IBM und Service Science

Engagement für Ausbildung und Forschung im Dienstleistungssektor

Global wachsende Bedeutung des Dienstleistungssektors
Die Weltwirtschaft hat in den letzten Jahrzehnten die größte Transformation der Wertschöpfung in ihrer Geschichte erlebt. Angetrieben von rasanter technologischer Entwicklung, neuen Möglichkeiten globaler Kommunikation und dadurch realisierbarer Innovationen in Prozessen und Geschäftsmodellen, sind Dienstleistungen zum zentralen Faktor wirtschaftlicher Prosperität geworden. Schon heute sind in industrialisierten Ländern wie Deutschland, USA oder Japan mehr als zwei Drittel der Arbeitskräfte im Dienstleistungssektor beschäftigt. Etwa 70 Prozent des BIP werden in Deutschland mit „Services“ erwirtschaftet.

Studenten die winkenVeränderte Anforderungen von Unternehmen an Lehre & Forschung
Der Wandel zur Dienstleistungswirtschaft verändert dabei auch die Bedürfnisse der Unternehmen: Während die klassischen Wirtschaftswissenschaften sich vor allem an der Wertschöpfungskette der industriellen Produktion orientieren, rückt heute zunehmend der Bedarf der Erforschung von Management und Innovation von Dienstleistungen sowie der akademischen Ausbildung von „Dienstleistungsspezialisten“ in den Vordergrund. So erfordert das Management komplexer Dienstleistungsprozesse Kenntnisse und Fähigkeiten aus verschiedensten Bereichen: Nur die Kombination von ökonomischem Know-how, technischem Wissen, juristischen Kenntnissen sowie Fähigkeiten im Bereich Wissensmanagement und Organisation kann eine reibungslose Zusammenarbeit verschiedener, an einem Dienstleistungsprozess beteiligter Mitarbeiter, Einheiten oder sogar ganzer Unternehmen gewährleisten.

IBM Engagement für Service Science
IBM – inzwischen mit über 50% des Umsatzes durch Services selbst ein führendes Dienstleistungsunternehmen - hat die sich verändernden Rahmenbedingungen früh erkannt und gemeinsam mit international renommierten Hochschulen Anforderungen an Forschung und Lehre im Bereich „Services“ formuliert. Diese Anforderungen an eine „Dienstleistungswissenschaft“ wurden seit 2004 über eine Serie von Konferenzen und Workshops entwickelt und konsolidiert. Die Ergebnisse dieser von IBM Research und akademischen Partnern wie der Universität Cambridge oder der UC Berkeley ausgerichteten Veranstaltungen fanden in verschiedensten wissenschaftlichen Journalen international Beachtung.

Gemeinsam mit führenden Hochschulen will IBM mit „Service Science, Management and Engineering“ (SSME) die neuesten Erkenntnisse aus Informatik, Ingenieurwesen, Wirtschaftswissenschaften und den Sozial- und Kognitionswissenschaften in einer neuen wissenschaftlichen Disziplin zusammenbringen, um die notwendigen Fähigkeiten und Kompetenzen für die Dienstleistungsgesellschaft des 21. Jahrhunderts zu schaffen.

Auch in Deutschland engagiert sich IBM bereits seit mehreren Jahren für die Stärkung der Dienstleistungsforschung und des Dienstleistungsstandortes - beispielsweise durch die Ausrichtung von Konferenzen zum Thema Dienstleistungswissenschaft oder den Vorsitz des Arbeitskreises Dienstleistungen im Rahmen der Innovationsinitiative der Bundesregierung. Durch die Mitgründung eines Institutes für Dienstleistungsforschung wird ein weiterer Meilenstein erreicht, der die strategische Bedeutung des Themas Services unterstreicht.

IBM @ Karlsruhe Service Research Institute
Im Januar 2008 unterzeichneten IBM und die Universität Karlsruhe einen Vertrag zur Gründung des „Karlsruhe Service Research Institute“ (Link befindet sich außerhalb von ibm.com), das die Forschung und Ausbildung von Spezialisten für den Dienstleistungssektor in Deutschland voranbringen soll. Wichtiger Bestandteil der zunächst für fünf Jahre vereinbarten Kooperation ist zudem ein innovatives „industry-on-campus“-Konzept: Forscher von IBM arbeiten vor Ort eng mit Wissenschaftlern der Universität zusammen. Dafür finanzieren Universität und IBM jeweils eine neue Professur. Diese fassen sie mit den Professuren für Wissensmanagement sowie Information and Market Engineering der Fakultät für Wirtschaftwissenschaften in einer zentralen Einrichtung zusammen, die IBM fördert: „Als führendes Dienstleistungsunternehmen wollen wir zusammen mit der Universität Karlsruhe beim Thema Service Science in Deutschland Maßstäbe setzen“, sagte Martin Jetter, Vorsitzender der Geschäftsführung der IBM Deutschland GmbH im Rahmen der Vertragsunterzeichnung.

Ansprechpartner


Karlsruhe Service Research Institute