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RFID-Tags. Sie können mehr als Strichcodes, sie verändern die Art und Weise, wie die Welt funktioniert

Überblick:

Ein Skifahrer in Norwegen passiert das Drehkreuz der Liftstation, ohne abzubremsen und den Skipass vorzuzeigen. In einem dänischen Vorort wird der Blutdruck einer Frau überwacht, während sie im Garten Unkraut jätet. Während einer Sicherheitsübung in einer kanadischen Erdölraffinerie werden mehr als 200 Mitarbeiter schnell evakuiert und sofort identifiziert.

Was haben all diese Szenarien miteinander gemein? RFID – Radio Frequency Identification. Weltweit und in allen Branchen nimmt die Zahl der Anwendungsmöglichkeiten für diese sich ständig weiterentwickelnde Technologie mit exponentieller Geschwindigkeit zu. Bei den Innovationen ging es in den vergangenen zehn Jahren vor allem darum, exakte Daten zu erfassen und sicherzustellen, dass die Etiketten auf Kartons und Paletten lesbar sind. Nun verlagert sich der Schwerpunkt auf die Integration von RFID und anderen Sensordaten, nicht nur innerhalb des Unternehmens, sondern in der gesamten Wertschöpfungskette des Unternehmens.

Auf dem Markt gibt es drei verschiedene Sensortypen

Passives RFID-TagPassives RFID-Tag – „Was ist es?“
Ein passives RFID-Tag enthält keine Batterie; der Strom wird vom Lesegerät geliefert. Wenn die Funkwellen vom Lesegerät auf ein passives RFID-Tag treffen, erzeugt die im Tag enthaltene spulenförmige Antenne ein Magnetfeld. Daraus bezieht das Etikett den Strom für seine Elektronik und übermittelt die Daten in codierter Form an seinen Speicher.

Aktives RFID-TagAktives RFID-Tag – „Wo ist es?“
Ein aktives RFID-Tag enthält eine Batterie, die für die teilweise oder vollständige Stromversorgung der Schaltlogik und der Antenne des Tags genutzt werden kann. Einige aktive Tags haben auswechselbare Batterien und können jahrelang verwendet werden; andere sind versiegelte Einheiten.


Zustandssensoren Zustandssensoren – „Wie ist es?“

Tags mit Zustandssensoren verfügen nicht nur über eine Batterie, sondern auch über eine Schaltlogik, die die Diagnosedaten liest und an das Sensorensystem zurück überträgt. Die Tags überwachen die Umgebungsbedingungen, kommunizieren mit anderen Elementen und erfassen gemeinsam Daten, die ein einzelner Sensor nicht erkennen könnte. Diese Informationen werden dann über die Netzsoftware wieder in die Back-End-Systeme eingespeist.  

Die Einführung der RFID-Technologie

Als RFID neu aufkam, wollten die ersten Anwender vor allem wissen, ob die neue Technologie bei ihnen auch funktionieren würde. So begann eine Zeit der Tests und Pilotimplementierungen. Nachdem sich die Technologie als zuverlässig erwiesen hatte, erkannten die Anwender, dass sie nun eine Menge Daten erhielten, aber keine Möglichkeit hatten, diese über die ursprüngliche Funktion hinaus zu verwerten. Der Schwerpunkt der Innovation hat sich inzwischen auf die Umwandlung der Daten in nutzbare Erkenntnisse über das Unternehmen verlagert, die zu weiteren Innovationen bei Prozessen und Strategien beitragen können.

RFID wird mittlerweile überall eingesetzt und hat in den Branchen Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Automobil, Konsumgüter, Pharmazie, Transport, Touristik und im öffentlichen Dienst zu echten Innovationen geführt. Und branchenübergreifende Investitionen in erweiterte Internettechnologien, zu denen RFID und Sensorennetze gehören – kurbeln den Markt weiter an, bis er 2012 ein Volumen von 11,6 Mrd. US-Dollar haben wird. [Global Extended Internet Forecast 2006-2012, Forrester Research, Inc., September 2006] Ein weiterer Faktor für diese stetige Verbreitung von RFID sind die ebenso stetig sinkenden Kosten dieser Technologie. Tags sind in den vergangenen Jahren um 40 Prozent billiger geworden.

Fazit

Der wahre Nutzen der RFID-Technologie liegt in den Erkenntnissen, die aus der Kennzeichnung, dem Einsatzort und der nachfolgenden Überwachung von Artikeln gewonnen werden und im Unternehmen verwertet werden können.

