1921
Als Schwesterfirma der DEHOMAG wird die internationale Geschäfts-Maschinen GmbH (später Deutsche Geschäfts-Maschinen GmbH - Degemag) gegründet, die Kontrollapparate, Uhren und Waagen herstellt. In den USA zieht sich Dr. Herman Hollerith im Alter von 61 Jahren aus dem Geschäft zurück. Die DEHOMAG hat inzwischen 72 Mitarbeiter.
Bild: IBM Logo der 20er Jahre

Bild: IBM Logo der 20er Jahre

1922
Die DEHOMAG hat durch Maschinenimporte und Lizenzübernahmen Verbindlichkeiten in Höhe von mehr als 100 000 Dollar. Das sind aufgrund der hohen Inflationsrate mehr als 100 000 Billionen Mark.

Die "Computing Tabulating Recording Company" (die spätere IBM) beteiligt sich im Verhältnis 5:1 an der DEHOMAG und stundet deren Schulden zinslos bis zur Stabilisierung der Mark.

1924
Die amerikanische "Computing Tabulating Recording Company" firmiert um in "International Business Machines Corporation" (IBM). Die erste Tabelliermaschine mit Postenschreibung (aus Lochkarten) und Summenschreibung (aus Zählern) kommt in Deutschland auf den Markt.

1925

Die Niederlassungen Frankfurt am Main und Hamburg werden eröffnet, gleichzeitig wächst die Zahl der Mitarbeiter auf 115 an.

1926

Neue Niederlassungen der deutschen Hollerith entstehen in Stuttgart und Düsseldorf. Durch auswechselbare Typenstangen wird erstmals eine Alphabetschreibung mit Hollerith-Maschinen möglich.

Bild: IBM Niederlassung Stuttgart

Bild: IBM Niederlassung Stuttgart

1927

Die DEHOMAG löst ihr Werk in Villingen auf, verlagert Verwaltung, Lochkarten-Druckerei und Druckmaschinen-Fertigung nach Berlin und gründet die Geschäftsstelle Dresden. In Sindelfingen beginnt das Zeitalter der Datenverarbeitungs-Produktion. Im Werk der Optima Maschinenfabrik AG, mit der die DEHOMAG eine Kooperation eingegangen ist, wird dazu übergegangen, neben Waagen nun auch Locher, Prüfer und Ersatzteile für Lochkartenmaschinen herzustellen.

Bild: IBM Niederlassung Frankfurt

Bild: IBM Niederlassung Frankfurt

1928
Zusätzlich zur 45-spaltigen Lochkarte mit runden Löchern wird die 80-spaltige Lochkarte mit eckigen Löchern eingeführt, die bis Anfang der 80er Jahre verwendet wurde. Eine neue Entwicklungsphase der Datenverarbeitung bahnt sich an: Von den rein statistischen Anwendungen findet man - bedingt durch technischen Fortschritt wie Saldierung, Steuerung und Summenlochung - nach und nach zum betrieblichen Rechnungswesen.

1929

Die erste Anwendungsbroschüre der DEHOMAG wird von Geschäftsführer Herman Rottke geschrieben. Ihr Titel: "Die Buchhaltung von Industriebetrieben und Handelsgeschäften lückenlos durchgeführt mit Hollerith-Lochkarten-Maschinen".

Dr. Herman Hollerith stirbt im Alter von 69 Jahren.

In Leipzig wird eine Niederlassung gegründet.