099/2008
Deutsches IBM Entwicklungszentrum und Universität Stuttgart gründen IBM Technology Partnership Center
Förderung des Informationsaustauschs zwischen Forschung und Industrie angestrebt
Böblingen/Stuttgart, 9. Mai 2008 - Die IBM Deutschland Entwicklung GmbH und die Fakultät Informatik der Universität Stuttgart haben ein IBM Technology Partnership Center (ITPC) gegründet. Ziel des neuen Zentrums ist es, den Austausch von Wissen und Informationen zwischen dem Entwicklungszentrum und der Hochschule zielgerichtet und strukturiert zu fördern. Neben gemeinsamen Forschungsprojekten in den Bereichen Sensortechnik, Daten Management, Service-orientierte Architektur (SOA) und Prozessmanagement sind Lehrangebote und Vortragsreihen sowie ein Angebot für die individuelle Betreuung und Beratung von Studentinnen und Studenten geplant.
Die Fakultät Informatik der Universität Stuttgart und das deutsche IBM Entwicklungszentrum arbeiten bereits seit längerer Zeit gemeinsam an Softwareprojekten in den Bereichen Daten Management, Sensortechnik, sowie Geschäftsprozessoptimierung. „Das bestehende und gute Verhältnis zwischen uns konstituieren wir nun durch die Gründung des IBM Technology Partnership Center. Damit möchten wir den Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft intensivieren,“ erläutert Dirk Wittkopp, Direktor WebSphere Portal & Workflow Development bei der IBM Deutschland Entwicklung GmbH.
„Praxisnahe Forschung und Lehre ist gerade für die Angewandte Informatik wichtig. Durch das ITPC und die geographische Nachbarschaft der beiden Partner wird die bestehende Kooperation mit IBM langfristig ermöglicht,“ erklärt Prof. Dr. Frank Leymann, Direktor des Instituts für Architektur von Anwendungssystemen an der Universität Stuttgart. Dirk Wittkopp und Professor Leymann werden auch gemeinsam die Leitung des Centers übernehmen.
Hauptaufgaben des IBM Technology Partnership Centers sind die Etablierung und Koordination wechselseitiger Lehr- und Vortragsreihen, Innovationstage zu Themen wie beispielsweise Service-orientierte Architekturen, “Das Internet der Anwendungen“, Daten und Medieninhalte, energiesparende Informationstechnologien sowie gemeinsame Projekte im Rahmen von Diplom- und Studienarbeiten. Zudem wird ein Betreuungs- und Beratungsprogramm (Mentoring) für Studierende und wissenschaftliche Mitarbeiter durch Mitarbeiter des Böblinger Entwicklungszentrum angeboten. „Durch die engere Kooperation mit der Universität Stuttgart haben wir die Möglichkeit, mit Studentinnen und Studenten frühzeitig in Kontakt zu kommen, sie in gemeinsamen Entwicklungsprojekten kennenzulernen und für unsere Technologien zu begeistern“, erklärt Dirk Wittkopp. „Außerdem können alle Beteiligten technische Herausforderungen der Softwareentwicklung auf wissenschaftlich aktuellem Niveau diskutieren. Diesen Austausch mit Hochschulen sehen wir als einen der zentralen Schlüssel zu unserem eigenen Innovationspotential“, so Wittkopp weiter. „Die Kooperation erlaubt einen Wissenstransfer in beide Richtungen: Aktuelle Forschungsergebnisse können schneller in Produkte umgesetzt werden und die Wissenschaftler sind stets über neueste Entwicklungen aus der Industrie auf dem Laufenden. Hierdurch wird die Innovationskraft der Forschung und Industrie in der Region gestärkt“, erläutert Leymann.
Darüber hinaus sind auch Projekte im Rahmen des IBM Programms Center of Advanced Studies (CAS) angedacht. Mit den im Rahmen von CAS zur Verfügung gestellten Finanzmitteln in Höhe von rund 60.000 Euro pro Jahr und maximaler Laufzeit von drei Jahren fördert IBM ausgewählte Forschungsprojekte an Hochschulen, die einen Bezug zu strategischen Entwicklungs- und Forschungsaktivitäten des Unternehmens haben.