Doch immer noch denkt man in vielen Unternehmen sofort an „Einzelhandel“, wenn von „RFID“ die Rede ist. Das ist ein teurer Irrtum. Bei RFID kommt es nicht auf die Branche an, sondern auf den geschäftlichen Nutzen. RFID ist mehr als ein Scannersignal. Diese Technologie sorgt für eine nie gekannte Transparenz im Unternehmen, sei es in der Produktion, in den betrieblichen Abläufen oder bei Geschäftspartnern, mit dem Ergebnis, dass Probleme und neue Geschäftschancen erkannt werden können. Dies kann sich positiv auf die Geschäfte auswirken. RFID ist ein leistungsfähiges Instrument, das nicht nur zahlreiche Informationen liefert, sondern auch eine echte geschäftliche Innovation darstellt.

Arzneimittel nachverfolgen

Grafik 2: Die CSR-Wertschöpfungskurve: ein Wechsel von Kosten und Erträgen

Arzneimittelfälschungen sind ein sehr teures und potenziell tödliches Problem. Eine Lösungsmöglichkeit besteht darin, legale Arzneimittel mit RFID-Tags zu kennzeichnen und während der gesamten Produktkette von der Produktion bis ins Apothekenregal zu verfolgen. Die Einrichtung solcher Systeme wird von vielen Regierungen und Behörden weltweit befürwortet, da Produkt- und Patientensicherheit von globaler Wichtigkeit sind.

Frische liefern

Grafik 2: Die CSR-Wertschöpfungskurve: ein Wechsel von Kosten und Erträgen

Laut Untersuchungen von AMR Research entfallen 50 Prozent des Gewinns von Lebensmittelhändlern und 60 Prozent des Schwunds durch Verderben oder Diebstahl auf Frischwaren. Dank einer Überwachung der Temperatur verderblicher Produkte, während sie die Kühlkette durchlaufen, kann die Qualität und Haltbarkeit von Frischwaren wie Obst und Gemüse verbessert werden. Vom Anbau über die Weiterverarbeitung, den Lkw-Transport bis zur Laderampe des Supermarkts kann eine RFID-Lösung Lebensmittelhändlern helfen, die Stellen in der Lieferkette zu ermitteln, an denen die Produkte zu kalt oder zu warm werden und entsprechend Abhilfe schaffen.

Sicherheit verbessern

Grafik 2: Die CSR-Wertschöpfungskurve: ein Wechsel von Kosten und Erträgen

In einer potentiell gefährlichen Umgebung wie einer Erdölraffinerie oder einer Erdgasanlage kann es zu einer Katastrophe kommen, sei sie von der Natur oder vom Menschen verursacht. Oberste Priorität hat dabei in jedem Fall die Sicherheit der Mitarbeiter. Ein RFID-System ermöglicht eine unmittelbare Identifizierung und Ermittlung der genauen Zahl der evakuierten Personen. Angesichts der Terrorgefahr ist die Möglichkeit, die Menschen in sensiblen Bereichen und deren Umgebung überwachen zu können, gleichermaßen wichtig für den Schutz von Personen und von Anlagen.

Effizienter arbeiten

Grafik 2: Die CSR-Wertschöpfungskurve: ein Wechsel von Kosten und Erträgen

Mit dem internen Einsatz von RFID-Lösungen in einer Fabrik eröffnet sich die Möglichkeit völlig neuer Produktionsabläufe. Die Kraftfahrzeug-, Elektronik- und Luft- und Raumfahrtbranchen sind führend bei der Implementierung von RFID. Diese Technologie kann dazu beitragen, Nacharbeiten zu minimieren, Ausfallzeiten der Fertigungsstraßen zu verringern und das Auffüllen von Just-in-time-Material für die Produktion zu ermöglichen. RFID-Tags und -Lesegeräte können sogar Montagebandprozesse automatisieren und so Aufwand, Kosten und Fehler in der Produktion reduzieren helfen.

Auf dem Schulweg

Grafik 2: Die CSR-Wertschöpfungskurve: ein Wechsel von Kosten und Erträgen

Schulbusrouten müssen gleichzeitig planbar, optimierbar und vor allem sicher sein. Mithilfe einer RFID-Implementierung kann überprüft werden, ob ein Bus seine vorgeschriebene Route einhält und die Bewertungskriterien für die Fahrplaneinhaltung festlegen. Außerdem kann auf telemetrische Funktionen für Sicherheitsfunktionen zugegriffen.



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