Virtuelle Welten wie Second Life® oder World of Warcraft® sind momentan die bekanntesten und meist besuchten 3D-Online-Plattformen. Schon heute bewegen sich etwa 16 Millionen Menschen in virtuellen Welten und es werden täglich mehr. Mit einem selbst geschaffenen Avatar kann der Nutzer beispielsweise in Second Life in den dort von anderen Nutzern geschaffenen Gebäuden und Räumen auf Endeckungsreise gehen.
Die 3D-Animation vermittelt dabei im Gegensatz zum heutigen Internet ein bisher unbekanntes Raumgefühl. IBM ist überzeugt, dass heutige Soft-und Hardwaretechnologien, die Konzepte des Web 2.0 sowie die steigende Attraktivität von Online-Spielen und virtuellen Welten zu einem 3D-Internet führen werden.
Im IBM Forschungs- und Entwicklungszentrum Böblingen haben erst vor einigen Monaten einige Mitarbeiter eine „Böblinger Virtual Worlds Community“ gegründet, um in ihrer Freizeit Teile des IBM Forschungs- und Entwicklungszentrum Böblingen in Second Life nachzubauen und zu experimentieren, was in Second Life möglich ist. Inzwischen wurde bereits ein Kompetenzzentrum gegründet, deren Experten in der Zukunft Kunden rund um Themen wie Web 2.0 und virtuelle Welten in technologischer Hinsicht beraten können.
Der Experte:
Ansgar Schmidt aus dem deutschen IBM Forschungs- und Entwicklungszentrum ist einer der Pioniere in Second Life und Experte auf dem Gebiet der virtuellen Welten. In einem Interview erklärt er, was sich IBM von den Investition in virtuelle Welten verspricht und welchen Einfluss diese nächste Evolution des Internet auf viele Bereiche haben werden, sei es im Unternehmensumfeld, im gesellschaftlichen Kontext oder auch im Privatleben.
Dass IBM an die Zukunft von 3D Internet glaubt, zeigt auch die Gründung einer speziellen Geschäftseinheit, einer so genannten Emerging Business Opportunity (EBO), die sich dem Thema Virtual Worlds & Digital Convergence widmet. IBM arbeitet mit einer Reihe von Kunden zusammen, um sie zu beraten und gemeinsam zu erforschen, welches Potential für ihre Geschäftsmodelle in den virtuellen Welten steckt. Auf alle Fälle bietet Second Life Unternehmen die Möglichkeit, sich dort als innovatives Unternehmen zu präsentieren. Der Fokus der IBM-Aktivitäten liegt in folgenden Bereichen: dem Wandel vom e-business zum v-business, der Möglichkeiten globaler Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg und der Lust am Experimentieren in virtuellen Welten. Das Ziel ist es, eine „inter-world-integration“ zu schaffen, um virtuelle Welten durch offene Standards miteinander verbinden zu können.
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Weitere Informationen:
IBM Virtual Worlds
N24: Kampf um das Internet der Zukunft
DSLteam.de: IBM: Das Internet wird dreidimensional

