisierungslösungen in allen Bereichen wie Server, Speicher, Software und Netzwerken – zum Teil schon seit Jahrzehnten - eingesetzt. Das angefügte Schaubild zeigt eine virtualisierte System p-Installation mit virtuellen Linux- und Unix-Servern.
Step 4 Kühlen:
Die Klimaanlagen für die Rechenzentren des Entwicklungszentrums sind mit Wärmetauschern zur freien Kühlung ausgestattet, so dass in der kalten Jahreszeit die Kühlung der IT Infrastruktur mit Außenluft - ohne Einsatz von Kältemaschinen - erfolgen kann. Die Wärmetauscher werden automatisch eingesetzt, wenn bei niedrigen Außentemperaturen die Luftfeuchtigkeit weniger als 80% beträgt.
Auf Server-Ebene wird mit dem Einsatz wassergekühlter Rack-Türen die Rechenleistung der einzelnen Racks der Prozessorenentwicklung im Entwicklungszentrum erheblich gesteigert. Das geschieht mit Hilfe des IBM Rear Door Heat eXchanger - einem cleveren Tool, das auf der Rackrückwand angebracht wird, um ausströmende heiße Luft mithilfe eines eigenen Kühlkreislaufes zu kühlen. Dank dieser wassergekühlten Rückwand können lokale „Hot Spots“ sehr einfach vermieden werden. Ein Bedarf an zusätzlichen Lüftern besteht nicht – der IBM Rear Door Heat eXchanger ist somit Energie sparend im Betrieb.
Step 5 Managen & Messen:
Durch die Monitoring-Möglichkeiten des IBM Active Energy Manager und der Zuordnung unterschiedlicher IT-Kompontenten durch den Location Manager kann heute eine energie-optimierte Infrastruktur für das IBM Rechenzentrum in Böblingen bereitgestellt werden. Anhand dieser Techniken ist man in der Lage, IT-Ressourcen mittels der aktuellen Strom- und Hitzewerte dynamisch zu optimieren und zu platzieren.
Für Ressourcen, die nicht direkt die Möglichkeit bieten über IBM Active Energy Manager gesteuert zu werden, setzt das Entwicklungszentrum intelligente Stromleisten (iPDU's) ein.

