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Geschichte der IBM in Deutschland

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2000
Bild: EXPO 2000
Bild: EXPO 2000
IBM ist auf der EXPO 2000 in Hannover mit dem "Planet of Visions" vertreten, der mit phantastischen Szenarien der Vergangenheit und Zukunft das Leistungsspektrum moderner Informationssysteme demonstriert.

Die Olympischen Sommerspiele in Sydney 2000 markieren den Höhepunkt der 40-jährigen Partnerschaft zwischen IBM und dem Olympischen Komitee (IOC). Seit 1984 ist IBM offizieller Sponsor des IOC; 1993 wurde IBM zum weltweiten Partner für Informationstechnologie der Olympischen Spiele bis ins Jahr 2000 ernannt.

Einführung des neuen Arbeitsplatzkonzeptes "e-place" in der IBM Hauptverwaltung in Stuttgart. Bis hinauf in die Geschäftsführung gibt es keine Einzelbüros mehr. Ziel der neuen Großraumbüros mit flexibel nutzbaren Arbeitsplätzen ist die Verbesserung der Kommunikation und Interaktion.

Im September eröffnet IBM das e-business Innovation Center in Hamburg. IBM Kunden erhalten dort das gebündelte Wissen im Bereich e-business.

IBM erhält für das Projekt "Bach Digital" den internationalen Sponsoring Award 2000 in der Sparte Kultursponsoring. In dem Projekt wird die erste digitale Bach-Bibliothek mit offenem Internetzugang realisiert. Neben einer Reihe von niemals zuvor veröffentlichten Dokumenten werden erstmals nahezu alle vorhandenen Bach-Autographen virtuell zusammengeführt und einem interessierten Publikum unter www.bachdigital.org den zentralen Zugriff auf diese wertvollen Dokumente gestattet.

Der IBM Geschäftsbereich NetGeneration zur Betreuung von Internet-Unternehmen wird gegründet.

IBM präsentiert die neue Servermarke eServer und stellt die siebte Generation der S/390-Rechner die eServer zSeries 900 vor. Gleichzeitig wird ein neues Preismodell für eServer eingeführt: der Preis wird der tatsächlich genutzten Software- und Hardwareleistung angepaßt.

2001
Bild: Bürokomplex in Stuttgart-Vaihingen 2001
Bild: Bürokomplex in Stuttgart-
Vaihingen 2001
Im Februar besucht Bundeskanzler Gerhard Schröder die IBM Hauptverwaltung in Stuttgart.

Der IBM PC wird 20 Jahre alt. Heute ist der PC aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken: Derzeit gibt es rund 625 Millionen Computer-Anwender. Für eine Rechenoperation, für die der heutige PC eine Sekunde braucht, waren 1981 noch über zwei Stunden nötig.

Im August geht der schnellste Supercomputer der Welt im "National Nuclear Security Laboratory" an den Start. IBM "ASCI White" leistet 12,3 Billionen Rechenleistungen pro Sekunde und kann Nuklear-Detonationen am Computer simulieren. Der Arbeitsspeicher von "ASCI White" übertrifft den eines normalen PC um das 50000 fache. Er nimmt die Größe von zwei Basketballfeldern ein und hat ein Gewicht von über 106 Tonnen.

Die Niederlassung Stuttgart feiert 75-jähriges Jubiläum: Der Unterschied des alten Gebäudes der DEHOMAG, die 1926 im Salamanderbau an der Königsstraße ansässig war, zum modernen Bürokomplex am Autobahnkreuz Stuttgart-Vaihingen ist für jeden sichtbar.

Aus einer DEHOMAG-Geschäftsstelle in Berlin wurden über 40 Niederlassungen im Bundesgebiet. Die Mitarbeiteranzahl ist von ehemals sieben auf über 26 000 im Jahr 2000 gestiegen.

2002
Bild: Palmisano und Gerstner
Bild: Palmisano und Gerstner
Samuel J. Palmisano löst im März IBM Chef Louis V. Gerstner ab. Dieser behält den Vorsitz im Verwaltungsrat von IBM noch bis zum Jahresende. Gerstner war 1993 IBM Chef geworden. Palmisano trägt den Titel "Chief Executive Officer" oder Unternehmenschef und behält auch seinen Präsidententitel.

