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Ideen von IBM. 5 Innovationen in den nächsten 5 Jahren.

Ideen von IBM. 5 Innovationen in den nächsten 5 Jahren.

Ein Ausblick: Wie wir in Zukunft leben und arbeiten werden

Solarenergie: Nutzung der Kraft von 2.300 Sonnen

Stellen Sie sich ein Kind vor, das ein Vergrößerungsglas an ein Blatt hält. Das Glas bündelt die Sonnenstrahlen, die dadurch so stark werden, dass sie ein Feuer entzünden können. Dasselbe Prinzip wenden IBM Forscher mit ihren neuen Photovoltaik- oder Solarzellen an.

Solar energyIn den nächsten fünf Jahren werden wir mit innovativer Technologie Solarenergie einfangen können, die der Kraft von 2.300 Sonnen entspricht – das ist die bislang größte Energiedichte auf einem Quadratzentimeter.

Die Kunst besteht natürlich darin, zu vermeiden, dass die winzige Solarzelle in Flammen aufgeht. Wirkt die Kraft von 2.300 Sonnen auf eine so kleine Fläche ein, entsteht genug Hitze, um Stahl zu schmelzen (was die Forscher bei ihren Experimenten mit eigenen Augen sehen konnten). Das Team machte sich jedoch Innovationen aus der IBM Forschung auf dem Gebiet der Kühlung von Computerchips zunutze und konnte damit die Solarzelle von mehr als 1.600°C auf nur noch 85°C abkühlen.

Wofür werden wir diese Solarzellen einsetzen? Zunächst können wir mehr Energie mit geringerem Aufwand erzeugen. Die Energie, die diese Zellen einfangen, wird in 70 Watt nutzbaren elektrischen Strom umgewandelt – das entspricht ungefähr dem Fünffachen der Energiedichte, die von normalen Zellen in Solarfarmen erzeugt wird.

Die IBM Wissenschaftler entwickeln außerdem völlig neue dünnschichtige Solarzellen, die auf einem flexiblen Untergrund angeordnet werden können. Dadurch können sie nicht nur auf dem Dach, sondern auch an der Seite von Gebäuden angebracht werden und eignen sich zudem für getönte Scheiben, Mobiltelefone, Notebooks, Autos und sogar Kleidung.

Voice Browsing: Sprachgesteuertes Surfen im Web

Die Bedienung eines Computers per Sprachsteuerung ist nichts Neues, wird jedoch künftig sehr viel interaktiver ablaufen. IBM hat eine neue Technologie entwickelt, die das Internet mehr als einer Milliarde neuer Benutzer weltweit kostengünstiger und einfacher zugänglich machen wird, ohne dass ein herkömmlicher Computer benötigt wird.

Wer brauch ein sprachgesteuertes Web? In den nächsten fünf Jahren werden Sie im Internet surfen können, ohne Ihre Hände zu gebrauchen – nur durch den Einsatz Ihrer Stimme. Neue Technologie wird die Art und Weise verändern, wie Menschen Informationen und E-Commerce-Websites entwickeln und erstellen und damit interagieren – über Sprache statt Text.

Wenn man einen Suchbegriff aussprechen und sich die Suchergebnisse vorlesen lassen kann, sind Tastaturen und Tippkenntnisse überflüssig. Damit steht das Web völlig neuen Benutzern offen. (Tatsächlich haben heute nur 17 Prozent der Weltbevölkerung Zugang zum Internet.) Diese als „Spoken Web“ bezeichnete Technologie wird die Art und Weise verändern, wie Menschen Webinhalte erschaffen, auf Informationen zugreifen und Onlinetransaktionen durchführen – indem sie Sprachinteraktionen über Mobiltelefone statt Computer- und Textschnittstellen verwenden.

Stellen Sie sich vor, Sie könnten ganz einfach per Telefon:

  • Onlinewerbung posten und scannen und darauf antworten,
  • auf Ihr Lieblingsrezept zugreifen, während Sie kochen, um die Backtemperatur oder fehlende Zutaten zu überprüfen,.
  • Ihre Lieblingssite oder Ihren Lieblingsblog in einem sozialen Netzwerk aktualisieren,
  • während der Fahrt die Fahrtroute abrufen und einen Tisch in einem Restaurant buchen, das in der Nähe ist und gute Bewertungen erhalten hat.

Durch Verwendung dieser „VoiceSites“ können auch Menschen, die keinen Zugang zu einem webfähigen Computer haben oder mit Behinderungen leben oder nicht lesen oder schreiben können, alle Vorzüge und allen Komfort des Web nutzen. Damit wird das World Wide Web noch ein bisschen „wider“.

Digitale Assistenten: Betreten Sie die digitale Umkleidekabine

Digital assistants Digitale Assistenten Stellen Sie sich vor, Sie probieren gerade in einer Umkleidekabine ein paar neue Kleidungsstücke an. Die ausgesuchte Hose ist aber zu groß. Oder die Farbe steht Ihnen nicht. Oder Sie hätten gerne einen Gürtel dazu. Heute müssten Sie jemanden um Hilfe bitten, der Ihnen das Gewünschte bringt. In Zukunft wird das anders sein.

In den nächsten fünf Jahren wählen Sie einfach im Kiosksystem der Umkleidekabine die gewünschten Kleidungsstücke, Schuhe oder Accessoires aus, um die bereits gewählten Artikel zu ergänzen oder zu ersetzen.

Wenn Sie Ihre Wahl getroffen haben, wird eine Verkäuferin benachrichtigt, die die gewünschten Artikel einsammelt und direkt zu Ihnen bringt. Und falls ein bestimmter Artikel gerade nicht auf Lager ist, bietet Ihnen der digitale Einkaufsassistent die Möglichkeit, den betreffenden Artikel direkt vom Kiosksystem zu kaufen und sich nach Hause liefern zu lassen. Oder der Assistent kann Ihnen sagen, welche anderen Geschäfte in der Nähe den Artikel auf Lager haben und ihn dort für Sie zurücklegen lassen.

Und was, wenn Sie alleine auf Shoppingtour sind und gerne eine zweite Meinung hätten, bevor Sie sich für ein neues Outfit entscheiden? Mit dem digitalen Einkaufsassistenten ist auch das kein Problem. Denn damit können Sie Fotos von sich in unterschiedlichen Kombinationen machen und per E-Mail oder SMS an Ihre Freunde und Familie (und an sich selbst) schicken, um deren Meinung einzuholen.

IBM verändert das Einkaufserlebnis durch folgende Möglichkeiten:

  • Garantierte Produktverfügbarkeit – Im Rahmen eines Pilotprogramms wurden ca. 30.000 Bekleidungsartikel mit RFID-Etiketten der zweiten Generation ausgestattet, die sich durch eine extrem hohe Frequenz auszeichnen. Die Mitarbeiter verwenden das System, um die von Kunden gesuchten Artikel zu finden und den Bestand zu überwachen und so sicherzustellen, dass gängige Artikel stets verfügbar sind.
  • Gutscheine „on the go“ – Einzelhändler können erkennen, ob Kunden in ihren Geschäften sind, und ihnen relevante Gutscheine auf ihre Mobiltelefone senden.

Da sich Shopping zu einer Art Volkssport entwickelt, werden die digitalen Assistenten der Zukunft besser ausgestattet sein, um den Kunden alle Wünsche und Anforderungen zu erfüllen. Auf die Plätze, fertig, los! Der Einkaufswettlauf hat begonnen. (Weiter zu Seite 2)

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