Vernetzter Gesundheitsmarkt
- Vernetztes Gesundheitssystem: Kooperation im Gesundheitswesen zur Gewährleistung einer patientenorientierten Sicht
Zukunftsvisionen beschreiben ein vernetztes Gesundheitswesen, in dem alle beteiligten Institutionen von Gesundheitsdienstleistern über öffentliche Einrichtungen, Krankenkassen und -versicherungen bis hin zu Pharma und Life Sciences, miteinander verknüpft und optimal aufeinander abgestimmt sind. Der Patient rückt somit in den Mittelpunkt der Betrachtung, sein Wohlbefinden an erste Stelle.
- Höhere Qualität und mehr Effizienz – RFID im Gesundheitsmarkt
Der Einsatz von RFID (Radio-Frequenz-Identifikation) im Gesundheitsmarkt wird sich in den kommenden Jahren extrem verstärken. Laut dem Marktforschungsunternehmen IDTechEx wächst der Markt für RFID-Tags und -Systeme in der Gesundheitswirtschaft in der nächsten Dekade um das Zwanzigfache: von 70 Millionen Euro im Jahr 2006 auf 1,6 Milliarden Euro im Jahr 2016. Mit gutem Grund: Mit dem Einsatz von RFID ist es möglich, die medizinischen, logistischen und organisatorischen Prozesse effizienter zu gestalten und gleichzeitig die Qualität der Behandlung und Betreuung von Patienten zu verbessern.
IBM arbeitet seit einigen Jahren mit rennomierten Kliniken in Projekten zusammen, um das Potenzial und die Bandbreite des Einsatzes dieser drahtlosen Übertragungstechnologie im Klinikalltag zu testen und in den Dauereinsatz zu überführen. Neben der Arzneimittelver-
folgung dient die RFID-Technologie der medizinischen Patientenführung und –versorgung sowie der Lokalisierung der Patienten in Echtzeit. Außerdem können medizinische Geräte sowie das medizinische Personal selbst mit RFID-Tags ausgestattet werden. Eine solche Kombination aus drahtloser, so genannter Geolokalisierung aller Teilnehmer und Geräte, ermöglicht den reibungslosen und optimierten Ablauf in der Patientenversorgung.
Der Einsatz von RFID im Gesundheitsmarkt steht erst am Anfang und doch zeigen die aktuellen Projekte von IBM, welches Potenzial in dieser Technologie steckt. Das Know-how rund um RFID ist bei IBM tief verankert, die Technologie ist heute in den unterschiedlichsten Ausprägungen zu akzeptablen Preisen verfügbar und wird bereits in anderen Branchen in der Praxis angewandt, wie in der Automobilindustrie, dem Handel und Transportwesen.
- Strategie zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte – Formulierung individueller Umsetzungsstrategien
Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte ist ein wesentliches Element des Gesetzes zu Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GMG) und wirkt sich auf alle Unternehmensbereiche der Krankenkassen aus. Die Erstellung einer Umsetzungs-
strategie ist der zentrale Erfolgsfaktor zur Bewältigung der Komplexität des Gesetzes. IBM Global Business Services bietet das Health Card Readiness Assessment zur methodisch fundierten und strukturierten Formulierung einer Umsetzungsstrategie in den jeweiligen Häusern. Diese beinhaltet die konkrete Planung der Initiativen, die Abhängigkeiten und den Ressourcenbedarf zur Abbildung der gesetzten Anforderungen.
Die Vision der integrierten Versorgung in Deutschland wird mit der geplanten Einführung der elektronischen Gesundheitskarte Realität. Sie ermöglicht zukünftig die patientenorientierte und effiziente Abwicklung von Abläufen im Gesundheitsmarkt, unter anderem durch das elektronische Rezept, die Speicherung sämtlicher Arzneimitteldaten des Patienten oder aller erforderlicher medizinischer Daten, die im Notfall gebraucht werden.
