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Geschichte der IBM in Deutschland

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1960
Arthur K. Watson, Präsident der IBM World Trade Corporation, besucht Böblingen anlässlich der Eröffnung des umgebauten Verwaltungsgebäudes. In Berlin wird der Grundstein für die Niederlassung Berlin gelegt. Die Anzahl der IBM Mitarbeiter ist auf 6900 gestiegen.

1961
Bild: IBM 72 mit Kugelkopf
Bild: IBM 72 mit Kugelkopf
Bild: Labor in Böblingen
Bild: Labor in Böblingen
Der Bau der Mauer in Berlin versperrt einigen Mitarbeitern den Weg zu ihrem Arbeitsplatz. Das 1953 gegründete Labor bezieht ein eigenes Gebäude in Böblingen und baut eine Abteilung für die Entwicklung von Halbleitern auf. Zum ersten Mal wird eine Meinungsumfrage unter den Mitarbeitern durchgeführt. Das IBM System 1401, der erste mit Transistoren und gedruckten Schaltungen ausgerüstete Computer wird ausgeliefert. Es wird ein Riesenerfolg. Das Werk Sindelfingen fertigt diesen Computer für den europäischen Markt. Der Bereich Textverarbeitung bringt die Kugelkopfmaschine, die IBM 72, auf den Markt. Das Werk Sindelfingen verlagert seine Schreibmaschinenproduktion nach Berlin, Amsterdam und Stockholm. Die Produktion wird auf die Herstellung von Leiterplatten umgestellt. Die mechanische Fertigung weicht chemischen Fertigungsprozessen.

1962
Bild: Niederlassung Berlin
Bild: Niederlassung Berlin
Die IBM Niederlassung am Ernst-Reuter-Platz in Berlin wird eingeweiht. Das Unternehmen expandiert. Zu Jahresbeginn ist die Anzahl der Mitarbeiter auf 9200 und der Umsatz auf 768 Millionen Mark gestiegen. Im Werk Berlin wird die hunderttausendste Schreibmaschine gebaut.

1963
Erste Produktgruppenerweiterung bei der Textverarbeitung: die Diktiergeräte der 200-er Serie. Die erste innerbetriebliche Stellenausschreibung wird durchgeführt. 26 offene Positionen werden angeboten.

1964
Bild: Walther A. Bösenberg
Bild: Walther A. Bösenberg
Walther A. Bösenberg wird Generaldirektor der IBM Deutschland. Die vier IBM Schulen aus dem Stuttgarter Raum werden in der zentralen DV-Schule Sindelfingen (später "Ausbildungszentrum Süd") zusammengefasst. Das IBM System/360 wird angekündigt, die erste "Familie" von kompatiblen Computern jeder Größe. Durch integrierte Schalt- und Steuerelemente wird "unbegrenzte" externe Speicherkapazität erreicht. Das Byte hält seinen Einzug.

1965
Die IBM Deutschland erhält eine neue Mitarbeiterzeitschrift: den "IBM Report". Die Mitarbeiter-Anzahl beträgt bei der IBM in Deutschland bereits 12 892, der Umsatz 1,184 Milliarden. Das Labor der IBM in Böblingen entwickelt das erste monolithische Halbleiterchip der gesamten IBM.

1967
Bild: Werk Mainz 1967
Bild: Werk Mainz 1967
Ab 1. Januar gilt die 40-Stunden-Woche. Das Werk Mainz wird eingeweiht. 1700 Mitarbeiter fertigen hier Magnetplatten und -köpfe sowie Zentraleinheiten und Kernspeicher. Es ist das größte Computer-Montagewerk in Europa.

1968
Die IBM Deutschland hat am Jahresende 17 710 Mitarbeiter, und der Umsatz überschreitet die 2-Milliarden-DM-Grenze.

1969
Die Niederlassung in Hannover bezieht ein neues Gebäude. Fortschreitende Technologie macht den Einsatz von EDV auch für mittlere und kleinere Unternehmen interessant. Das IBM System/3 wird angekündigt. 1974 wird es von dem neugegründeten Geschäftszweig Basis-Datenverarbeitung als erstes Produkt übernommen. IBM 72 mit Kugelkopf Werk Mainz 1967