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Geschichte der IBM in Deutschland

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1940
Die DEHOMAG ist in 59 Städten vertreten und hat insgesamt 2561 Mitarbeiter. Die Gesellschaft wird zum Spezialbetrieb erklärt. Militärische Stellen kontrollieren Preise und Lieferungen.

1942
Das Berliner Werksgebäude wird bei einem Bombenangriff leicht beschädigt.

Bild: Werk Hechingen
Bild: Werk Hechingen
1943
Das Werk Berlin-Lichterfelde wird bei einem Bombenangriff stark beschädigt. An der Geschäftsstelle Berlin mit der kaufmännischen Schule entsteht Totalschaden. Infolge der Kriegseinwirkungen verlagert die DEHOMAG den Bereich Großmaschinen von Berlin nach Hechingen an der Schwäbischen Alb. Die Zentralbuchhaltung kommt nach Kuchen bei Geislingen. Die kaufmännische Schule findet in Reutlingen einen neuen Standort, während die technische Schule in Urach angesiedelt wird. Bild: Berlin Lichterfelde 1947
Bild: Berlin Lichtefelde 1947

1944
Der DEHOMAG-Aufsichtsratsvorsitzende Willy Heidinger stirbt im Alter von 64 Jahren.



1945
Der Krieg ist zu Ende. Die Gebäude der DEHOMAG in Berlin sind zu 89% zerstört. Das Unternehmen unterliegt dem alliierten Kontrollratsgesetz 52 - ein Treuhänder wird eingesetzt. Generaldirektor Herman Rottke wird von der sowjetischen Besatzungsmacht verschleppt. Sindelfingen wird zum Sammelpunkt der versprengten DEHOMAG-Mitarbeiter. Die Mitarbeiterzahl ist von 2561 auf 1050 gesunken. Mit der Produktion von Aschenbechern, Pfannen, Spielzeug und anderen beginnt der Wiederaufbau.

Ab Oktober dürfen in Berlin wieder Lochkartenmaschinen hergestellt werden. Bei einer Arbeitszeit von 47 ½ Stunden pro Woche (inkl. einer täglichen viertelstündigen bezahlten Frühstückspause) wird die 5-Tage-Woche eingeführt.

1946
Zerstörte Gebäude, Maschinen und Einrichtungen werden instand gesetzt. Es kommt zu ersten Rückverlagerungen. Mitarbeiter bringen Maschinenteile, Werkzeuge und Material ins Werk zurück, das sie bei der Besetzung gerettet hatten.

1947
Der erste Lehrgang "Maschinenschule" nach dem Krieg wird für den kaufmännischen Außendienst in Sindelfingen abgehalten. Frau Schwerin wird zu ersten weiblichen Führungskraft ernannt. Sie ist Leiterin der Kartenabteilung in Berlin. Der alliierte Kontrollrat setzt Helmut Cimbal und Karl Hummel als Treuhänder der DEHOMAG ein.

Bild:
1948
Durch die Währungsreform erleidet die DEHOMAG einen Verlust von 10 Millionen Mark. Die Hauptverwaltung der DEHOMAG wird von Berlin nach Sindelfingen verlegt. Helmut Cimbal wird Generaldirektor.


Bild: IBM World Trade Corporation
Bild: IBM World Trade
Corporation
1949
Die Deutsche Hollerith-Maschinen Gesellschaft mbH wird am 6. Mai 1949 in "Internationale Büro-Maschinen Gesellschaft mbH" (IBM) umbenannt. Erste Messebeteiligung nach dem Krieg: die Leistungsschau in Sindelfingen. Die Mitarbeiter bekommen erstmals ein Weihnachtsgeld - es beträgt 250.- DM. In den USA wird die IBM World Trade Corporation gegründet, um die Firmentätigkeit außerhalb der USA zu koordinieren.