Gesundheitsdienstleister
- Diagnose "hoch effizient" – die IT-Revolution in der Medizintechnik: Mobile Telemedizin
Die Telemedizin unterstützt die Diagnose und Therapie von Patienten, indem sie räumliche Distanz mit Hilfe von Informationstechnologie überbrückt. Sie verknüpft klinische Anwendungen mit mobiler Technologie und elektronischen Endgeräten. Insbesondere in der Ferndiagnose von Risiko- oder chronisch kranken Patienten ist die Telemedizin erfolgversprechend. Denn sie ermöglicht es, gesundheitskritische Daten wie bspw. Blutdruck oder Gewicht standortungebunden zu erfassen, per Bluetooth auszulesen und verschlüsselt per Handy oder Internet an die Klinik weiterzuleiten, wo die Daten analysiert werden. Bei Bedarf werden entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Somit kann die Häufigkeit von ambulanten Behandlungen gesenkt und sowohl die belastenden Krankenhausaufenthalte sowie die Kosten von aufwändiger Behandlung reduziert werden. Das mobile Fern-Monitoring kann dazu beitragen, die Qualität der Patientenüberwachung, die Qualität der gemessenen Daten und die Lebensqualität der betroffenen Patienten effektiv zu erhöhen.
IBMs Pervasive Healthcare Lösung ermöglicht die permanente Überwachung der Vitalfunktionen von Diabetes Patienten. Als Schnittstelle zwischen den medizinischen Sensoren und dem Diabetes Portal DiaLog dient ein Bluetooth- oder GPRS-fähiges Handy, welches die von den Messgeräten ermittelten Werte verschlüsselt an das Portal weiterleitet. Zur Identifizierung des Patienten besitzt jedes Handy eine eindeutige Bluetooth-ID. Der zuständige Arzt greift mit einem Passwort auf die Daten im Portal zu und kann, wenn erforderlich, sofort über das Handy mit dem Patienten Kontakt aufnehmen.
- Unterstützung der betrieblichen Entscheidungsfindung – Business Analytics für Gesundheitsdienstleister
Die IBM Business Analytics Software wandelt Daten in aussagekräftige Informationen um, unterstützt somit die kritische Entscheidungsfindung und verbessert die betriebliche Leistung von Gesundheitsdienstleistern. IBM Cognos und SPSS Software bietet Möglichkeiten, durch das Messen und Überwachen der aktuellen Leistung, das Analysieren der Daten und die termingerechte Erstellung von Berichten, Arbeitsprozesse zu verbessern und die Folgen von getroffenen Entscheidungen zu prognostizieren. IBM Business Analytics unterstützt Gesundheitseinrichtungen demnach bei der Optimierung der angebotenen Dienst-
leistungen, der Einleitung qualitätssteigernder Initiativen, der Verbesserung finanzieller Prozesse und der Integration von Prognosewerkzeugen im täglichen Unternehmensalltag.
Mehr zu dieser Lösung:IBM Business Analytics Software for Healthcare
IBM YouTube-Video: Medical Record Text Analytics for Health Plans
IBM YouTube-Video: Data Analysis for Advanced Healthcare Diagnosis from IBM
- Patientenorientierte Sicht der Informationen dank Information Management Lösung
"IBM Initiate Patient"
IBM Initiate Patient ist eine Softwarelösung zum Management von Patientendaten, die auf Basis von bewährten Methoden in der Praxis erstellt wurde und von niedrigen Implementierungskosten sowie einem flexiblen Einstieg mit vielen Erweiterungsmöglichkeiten zeugt. Diese Lösung zum Informationsmanagement vereinfacht den bereichsübergreifenden Informationsaustausch, indem eine eindeutige Identifikation desselben Patienten auf unterschiedlichen Einzelsystemen gewährleistet wird. Was bedeutet das? Bislang nutzen unterschiedliche Länder und Gesundheitsdienstleister uneinheitliche Identifikationsnummern für ihre Kunden und Patienten. Die Software prüft die Übereinstimmung einzelner Informationen in gesundheitsrelevanten Datensätzen und verknüpft diese. Die Verknüpfung verhindert bspw. die doppelte Aufnahme und Speicherung der Krankheitsgeschichte eines Patienten aufgrund einer Namensänderung oder eines Wohnortwechsels.Mehr zu dieser Lösung: IBM Initiate Patient
