Direkt zum Inhalt

Pressroom  >  Presseinfos  >  
SMB/208/2007

IT spielt in NRW zentrale Rolle für Strategie

Führend bei Strategie - zurückhaltend bei Konsolidierung: Mittelstandsstudie von IBM und impulse vergleicht IT-Einsatz in Nordrhein-Westfalen mit Gesamtdeutschland


Düsseldorf, 22. Oktober 2007 - Um die Innovationskraft zu stärken, findet beim Mittelstand immer häufiger ein Abgleich zwischen Unternehmensstrategie und IT-Strategie statt. Bereits bei jedem dritten Mittelständler in Nordrhein-Westfalen ist dies immer der Fall - NRW liegt mit diesem Wert bundesweit an der Spitze. Ebenfalls eine führende Rolle spielt der Mittelstand an Rhein und Ruhr beim Thema IT-Outsourcing: Bereits jeder vierte Mittelständler bezieht IT-Services über Outsourcing, bundesweit hingegen nur etwa jedes fünfte Unternehmen. Zu diesen Ergebnissen kommt die regionale Trendauswertung der Studie "E-Business im Mittelstand", die IBM und das Unternehmermagazin impulse in diesem Jahr zum neunten Mal durchgeführt haben. .

"Mittelständische Unternehmen versprechen sich durch den Abgleich von Unternehmensstrategie und IT-Strategie, dass sie ihre Innovationskraft steigern können und wettbewerbsfähiger werden", sagt Dieter Stehle, Vertriebsdirektor Region West für den IBM Geschäftsbereich Mittelstand. "Unsere Studie hat gezeigt, dass in NRW 33 Prozent des Mittelstandes auf diese Strategie setzen - bundesweit sind es erst 27 Prozent. Insgesamt haben unsere Untersuchungen ergeben, dass die Bedeutung der IT für den Unternehmenserfolg immer wichtiger wird."

Auch für die Bochumer Langbein & Engelbracht GmbH ist der stete Abgleich von Unternehmens- und IT-Strategie entscheidend. Das mittelständische Unternehmen mit 145 Mitarbeitern projektiert, liefert und montiert Anlagen zur Abluftreinigung, Trocknung und Wärmerückgewinnung. Innovative Produktentwicklungen und langjährige Erfahrungen garantieren seinen Kunden produktspezifisch und energetisch optimal ausgelegte Anlagen. Jedoch behinderten Kostendruck und nicht optimale Geschäftsabläufe die Produktivität des Unternehmens. Das Unternehmen zog daraufhin Berater des IBM Business Partners msgi Märkische Service-GmbH hinzu. Mit Hilfe eines neuen ERP-Systems (Enterprise Resource Planning) auf IBM System i wurden die Abläufe verbessert, die Produktivität gesteigert und ein Management-Informationssystem etabliert.

IT-Anbindung an externe Partner ist wichtig
Der Mittelstand setzt verstärkt auf die IT, um mit Hardware, Software und Services die eigene Innovationskraft zu stärken. Mittelständische Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen wollen deshalb in den nächsten zwei Jahren nachhaltig in ihre IT-Infrastruktur investieren: Insgesamt 27 Prozent der westdeutschen Mittelständler bezeichnen ihre anstehenden Veränderungen als "tiefgreifend" und 43 Prozent immerhin noch "mittleren Ausmaßes" - bundesweit liegen die Vergleichswerte bei 24 und 43 Prozent. Wenn es um die Investitionen in die IT geht, dann ist für den Mittelstand in NRW vor allem auch die IT bei der Anbindung an Geschäftsprozesse externer Partner von großer Bedeutung. Hierzulande sagen 42 Prozent, dass dies "wichtig" sei und 20 Prozent bezeichnen diesen Aspekt sogar als "sehr wichtig" - die gesamtdeutschen Werte liegen nur bei 40 beziehungsweise 16 Prozent.

Dies sind zentrale Ergebnisse der regionalen Trendauswertung für Nordrhein-Westfalen, die aus der Studie "E-Business im Mittelstand" gewonnen wurden. Seit 1999 veröffentlichen IBM und das Unternehmermagazin impulse jährlich diese Studie, für die das Marktforschungsinstitut TechConsult 2007 bundesweit über 1000 mittelständische Unternehmen mit weniger als 1000 Mitarbeitern befragt hat. Rund 22 Prozent der befragten Unternehmen stammen aus Nordrhein-Westfalen.

