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Ideen von IBM. Stream-Computing.

Die Datenverarbeitung, mit der unser Planet smarter wird

Da unsere Welt immer instrumentierter und vernetzter wird, wächst die Menge an digitalen Informationen, die in unseren Systemen (Transport, Gesundheitswesen, Governance etc.) produziert werden, rasant an. Stream-Computing bietet enormes Potenzial, die verschiedensten Branchen dabei zu unterstützen, „die reale Welt bewusster wahrzunehmen“, also direkte Veränderungen in komplexen Systemen wahrzunehmen, darauf zu reagieren und diese sogar vorherzusagen.

Toronto, Kanada: Medizinische Behandlung Neugeborener (US)
Bei der medizinischen Behandlung der kleinsten schwerkranken Patienten der Welt kann schon die geringste Abweichung bei den biomedizinischen Werten (z. B. bei der Herzfrequenz) eine Wende zum Schlechteren bedeuten. Frühchen müssen besonders gründlich überwacht werden, da solche Veränderungen bis zu 24 Stunden vorher erkannt werden können. Derzeit werten Ärzte verschiedene Überwachungsgeräte manuell aus und erhalten Rückmeldungen von den zuständigen Krankenschwestern. Dabei verlassen sie sich häufig auf herkömmliche, papierbasierte Systeme.

IBM arbeitet mit dem Institute of Technology der University of Ontario zusammen, um eine InfoSphere Streams-Anwendung zu testen, die einen konstanten Strom medizinischer Daten aus innovativen Sensoren und traditionellen Überwachungsgeräten erfasst. Die Software kann Forschungsergebnisse einspeisen, damit die Daten praktisch in Echtzeit ausgewertet werden können und Ärzte genauer und schneller Veränderungen am Zustand eines Säuglings vorhersagen können. Nach Abschluss der Entwicklungsarbeiten wird die Software in der Lage sein, bis zu 500 Werte pro Säugling pro Sekunde zu verarbeiten.

Diagramm: Im neuen Stream Computing Centre in Dublin in Irland können Experten Stream-Computing-Lösungen für Kunden in Europa und im Nahen und Mittleren Osten anpassen, Anwendungen und Datenanalysen für spezielle Implementierungen entwickeln und von den Erfahrungen im Bereich Cloud-Computing vor Ort profitieren.

Dublin, Irland: Messdaten für Meeressäugetiere
Das "Marine Institute" und IBM arbeiten zusammen an einer Stream-Computing-Anwendung, die zur Überwachung der Gewässer der Galway Bay genutzt werden könnte. Durch die Verarbeitung des Datenflusses von Echtzeit-Tonsignalen, die über an Bojen montierte Hydrophone erfasst werden, soll InfoSphere Streams Experten dabei unterstützen, Populationen von Meeressäugern zu überwachen. Die Analysen könnten beispielsweise die Anzahl, Aufenthaltsorte und Arten bestimmter Spezies in einem bestimmten Bereich umfassen. Experten könnten damit das empfindliche Ökosystem besser verstehen und die Auswirkungen natürlicher und vom Menschen verursachter Ereignisse (z. B. ein Temperaturanstieg oder eine Veränderung des Schiffverkehrs) besser vorhersagen.

Uppsala, Schweden: Direktvorhersage des Weltraumwetters (US)
IBM arbeitet mit der Universität von Uppsala und dem Schwedischen Institut für Raumfahrtphysik an der Verwendung von Stream-Computing zur Analyse riesiger Mengen von Funkübertragungen im Hochfrequenzbereich in Echtzeit, um das Weltraumwetter besser zu verstehen. Störungen in der Atmosphäre können Satelliten-, Kommunikations- und Stromübertragungen unterbrechen und damit wichtige Infrastrukturen lahmlegen. InfoSphere Streams analysiert die eingehenden Datenflüsse (die neuen Antennen können eine noch größere Vielzahl von Funkdaten im Datenstrom übertragen als je zuvor) und hebt die entscheidenden Bestandteile für die Wissenschaftler heraus, der Rest wird als unwichtig herausgefiltert. Auf diese Weise können Wissenschaftler Ereignisse nicht nur vorhersehen, sondern direkt vorhersehen.

Toronto, Kanada: Belebung des Börsenhandels
IBM und TD Securities entwickeln unter Verwendung von InfoSphere Streams das schnellste, automatisierte Optionssystem für den weltweiten Börsenhandel. Im Test analysierte das System Daten 21mal schneller als das Options Price Reporting Authority-System (OPRA), der größte Marktdatenfeed der Welt, und behielt dabei extrem niedrige Endpunkt-zu-Endpunkt-Latenzzeiten bei. Vorherige Seite

Diagramm: Potenzielle Nutzungsmöglichkeiten für Stream-Computing: Erkennung von Großflächenbränden, intelligentes Verkehrsmanagement, Fertigung, Cybersicherheit

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