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World Community Grid

Rechenpower für die Welt

IBM und Gesellschaft

Was wäre, wenn die Rechenleistung von Millionen PCs und Servern auf der ganzen Welt gebündelt und zur Lösung der dringendsten Menschheitsprobleme genutzt würde? - Das World Community Grid (WCGrid) tut genau das - und jeder kann daran teilnehmen.

Innovation that matters for the world
Ziel des World Community Grid ist es, das größte öffentliche Computer-Netzwerk zu humanitären Forschungszwecken zu sein. Derzeit erreicht das Grid eine Leistung von über 167 Teraflops. Computeranwender und -firmen auf der ganzen Welt spenden dazu ungenutzte Rechenkraft. Das World Community Grid nutzt diese brachliegende Rechenzeit angeschlossener Computer, um Forschungsprojekte zu unterstützen, die komplexe Problemstellungen aus Bereichen wie der Medizin-, Lebensmittel- oder Umwelt-Forschung zum Inhalt haben. Unter anderem geht es dabei um

  • die Entschlüsselung genetischer Codes, die Krankheitsauslösern von AIDS, Alzheimer oder Krebs mit zu Grunde liegen,
  • die Verbesserung der Vorhersagen möglicher Naturkatastrophen,
  • die Unterstützung von Studien, die die Versorgung der Welt mit Nahrung und Wasser sicherstellen helfen.

Um beim World Community Grid mitzumachen, können Freiwillige von der Internetseite des Projekts ein kostenloses, einfaches und sicheres Softwareprogramm auf ihren PC oder Laptop laden. Sobald der Rechner über freie Kapazitäten verfügt, fordert das Programm vom World Community Grid-Server Daten zur Bearbeitung an. Nach dem erfolgreichen Bearbeiten dieser Daten schickt der PC die Ergebnisse zurück und erhält ein neues Aufgabenbündel. Jeder Rechenblock, den der Computer bearbeitet, kann den Wissenschaftlern wichtige Erkenntnisse bringen und die Forschungsgeschwindigkeit erhöhen.

Damit können Probleme angegangen werden, zu deren Lösung massive Rechenleistung benötigt wird – obwohl für sie kein dedizierter Hochleistungsrechner zur Verfügung steht. Auch Wissenschaftler, die Grundlagenforschung betreiben wollen, aber keine starke ‚Lobby’ haben, bekommen über das Grid Zugang zu innovativer Technologie. Mit dem WCGrid stehen Wissenschaftlern Forschungsergebnisse wesentlich schneller zur Verfügung – womit die Lösung von dringlichen Menschheitsproblemen deutlich vorangetrieben werden kann. Voraussetzung für die Nutzung des Grid ist, dass die Projektergebnisse nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden, sondern der Forschungs- Community zur Verfügung stehen.

Die erste World Community Grid-Initiative war das „Human Proteome Folding Project“, das Forschern wichtige Erkenntnisse über Krankheiten wie Malaria, HIV/AIDS, SARS oder Krebs lieferte. Weitere Projekte zur Krebsforschung, zu Muskelerkrankungen, aber auch zur Vorhersage von Natur- und Wetterkatastrophen folgten. Ein aktuelles Forschungsprojekt untersucht beispielsweise die Proteinstruktur des Reiskorns: Ziel der Forschungsgruppe der Universität Seattle ist es, diejenigen Reis-Bausteine zu ermitteln, die die Nutzpflanze letztlich resistenter machen können.

Der Beitrag von IBM zum World Community Grid
IBM stellt für das World Community Grid Server, Software und den technischen Service bereit, die notwendig sind, um das Grid zu betreiben. Auch für die nötige Sicherheit im Grid sorgt IBM – unter anderem durch den Virenschutz in allen Build-Umgebungen, die Kennzeichnung der an den World Community Grid Agent gesendeten Daten mit einer digitalen Signatur, die Verschlüsselung lokal gespeicherter und an den World Community Grid-Server gesendeten Dateien, sowie die biometrische Zugangskontrolle zu den Servern. Außerdem werden keine persönlichen Daten der Teilnehmer erhoben, womit für den bestmöglichen Datenschutz gesorgt ist.