Mehr zu dieser Lösung: Unified View of Patient Data enables better Healthcare
- Vereinbarung des Schutzes sensibler Patientendaten und Unterstützung der Mobilität von Gesundheitsdienstleistern – Mobility and desktop virtualization solutions for healthcare organizations
Die Einrichtungen des dynamischen Gesundheitswesens benötigen einen schnellen und zweckmäßigen Zugang zu sensiblen Gesundheitsdaten oder operationellen Informationen von verschiedenen Orten und Geräten aus. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, wird eine Lösung benötigt, die ein zentrales Computing Umfeld für den sicheren und einfachen Zugang zu Anwendungen und Informationen ermöglicht. Mobility und Desktop Virtualization Lösungen für Gesundheitsorganisationen bieten eine Vielzahl an Dienstleistungen, um einen virtuellen Desktop Aufbau vor Ort zu bewerten, zu planen und zu implementieren oder diesen ferngesteuert über Cloud Computing bereit zu stellen. Hier kommt die IBM Expertise ins Spiel: fundierte Erfahrungen auf diesem Gebiet ermöglichen den effizienten Übergang zu einer umfassenden und sicheren virtuellen Lösung. Diese unterstützt Gesundheitseinrichtungen bei der Reduzierung von operationellen Kosten und Komplexität.Mehr zu dieser Lösung: Virtual Desktop and Mobility Solutions for Healthcare
- Weg von der papierbasierten Krankenakte – die elektronische Krankenakte
Eine elektronische Krankenakte (Electronic Health Record, EHR) stellt die Krankenakte einer Person in digitalem Format dar. Elektronische Krankenaktensysteme koordinieren die Speicherung und den Abruf einzelner Datensätze mit Hilfe von Computern. Ein EHR ist in der Regel auf einem Computer zugänglich, häufig über ein Netz. Er kann aus elektronischen Krankenakten (Electronic Medical Records, EMRs) von vielen Standorten bzw. Quellen aufgebaut sein. Die EMRs können Daten unterschiedlicher Art umfassen, z.B. Patientendemografie, Krankengeschichte, Medikamenten- und Allergielisten, Laborergebnisse, Röntgenbilder, Kostenerfassungsdatensätze oder zusätzliche Anweisungen. IBM unterstützt die Umstellung von der papierbasierten auf die elektronische Krankenakte durch ihr Know-How hinsichtlich Hardware, Netzwerkdienstleistungen und IT-Sicherheit.
- Eigenständige Verwaltung von Gesundheitsdaten durch den Bürger – die persönliche Krankenakte
Die persönliche Krankenakte (Personal Health Record, PHR) ist eine elektronische, überall verfügbare und lebenslang gültige Ressource von Gesundheitsinformationen, die jeder Einzelne für seine Entscheidungen in Gesundheitsfragen heranziehen kann. Der Bürger besitzt und verwaltet im PHR seine Daten, die von Anbietern im Gesundheitswesen und der betreffenden Person stammen. Der PHR wird in einer sicheren, privaten Umgebung verwaltet, deren Zugriffsberechtigungen von der jeweiligen Person festgelegt werden. Der PHR ist von dem rechtmäßigen Datensatz eines Anbieters unabhängig und ersetzt diesen nicht. Der Beitrag der IBM besteht in der Bereitstellung und Betreuung der IT-Umgebung mit Schwerpunkt auf einem sicheren Austausch der sensiblen Informationen.
- Mit "Green IT" können Krankenhäuser Kosten sparen
Dem Gesundheitswesen stehen einschneidende Reformen bevor: Ziel ist es, die gegenwärtig ständig steigenden Gesundheitsausgaben nachhaltig zu reduzieren. Rund ein Drittel der gesamten IT-Ausgaben belaufen sich derzeit auf Energiekosten. Die Tendenz: steigend! Um einerseits Kosten zu senken und andererseits die IT-Leistung zu erhöhen, entdecken immer mehr Krankenhäuser, öffentliche Behörden und Krankenkassen die Green-IT für sich. Neben Strom sparenden Prozessoren bietet sie die Virtualisierung von Servern sowie die Konsolidierung von Hardware auf wenige Server und moderne Kühlsysteme.