Serverleistung wird mittels e-business on demand so leicht verfügbar gemacht wie Strom aus der Steckdose. Zukünftig kann man nach Bedarf virtuelle Linux-Server mieten. Diese sollen die teure Hardware und die aufwendige Administration des Serverbetriebs ersetzen.

IBM kauft die globale Consultingsparte des Wirtschaftsprüfers PricewaterhouseCoopers (PwC). Der Kauf von PwC-Consulting ist die erste große Firmenübernahme IBMs, seit Samuel Palmisano Chef des Konzerns wurde.

2003
Im Zuge der weltweiten Konsolidierung von Consulting-Einheiten der IBM wird die IBM Unternehmensberatung GmbH zum 1. Januar 2003 in IBM Business Consulting Services integriert. Als eine der zehn führenden Management-Beratungen in Deutschland bringt die 100-prozentige IBM Tochter mit zirka 340 Beraterinnen und Beratern Kompetenz und Erfahrung in allen Schlüsselindustrien mit.

Walter Raizner wird Nachfolger von Erwin Staudt als Vorsitzender der Geschäftsführung.

Das deutsche IBM Forschungs- und Entwicklungszentrum feiert sein 50-jähriges Jubiläum. Seit 1953 treibt die Böblinger Ideenschmiede in enger Zusammenarbeit mit anderen IBM Forschungs- und Entwicklungsstätten strategische Entwicklungen und Technologien der IBM Corporation voran. Zu den Meilensteinen aus Böblingen zählen beispielsweise 50 Jahre kontinuierlicher Chip- und Serverentwicklung: von der ersten Rechnerfamilie S/360 bis hin zur Portierung des freien Betriebssystems Linux auf einen Großrechner.

2004
Johann Weihen, bisher General Manager IBM CEMA (Osteuropa, Mittlerer Osten, Afrika), löst im September Walter Raizner als Vorsitzender der Geschäftsführung der IBM Deutschland GmbH ab.

2005
IBM, Sony und Toshiba präsentieren den Cell/B.E.-Prozessor. Durch seine Architektur eignet er sich besonders gut für rechenintensive und breitbandige Anwendungen in Naturwissenschaften, Wirtschaft und Gaming. Zum Einsatz kommt er unter anderem in Sonys Spielekonsole Playstation3, IBM Blade Server und dem weltweit ersten Petaflop-Supercomputer im Forschungszentrum Los Alamos.

2006
Martin Jetter wird im November Nachfolger von Johann Weihen als Vorsitzender der Geschäftsführung.

50 Jahre Festplatte: Am 13. September 1956 stellte IBM das erste Plattenspeichersystem der Welt vor, die "IBM 350 Plattenspeichereinheit". Die Festplatte im Kleiderschrankformat wog fast eine Tonne und konnte bis zu fünf Millionen Zeichen auf einundfünfzig mit Eisenoxyd-beschichteten Platten speichern, jede mit einem Durchmesser von 61 cm.

2007
Bild: Samuel J. Palmisano
Bild: Samuel J. Palmisano
IBM übernimmt den kanadischen Business Intelligence Spezialisten Cognos. Die Akquisition mit einem Volumen von rund fünf Milliarden US-Dollar erfolgt im Rahmen der Information on Demand Strategie von IBM und hat zum Ziel, die Marktposition des Unternehmens in diesem Wachstumsbereich weiter auszubauen.

IBM startet das Projekt "Big Green" und investiert seither eine Milliarde US-Dollar pro Jahr, um die Energieeffizienz in der Informationstechnik dramatisch zu erhöhen. Die Initiative umfasst einen Plan für neue Produkte und Services, um den Rechenzentrumsenergieverbrauch und seine Auswirkungen auf die Umwelt bei IBM und ihren Kunden stark zu reduzieren.

2008
IBM stellt neue Großrechner-Generation vor: Der Großrechner "System z10" wurde entwickelt, um die Rechenzentrumseffizienz zu steigern, indem Leistung, Energieeinsparung, Kühlkosten und Flächenbedarf deutlich verbessert werden.

Zum 1. Juli führt die IBM in Deutschland eine neue Konzernstruktur ein. Mit einer Neuausrichtung nach Kernkompetenzen positioniert sich die IBM noch klarer als global integriertes Unternehmen mit einem langfristigen und nachhaltigen Wachstumsmodell.