Direkt zum Inhalt

Grüne Logistikplanung senkt CO2-Emissionen

IBM Beratungssparte integriert außer Kosten, Zeit und Ressourcen nun auch die Analyse von CO2-Emissionen in die Logistikplanung

GBS/100/2008

Stuttgart, 20. Mai 2008 – Die IBM Beratungssparte GBS (Global Business Services) berücksichtigt innerhalb einer dreistufigen Logistikplanung zukünftig auch die CO2-Emissionen auf Transportwegen. Verbunden mit den Faktoren Zeit, Kosten und Ressourcen beantwortet die „grüne“ Logistikplanung die Fragen nach den Standorten der Warenlager, Transportmittel und ob sich eventuell ein Outsourcing lohnt. Außer einer umfassenden Beratung liefert IBM GBS Echtzeit-Simulationen und Visualisierung mit dem Optimierungstool WSP (Warehouse Site Planner), das alle Stellschrauben der Logistikkette für Waren oder Ersatzteile berücksichtigt.

„Unternehmen mit einem hohen Logistikanteil sind auf der Suche nach effizienten Lösungen, um das Zusammenspiel von Lagerhaltung und Transport kostengünstig, zeitsparend und Ressourcen-schonend zu planen“, sagt Dr. Martin Wilk, Logistikberater bei IBM GBS. „Bei bis zu 300.000 Kunden, 300 Warenlagern, 3.000 Zulieferern und mehr als 10.000.000 Auftragsdaten ist das kein leichtes Unterfangen – und jetzt kommt noch die Anforderung nach möglichst geringen CO2-Emissionen hinzu.“

Unternehmen sind verstärkt auf der Suche nach umweltfreundlichen Verfahren und Technologien für die unterschiedlichen Geschäftsbereiche wie Fertigung, IT oder auch Logistik. Bei der Logistikplanung für Waren oder Ersatzteile spielen vor allem die Transportwege eine wichtige Rolle und somit auch die dadurch verursachten CO2-Emissionen. IBM GBS hat nun in seine dreistufige Logistikplanung – die Erzeuger, zentrale Lager, regionale Lager und Kunden einbindet – eine Analyse und Optimierung der CO2-Emissionen integriert.

Basis der „grünen“ Logistikplanung ist das von IBM entwickelte Optimierungstool WSP (Warehouse Site Planner), das ein dreistufiges Netzwerk, bei dem alle Attribute und Kosten direkt über die grafische Oberfläche abgelesen werden können, zusätzlich in Echtzeit simuliert und visualisiert. Dies ist möglich, weil WSP alle Netzwerkverbindungen auf Basis der digitalen Straßenkarte von AND Products B.V. erstellt und diese somit nicht manuell angelegt werden müssen. Das System beinhaltet zwölf verschiedene Straßentypen mit regional vorgebbaren Durchschnittsgeschwindigkeiten und berechnet damit abhängig vom Fahrzeug die reale Entfernung und mittlere Fahrzeit. Kosten für Transport, Lagerhaltung und Warenbestand werden auf Basis der echten Kosten abgebildet.

Außer logistikintensiven Branchen wie Konsumgüter, Automotive, Elektronik und Maschinenbau profitiert vor allem der Großhandel von diesem Ansatz. Aber auch kleinere Unternehmen mit intensivem Logistikmanagement, die kurzen Zeitzyklen unterliegen, sind auf der Suche nach effizienten Lösungen. Gerade bei Arzneimitteltransporten, Servicedienstleistern oder Kurierdiensten, wo Zeit und Geld eine große Rolle spielen, entscheidet eine gut geplante Logistik über Erfolg und Wachstum.

In eine Modellierung mit WSP fließen sämtliche Daten der Logistikkette mit ein: Gewicht und Volumen der Produkte, Ort und Größe der Fertigungsanlagen, Lieferantendaten, kundenspezifische Service-Level, Warenlager und Transportkosten. Auch Informationen wie Kosten für den Neubau oder die Schließung eines Warenlagers, Kosten für Fähren oder für die Zollabfertigung, zusätzliche Wartezeiten an Grenzen werden berücksichtigt. Anhand einer Checkliste wird die Situation des Kunden zuerst von den IBM Beratern analysiert und dann in Workshops vertieft. Hier fließt mit ein, welche Konstanten im Geschäftsmodell zu übernehmen sind, welche Produktgruppen und Kundenstrukturen und -anforderungen zu beachten sind, welche Konsolidierungs- und Aggregationsmöglichkeiten im Transport bestehen und welche Reduktion der CO2-Emissionen erzielt werden soll. Alle relevanten, konkurrierenden Faktoren versehen mit dem kritischen Gewicht im Geschäftsmodell des Kunden werden über die Zielfunktion von WSP gemeinsam zu einem Gesamtoptimum geführt.

„Für eine fundierte Entscheidung, um Kosten einzusparen und die CO2-Emissionen zu senken, stehen damit nicht nur qualitative Aussagen, sondern auch quantitative Zahlen zur Verfügung“, ergänzt Dr. Martin Wilk. „Die Reduzierung der CO2-Emissionen, die in den unterschiedlichsten Kundenprojekten vom Großhandel bis zur Ersatzteillogistik aufgezeigt werden kann, bewegt sich im Bereich von 5 bis zu 40 Prozent.“

Weitere Informationen für Journalisten
Dagmar Domke
IBM Deutschland GmbH
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
IBM Global Business Services
Karl-Arnold-Platz 1a
40476 Düsseldorf
Telefon: +49 (0)211 476-1913
Mobil: +49 (0)170 480 8228
E-Mail: dagmar.domke@de.ibm.com