NRW bewertet SOA besonders positiv
Bei der Modernisierung der IT-Infrastruktur vertrauen immer mehr Mittelständler auf so genannte serviceorientierte Architekturen (SOA). Denn mit einer SOA lassen sich Softwareanwendungen einfacher programmieren und miteinander verknüpfen, da jedes Programm auf wieder verwendbaren Services basiert. Ähnlich dem "Lego-Prinzip" werden mit einer SOA IT-Infrastrukturen durch fertige Bausteine zusammengesetzt und je nach Anforderung erweitert oder umgebaut. Mehrere Anwendungen können dabei auf ein- und denselben Service zugreifen, was den Programmieraufwand senkt und somit Zeit und Geld einspart. Beim Mittelstand in NRW ist SOA hoch geschätzt: Fast die Hälfte sagt, dass SOA ein sehr guter Ansatz sei und auch für den Mittelstand interessant, bundesweit vertreten diese Meinung nur etwa ein Drittel der befragten Unternehmen. Insgesamt sind es 29 Prozent, die in dieser Region entweder eine SOA bereits einsetzen oder an deren Umsetzung arbeiten - deutschlandweit sind es erst 25 Prozent.

E-Mail, Firewall und Virenscanner in jedem Unternehmen
Basis der IT sind in fast allen mittelständischen Unternehmen Internet und E-Mail und schon heute werden viele Geschäftsprozesse mit IT-Lösungen abgedeckt. An Rhein und Ruhr nutzen - so wie auch im Bundesdurchschnitt - 99 Prozent der Mittelständler E-Mails für ihre Kommunikation, die Hälfte ein Beschaffungssystem und über 40 Prozent ein ERP-System (Enterprise Resource Planning) für betriebswirtschaftliche Geschäftsprozesse.

Auch beim Thema IT-Sicherheit liegt Nordrhein-Westfalen nahezu exakt im bundesweiten Durchschnitt: 99 Prozent setzen eine Firewall ein und 98 Prozent einen Virenscanner. Bei der Datenverschlüsselung liegt der Westen mit zwei Drittel genau im Bundesdurchschnitt. Besonders auffällig an dieser Zahl ist, dass sie gegenüber dem Vorjahr um fast 40 Prozent angestiegen ist. Auch beim Einsatz einer digitalen Signatur, die heute über ein Drittel des nordrhein-westfälischen Mittelstandes verwenden, liegt der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr bei gut 50 Prozent.

Zurückhaltung bei Konsolidierung zu erkennen
Während NRW bei der IT-Sicherheit noch im bundesweiten Mittelfeld liegt, so ist dort beim Thema IT-Konsolidierung eine leichte Zurückhaltung zu spüren: Erst 19 Prozent der westdeutschen Mittelständler haben eine umfassende IT-Konsolidierung abgeschlossen, bundesweit sind es bereits 22 Prozent. Allerdings ist die Konsolidierung bei 42 Prozent der befragten Unternehmen zumindest in der Planung - in Gesamtdeutschland liegt dieser Wert bei 38 Prozent. Durch eine Konsolidierung erhalten auch mittelständische Unternehmen einheitliche IT-Standards und Geschäftsprozesse, die sie fit für die digitale Kommunikation mit externen Partnern, Zulieferern oder Kunden machen.

"Im Zuge der IT-Konsolidierung spielt im Mittelstand auch immer mehr der Aspekt des Outsourcings eine zentrale Rolle", sagt Thomas Fell, Geschäftsführer IBM Deutschland GmbH Geschäftsbereich Mittelstand. "Bemerkenswert ist hier, dass der Mittelstand in NRW bereits zu 25 Prozent seine IT-Leistungen teilweise über Outsourcing abdeckt, wie etwa den Betrieb der Software, der IT-Infrastruktur oder der kompletten Abwicklung von IT-Aufgaben mit samt der benötigten Technik - bundesweit sind dies erst 22 Prozent."

Die komplette Studie finden Sie unter
ibm.com/businesscenter/smb/de/de

Über den IBM Geschäftsbereich Mittelstand:
ibm.com/de/mittelstand


Weitere Informationen zu IBM finden Sie unter:
ibm.com/de/pressroom

Weitere Informationen für Journalisten:
IBM Deutschland GmbH
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Geschäftsbereich Mittelstand und Business Partner
Sabine Büttner
Telefon: (0711) 785-5898
Telefax: (0711) 785-4528
E-Mail: Sabine_Buettner@de.ibm.com