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Mit Green IT können Krankenhäuser Kosten sparen

Dem Gesundheitswesen stehen einschneidende Reformen bevor. Ein Hauptziel ist es, die gegenwärtig ständig steigenden Gesundheitsausgaben nachhaltig zu reduzieren. Aus Sicht der IT-Leiter bedeutet dies vor allem eine Konsolidierung der IT mit deutlichen Kosteneinsparungen. Wie dies mit einer gleichzeitigen Leistungssteigerung verbunden werden kann, zeigt die Green-IT mit ihren energiesparenden Technologien und Services.

Da die Energiekosten für Hardware und Kühlung in einem Rechenzentrum stetig steigen, ist das Energiesparen geschäftskritisch geworden. Die Anschaffung eines Servers ist demnächst günstiger als seine Stromversorgung. Insgesamt machen die Energiekosten derzeit rund ein Drittel des gesamten IT-Budgets aus – Tendenz steigend. Ein Alarmsignal für alle Organisationen aus dem Gesundheitswesen, denn die Kosten im Klinik- und Verwaltungsbereich müssen gesenkt werden. Doch an der IT-Infrastruktur sparen geht nicht, denn durch die Verschärfung von Richtlinien und Sicherheitsauflagen im Gesundheitswesen wird der Bedarf an IT-Leistung noch zunehmen.

Eine enorme Herausforderung für IT-Leiter, denn sie müssen zukünftig ihre IT-Infrastruktur nicht nur nach technologischen, sondern immer stärker auch nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten bewerten. Um einerseits Kosten zu senken und andererseits die IT-Leistung zu erhöhen, entdecken immer mehr Krankenhäuser, öffentliche Behörden und Krankenkassen die Green-IT für sich. Neben stromsparenden Prozessoren bietet sie beispielsweise durch die Virtualisierung von Servern ein enormes Potenzial, um den Energieverbrauch zu drosseln. Durch die Konsolidierung der Hardware von vielen auf wenige Server steigen aber auch die Ansprüche an die Kühlung. Um hier ebenfalls Energie zu sparen, müssen die Kühlsysteme der Rechenzentren besser geplant und strukturiert werden.

Um die Technologien und Kühlkonzepte für die Green-IT voranzutreiben, hat IBM im Mai 2007 die Initiative „Project Big Green“ ins Leben gerufen. Diese umfasst neue Technologien und Services für Energieeinsparungen, die von einem weltweit aktiven "Green Team" aus mehr als 850 Spezialisten der IBM getragen wird. Die Einsparmöglichkeiten sind enorm – bei einem durchschnittlichen Rechenzentrum sind, so IBM Experten, rund 40 Prozent Kostenreduzierung möglich.

Um allerdings für ein Krankenhaus oder eine Behörde die Green-IT kostensenkend umzusetzen, ist aus Sicht von IBM ein Fünf-Schritte-Plan unabdingbar:

  1. Analyse: Im ersten Schritt wird die vorhandene IT-Infrastruktur untersucht. 3-D-Modellierung, Energieverbrauchsanalyse und Wärmeanalyse dienen als Grundlage für die Planung des "grünen" Rechenzentrums.
  2. Bau: Der zweite Schritt umfasst alle Aktivitäten, die für Planung, Bau oder Umbau eines energieeffizienten Rechenzentrums notwendig sind.
  3. Virtualisierung: Im dritten Schritt kommen energiesparende Technologien für die Hardware ins Spiel. Vor allem die IT-Virtualisierung und stromsparende Spezialprozessoren sind für die Green-IT entscheidend.
  4. Software: Neben der Hardware spielt auch die Software eine wichtige Rolle beim Energiemanagement. Im vierten Schritt wird die geeignete Software ausgewählt, die den effizienten Energieverbrauch im Rechenzentrum steuert.
  5. Kühlung: Als fünften und letzten Schritt werden geeignete Kühlsysteme installiert, die in High-Density-Zonen die so genannten Hot Spots verhindern. Neben Flüssigkühlungslösungen innerhalb und außerhalb des Rechenzentrums kommen auch energieeffiziente Ventilatoren zum Einsatz.

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