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Intelligente Energieverteilung, flexible Stromtarife, effizientes Energiemanagement: IBM entwickelt seit vielen Jahren neue Konzepte und Technologien zur smarteren und nachhaltigeren Nutzung von Energie. Die stochastische und/oder dezentrale Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien erfordert es, Netze, Erzeugung und Verbrauch effizient und intelligent miteinander zu verknüpfen – insbesondere vor den Hintergrund der Energiewende in Deutschland.
Wir unterstützen die Einführung von intelligenten Messsystemen (Smart Metering), wie im 2011 novellierten Energiewirtschaftsgesetz vorgesehen, und Energienetzwerken (Smart Grid). Um die Akzeptanz beim Endverbraucher zu gewährleisten, benötigen Smart Grids entsprechende Sicherheits- und Schutzmechanismen.
Aus unserer Sicht muss nicht nur der physische Leitungsbau, sondern auch die Modernisierung der Stromnetze in Angriff genommen werden. Mit Investitionen in das intelligente Netz sollte die Nutzung verfügbarer Leitungskapazitäten maximiert werden. Dazu sollten Investitionsbudgets für IT-Projekte durch die Bundesnetzagentur im Rahmen der Netzentgeltregulierung anerkannt werden.
Das intelligente Energiesystem erfordert zudem eine standardisierte Kommunikation. Mit Blick auf smart meter sind technologieneutrale, offene und interoperable Standards für Messsysteme zu gewährleisten, um die Investitions- und Informationssicherheit sicherzustellen. Der Standardisierungsprozess als solcher muss anpassungsfähig sein an den sich rasch wandelnden Stand der Technik angesichts der Dynamik, mit der sich Smart Grid in den nächsten Jahren entwickeln wird. Daher sollten nur grundsätzliche Anforderungen (also primäre Schutzziele) in Gesetzen niedergelegt werden, die durch Normen mit Vermutungswirkung inhaltlich ausgefüllt werden. Dies ist bereits im Energiewirtschaftsgesetz so angelegt und bewahrt auch den Regelsetzer vor technischer Detailarbeit.
IBM Beispiele
In Deutschland arbeitet IBM im Rahmen der Initiative der Bundesregierung „E-Energy“ in verschiedenen Pilotprojekten mit an Lösungen zu einer intelligenten Stromversorgung. Unter anderem mit der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW), der MVV Energie AG und weiteren Energieerzeugern.
- Beim Projekt „Modellstadt Mannheim“ geht es um die Verbesserung der Energieeffizienz und der Netzqualität in der Region Rhein-Neckar. Kern ist eine offene Multisparten-Plattform, mit der Kunden die Menge, den Preis und die Herkunft ihrer Energie nach eigenem Ermessen wählen können. Diese Plattform unterstützt auch die Einspeisung von dezentral produziertem Strom sowie die intelligente Einbindung von Energiespeichern, z.B. in Form von Kühlhäusern mit der darin gespeicherten Energie. Ein weiterer Aspekt des Projekts ist der Einsatz eines „Energie-Butlers“, der es Verbrauchern ermöglicht, den Energieverbrauch in Echtzeit zu überwachen und Geräte im Haushalt zu steuern.
- Ziel des Forschungsvorhabens MEREGIO (Minimum Emission Region) ist es, den CO2-Ausstoß in Ballungsräumen zu verringern. Im Modellversuch wird das Konzept in der Region Karlsruhe-Stuttgart erprobt. Zur Beurteilung der Wirksamkeit der Maßnahmen wird eine „Minimum Emission“-Zertifizierung für die Region entwickelt, die ebenfalls auf den Konzepten für intelligente Netze beruht.