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Geschichte der IBM in Deutschland

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Bild: Johannes  H. Borsdorf
Bild: Johannes H. Borsdorf
Bild: Oskar E. Hörrmann
Bild: Oskar E. Hörrmann
1950
Der gesamte Außendienst trifft sich zum ersten Mal nach dem Krieg in Stuttgart. Der erste Lehrgang "Verkaufsschule" nach dem Krieg wird durchgeführt. Die IBM in Deutschland wird von Johannes H. Borsdorf und Oskar E. Hörmann geleitet. Bei der IBM in Deutschland wird die Akkordarbeit abgeschafft, die Zahl der Mitarbeiter ist auf 2417 angewachsen. Das Gebäude der ehemaligen Klemm Flugzeugwerke in Böblingen wird erworben, um darin ein Montagewerk und später die Hauptverwaltung unterzubringen. Einen neue Entwicklung in der Datenverarbeitung dringt vor: Die Alphabet-Technik kommt auf. Von der rein innerbetrieblichen Abrechnung geht man zur außerbetrieblichen Dokumentenerstellung mit Rechnungen, Quittungen, Policen usw. über. Neue Organisationsformen ergeben sich durch externe Speicherung von Daten wie Adressen und Bestände in Karteien. Der Kartenmischer wird eingesetzt.

Bild: Böblinger Montagewerk
Bild: Böblinger Montagewerk
1951
In Hannover ist die IBM Deutschland erstmalig auf der Messe vertreten.

1952
Die Werkzeitschrift erscheint wieder und heißt jetzt "Der IBM Stromkreis". Der Geschäftszweig Textverarbeitung wird gegründet. Die ersten Produkte sind elektronische Schreibmaschinen.

Bild: IBM Präsident Thomas J. Watson
Bild: IBM Präsident Thomas J.
Watson
1953
IBM Präsident Thomas J. Watson sen. besucht zum ersten Mal nach dem Krieg die IBM Deutschland und kommt nach Sindelfingen. Die IBM Deutschland gründet ein Entwicklungslabor und entwickelt auf Basis einer Kleinlochkarte ein preisgünstiges Lochkartensystem.

1954
Das erste elektronische Rechenwerk mit Röhren - der Rechenstanzer IBM 604 - kommt auf den deutschen Markt. Er ist ein Vorzeichen des nahenden elektronischen Zeitalters. War die Datenverarbeitung bisher in erster Linie auf innerbetriebliche Abrechnungsvorgänge beschränkt, so findet sie jetzt zunehmend Verwendung bei öffentlichen Einrichtungen und Behörden. Die neugegründete Werkabendschule bietet Mitarbeitern die Möglichkeit, sich in der Freizeit weiterzubilden.

1955
Der erste "echt" programmierbare Computer ist da: Es ist der Magnettrommelrechner IBM 650, der mit Elektronenröhren arbeitet. In dieser neuen Entwicklungsphase der Datenverarbeitung "tastet" man sich in die Elektronik vor. IBM hat jetzt in Deutschland 4133 Mitarbeiter, die Zahl der Mitarbeiter hat sich also seit 1950 verdoppelt.

1956
Ab 1. Oktober beträgt die wöchentliche Arbeitszeit 45 Stunden. Das erste Rechenzentrum wird in Sindelfingen eröffnet. Thomas J. Watson sen. stirbt. Der Beruf des Systemberaters kommt auf.

Bild: IBM Präsident Thomas J. Watson
Bild: Zentral-Speicher-Einheit
1957
Neuheit in der Computertechnik ist der erste externe Speicher, ein Magnetplatten-Turm mit wahlfreiem direktem Zugriff. Innerbetrieblich werden bei der IBM Deutschland die Arbeiter mit den Angestellten gleichgestellt. Die Zahl der Mitarbeiter steigt auf 5152, der Umsatz auf 215,7 Millionen Mark. Der Aktienkaufplan für Mitarbeiter wird eingeführt. Der Computer RAMAC 305 mit Magnetplattenspeicherung und einem Drucker mit Druckstab wird vorgestellt.

1959
Ab 1. Januar gibt es die bargeldlose Gehaltszahlung.