Mit unglaublicher Geschwindigkeit rast der Tourenwagen auf eine Spitzkehre zu - wenn er jetzt nicht bremst, wird er aus der Kurve fliegen. Schon qietschen die Reifen, als der Fahrer viel zu spät einschlägt und versucht, den Wagen noch durch die Kurve zu bringen. Im nächsten Moment spritzt der Sand der Pistenbegrenzung über die Windschutzscheibe. Keine Chance - er rast in die Fangzäune. "Mist, Game Over!", ärgert sich der Fahrer und steht von seinem Stuhl auf. Ihm ist nichts passiert - die ganze Szene ist nur täuschend echt in einem Computerspiel nachgestellt. Solche extrem realitätsnahen Simulationen ermöglichen Hochleistungs-Prozessoren, die in Spielekonsolen und Computern eingesetzt werden.
Darfs ein bisschen mehr sein?
Die neue Generation von speziell designten Prozessoren sorgen durch
eine extrem große Anzahl von parallelen Rechenoperationen
dafür, dass sich in der virtuellen Welt Lichtreflexe auf Karosserien
spiegeln, Gegenstände nach physikalischen Regeln rollen, fallen
oder fliegen und Natur auch wie Natur aussieht.
Aber auch in der Wissenschaft sind die Chips im Einsatz, zum Beispiel bei der grafischen Darstellung von komplexen Vorgängen im Körper oder zur Visualisierung von geologischen Daten.
Mooresches Gesetz und kein Ende?
In der ersten Ausgabe des Podcasts "Experten im Gespräch"
des IBM Forschungs- und Entwicklungszentrums in Böblingen stellen Stefan Wald
und Ingo Aller einige Trends in der Prozessorentwicklung vor. Beide
gehören zum Expertenteam des Böblinger IBM-Entwicklungszentrums-.
Sie erörtern, ob und wo es ein Ende des Mooreschen Gesetzes
gibt. Gordon Moore sagte 1969 voraus, dass sich die Transistormenge
auf einem Chip und damit auch seine Leistung alle 18 Monate verdoppeln
würde. Diese Voraussage ist als Moorsches Gesetz bekannt geworden.
Sie geben einen Einblick in Ihren Arbeitsbereich und stellen das
Konzept des Cell-Prozessors vor, an dem sie maßgeblich mitgearbeitet
haben und das sie als richtungsweisend für die Prozessorentwicklung
der kommenden Jahre bezeichnen.
Cell
Mikroprozessor: Der Cell ist ein Multicore-Chip mit einem 64-Bit-Power-Prozessorkern
und acht synergetischen Prozessorkernen. Er ist bis zu zehn Mal
schneller als aktuelle PC-Prozessoren. Zum Einsatz kommt Cell künftig
zum Beispiel in neuen Hochleistungsgeräten für den digitalen
Heimbereich.
Proteinfaltung:
Mit dem größten Supercomputer der Welt, dem Blue
Gene/L-Supercomputer am Lawrence Livermore National Laboratory in
Kalifornien wird u.a. die Faltung von menschlichen Proteinen berechnet.
Mediziner erhoffen sich davon ein besseres Verständnis von
Krankheiten und neue Heilmöglichkeiten.
Die Experten:
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Stefan
Wald Stefan Wald ist Hauptabteilungsleiter des Bereiches Microprocessor Development im IBM Forschungs- und Entwicklungszentrum Böblingen. Seine aktuellen Projektschwerpunkte sind die Entwicklung von Mikroprozessoren für IBM zSeries- und pSeries-Server, sowie für Spielekonsolen, wie zum Beispiel die XBox 360 von Microsoft und die Sony Playstation3. |
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Ingo
Aller Ingo Aller ist Abteilungsleiter des Bereichs Schaltkreisentwicklung für IBM eServer Prozessoren im IBM Forschungs- und Entwicklungszentrum in Böblingen. In seinen Verantwortungsbereich fallen das Schaltkreis-Design von logischen Prozessoreinheiten und Speicherstrukturen sowie der Designumgebung (Design-Tools). Seine aktuellen Projekte liegen in der Prozessor-Entwicklung für IBM pSeries- und zSeries-Server. Aller arbeitet außerdem in internationalen Entwickler-Teams an der Definition von zukünftigen Chiptechnologien. |
Links zum Thema:
Kontakt:
IBM Deutschland Research & Development GmbH
Michael Kiess
Manager of Communications
Schönaicher Str. 220
D-71032 Böblingen
Tel: +49 7031 16 4051
E-Mail: michael_kiess@de.ibm.com



