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Geschichte der IBM in Deutschland

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1970
Bild: IBM 370 Konsole
Bild: IBM 370 Konsole
Die IBM Deutschland hat inzwischen 22 459 Mitarbeiter. Der Umsatz ist auf 3,067 Milliarden gestiegen.

Im Werk Berlin beginnt der Bereich Textverarbeitung mit der Kopierer-Herstellung. In Hannover wird das vierte Werk eröffnet. In Mainz nimmt die zentrale Schule für den gesamten technischen Außendienst die Arbeit auf, hier werden auch Kundendiensttechniker aus 15 europäischen Ländern unterrichtet.

Im Sommer 1970 wird das IBM System/370 mit den Modellen 155 und 165 angekündigt. Wenig später das Modell 145 mit voller monolithischer Speichertechnik. Auf einer einzigen Steckkarte befindet sich fast die ganze 1401-Logik.

1972
Bild: Hauptverwaltung in Stuttgart
Bild: IBM Hauptverwaltung
in Stuttgart
Die Hauptverwaltung der IBM wird von Sindelfingen nach Stuttgart verlegt. Die neuen Gebäude sind nach Entwürfen von Prof. Eiermann entstanden. Die Gesellschaft firmiert jetzt als "IBM Deutschland GmbH". Die Niederlassung in München bezieht ein neues Gebäude.

Das Böblinger Labor entwickelt das bisher dichteste FET-Chip "Riesling". Als Chip für ein bestimmtes Baumuster erreicht es die höchste Stückzahl der Welt.

1973
Mit den Computern der Familie IBM System/370 geht der Trend zur Mikro-Miniaturisierung, zu größeren Speicherkapazität und zu höheren Rechengeschwindigkeiten. Der Computer passt sich jetzt immer mehr an die Organisation an. Die erste Schreibmaschine mit Korrektureinrichtung, die IBM 82C, erscheint auf dem Markt. Sie wird in Berlin hergestellt.

1974
Bild: IBM 370
Bild: IBM 370
Ein neues IBM Werk wird in Berlin eingeweiht. Dort werden elektrische Schreibmaschinen, Kopierer und Diktiergeräte hergestellt. Bei der Schreibmaschinen-Produktion wird das so genannte "Mini-Linie" Konzept verwirklicht, eine Form der Fertigung in kleinen Arbeitsgruppen. Das Warenverteilungszentrum in Nieder-Roden mit 450 Arbeitsplätzen und auf einem 150 000 m² großen Gelände wird eröffnet.

Die Druckerei in Sindelfingen wird geschlossen. Die IBM Deutschland beteiligt sich, zusammen mit anderen Unternehmen, am Modell der Berufsakademie in Baden-Württemberg. ein neuer Versuch, Abiturienten durch ständigen Wechsel von Theorie und Praxis besser auszubilden.

1975
Bild: IBM System/32
Bild: IBM System/32
Umorganisation in der IBM Deutschland. Im neugegründeten Bereich Text- und Datensystem werden die Geschäftszweige Basis-Datenverarbeitung und Textverarbeitung zusammengefasst.

Das IBM System/32 als Computer für kleine Unternehmen kommt auf den Markt. Dazu werden bereits fertige Programme angeboten.

In Essen wird das Ausbildungszentrum "Nord" eröffnet und das Lehrangebot auf 500 Lehrgangsarten mit 1500 Studienplätzen erweitert. Die Niederlassung in Nürnberg bezieht ein neues Gelände. Die IBM beschäftigt jetzt 24 429 Mitarbeiter. Der Umsatz hat sich auf 5,052 Milliarden DM erhöht.

1976
Bild: IBM 5100
Bild: IBM 5100
In Frankfurt bezieht die Niederlassung ein neues Gebäude. Der Tischcomputer IBM 5100 für kommerzielle und technisch-wissenschaftliche Anwendungen kommt auf den Markt.

1977
Das Werk Sindelfingen feiert 50-jähriges DV-Produktionsjubiläum. Neue Fertigungsanlagen werden in Böblingen (Hulb-West) in Betrieb genommen. In Hamburg bezieht die Niederlassung ein neues Gebäude.

1978
In Düsseldorf bezieht die Niederlassung ein neues Gebäude. Erste Auslieferung des Großrechners IBM 3033, der als Ergänzung der IBM System/370-Familie auf den Markt kommt. Die ehemalige IBM Hauptverwaltung in Böblingen wird abgerissen, um einer 15 000 m² großen Grünanlage Platz zu machen.

1979
Das neue Werk Hannover-Bermode wird im Mai eingeweiht. Hier und in acht weiteren Gebäuden fertigen über 850 Mitarbeiter Teile für Computeranlagen: z.B. Speicher- und Logikkarten, Magnetköpfe und Netzgeräte. Außerdem werden Peripheriegeräte für Datenverarbeitungsanlagen montiert. Dazu zählen Magnetplattenspeicher, Steuereinheiten und Datenverschlüsselungsgeräte.

Das Datensichtgerät IBM 3279 wird angekündigt. Es ist der erste Bildschirm der IBM, der es ermöglicht, Bilder und Zahlen farbig darzustellen.

Frank T. Cary, Vorsitzender des Board of Directors der IBM Corporation, besucht die IBM Deutschland und besichtigt das Werk Mainz.

Der Rechner IBM 4300 wird angekündigt. Er arbeitet mit dem neuen 64-K-Bit Chip, auf dessen Fläche von ca. 30 mm² 64 000 Speicherzellen untergebracht sind. Dadurch wird ein Preis-/Leistungsverhältnis ermöglicht, das einige Jahre zuvor noch nicht denkbar war.