Über die Universität Stuttgart
Die Universität Stuttgart pflegt ein interdisziplinäres Profil mit Schwerpunkten in den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Gegründet 1829, hat sich die frühere Technische Hochschule zu einer weltweit nachgefragten Ausbildungs- und Forschungsstätte entwickelt. Ihre herausragende Stellung spiegelt sich unter anderem in dem Exzellenzcluster „Simulation Technology“ und der Graduiertenschule „Advanced Manufacturing Engineering“ sowie in zahlreichen Sonderforschungsbereichen, Schwerpunktprojekten und Graduiertenkollegs. Die Forschungsaktivitäten konzentrieren sich auf die Bereiche Modellierung und Simulationstechnologien, Neue Materialien, Komplexe Systeme und Kommunikation, Technologiekonzepte und Technologiebewertung, Nachhaltige Energieversorgung und Umwelt, Mobilität, Integrierte Produkt- und Produktionsgestaltung sowie die Gestaltung und Technologie nachhaltiger Lebensräume. Dahinter steht die Vision, den gesamten Produktentstehungs- und Produktlebenszyklus umfassend zu erforschen. Hierzu gehören auch die ingenieurtechnische Realisierung sowie die Bewertung der Nachhaltigkeit technischer Innovationen.
www.uni-stuttgart.de
Über das IBM Entwicklungszentrum Böblingen
Die IBM Deutschland Entwicklung GmbH in Böblingen ist eines der größten Entwicklungszentren der IBM weltweit. Seit seiner Gründung 1953 entstehen südlich von Stuttgart Soft- und Hardwaretechnologien für den Weltmarkt. 1999 wurde in Böblingen die Idee geboren, das offene Betriebssystem Linux auf den IBM Großrechner zu portieren. Heute entwickeln im globalen Verbund mit anderen Entwicklungs- und Forschungszentren der IBM rund 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort sowie weitere Experten in Walldorf und Mainz in mehr als 40 strategischen Projekten Mikroprozessoren, Großrechner und Unternehmenssoftware. Unter anderem haben die Böblinger Experten die weltweite Entwicklungsverantwortung für den IBM Mainframe System z, Linux, den CELL Prozessor, das Herz der Playstation 3 von Sony sowie für Portal Software. Böblingen hat zudem eine führende Rolle in der weltweiten IBM Initiative für das 3D Internet und arbeitet in einigen Technologiebereichen eng mit SAP zusammen. Darüber hinaus unterstützen die Böblinger Experten Kunden bei der Implementierung von IT-Lösungen. Das Entwicklungszentrum pflegt zahlreiche Kooperationen mit in- und ausländischen Hochschulen und Instituten.
Weitere Informationen zur IBM Deutschland Entwicklung GmbH finden Sie unter:
http://www.ibm.com/de/entwicklung/
Über IBM University Relations
IBM fördert mit weltweiten Wissenschaftsprogrammen die Zusammenarbeit mit Forschung und Lehre. Denn den Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sehen wir als einen der zentralen Schlüssel zu unserem eigenen Innovationspotential. Den Schwerpunkt bildet dabei nicht nur die Erforschung von Technologien, die es Unternehmen ermöglicht, Geschäftsprozesse mittels hochflexibler IT-Infrastrukturen dynamisch zu gestalten. Als Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen unterstützen wir ebenso die Forschung und Lehre im Bereich Services und Consulting. In Deutschland arbeiten wir dafür eng mit zahlreichen Fakultäten, Lehreinrichtungen und Forschungsorganisationen zusammen. Unser Engagement und unsere Angebote für Lehrkräfte und Studenten sind dabei vielfältig: Wir unterstützen Hochschulen bei der Lehre offener Standards, Open Source Software und neuester IBM Technologie. Wir stellen Studierenden und Professoren kostenlos IBM Software für Lehre und Forschung zur Verfügung. Wir fördern wissenschaftliche Spitzenleistungen mit unseren IBM Forschungspreisen. Wir unterstützen die Lehre an den Hochschulen durch praxisorientierte Vorträge und Seminare durch IBM Mitarbeiter. Wir ermöglichen Studierenden Einblicke in die Praxis eines großen IT-Unternehmens im Rahmen unserer Praktikums- und Diplomarbeitsprogramme sowie unserer Besuchertage.
Weitere Informationen zu IBM University Relations finden Sie unter: www.ibm.com/de/ibm/unternehmen/university_relations/
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Universität Stuttgart
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