Um die Green-IT voranzutreiben, hat IBM im Mai 2007 die Initiative "Project Big Green" ins Leben gerufen. Diese umfasst neue Technologien und Services für Energieeinsparungen, die von einem weltweit aktiven "Green Team" aus mehr als 850 Spezialisten der IBM getragen wird. Die Einsparmöglichkeiten sind enorm – bei einem durchschnittlichen Rechenzentrum sind, so IBM Experten, rund 40 Prozent Kostenreduzierung möglich.
Um für ein Krankenhaus oder eine Behörde die Green-IT kostensenkend umzusetzen, ist aus Sicht von IBM ein Fünf-Schritte-Plan unabdingbar:- Analyse: Untersuchung der vorhandenen IT-Infrastruktur; 3-D-Modellierung, Energieverbrauchsanalyse und Wärmeanalyse dienen als Grundlage für die Planung des "grünen" Rechenzentrums.
- Bau: Alle Aktivitäten, die für Planung, Bau oder Umbau eines Energie effizienten Rechenzentrums notwendig sind.
- Virtualisierung: In diesem Schritt kommen Energie sparende Technologien für die Hardware ins Spiel.
- Software: Neben der Hardware spielt auch die Software eine wichtige Rolle beim Energiemanagement, welche den effizienten Energieverbrauch im Rechenzentrum steuert.
- Kühlung: Im letzten Schritt werden geeignete Kühlsysteme installiert, die in High-Density-Zonen die so genannten Hot Spots verhindern.
Krankenkassen und -versicherungen
- Der kürzeste Weg zum erfolgreichen Webportal für Krankenkassen und -versicherer – Kundenorientiertes und attraktives Leistungsangebot (KOALA)
Im Internet präsent sein heißt, nicht nur eine Internetseite bereit zu stellen, sondern aufzufallen und zu gefallen – und auf diese Weise Kunden zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden. Der Wettbewerb zwischen den gesetzlichen Krankenkassen nimmt zu und das Differenzierungsmerkmal „Beitragssatz“ gehört der Vergangenheit an. Moderne Kommunikationsmittel ermöglichen es den gesetzlichen Krankenversicherern, sich auf dem Markt zu positionieren und die dringend notwendige Verbesserung der Servicequalität sowie eine verstärkte Kundenorientierung zu bewältigen. Neben der Bereitstellung einer attraktiven Internetseite gehören kundenorientierte Leistungen, wie bspw. Erfahrungsberichte, interaktive Gesundheits-, Vorsorge- und Bonusprogramme, sowie hochwertige Gesundheitsinformationen, Diskussionsforen für verschiedene Interessensgruppen, die Empfehlung qualifizierter Ansprechpartner und die unmittelbare Kontaktaufnahme mit Mitarbeitern oder Experten zu dem Repetoire eines kundenorientierten und attraktiven Webportals für Krankenkassen und –versicherungen. IBM stellt ein Webportal für Krankenkassen und -versicherungen auf Basis der WebSphere-Technologie zur Verfügung, das die Realisierung der Kundenansprüche, wie z.B. interaktive Kommunikation mit dem Dienstleister und anderen Kunden ermöglicht.Mehr zu dieser Lösung: KOALA – Webportal für Krankenkassen und -versicherungen
Pharma und Life Sciences
- Dokumentation und automatische Analyse der Daten aus klinischen Versuchsreihen – elektronische Datenerfassung für klinische Versuche
Klinische Versuche spielen in der Pharmaindustrie eine bedeutende Rolle und machen einen großen Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung aus. Während die wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Probleme im Zusammenhang mit der Entwicklung von Medikamenten weiter wachsen, geschieht die Dokumentation der Versuchsdaten weiterhin zunächst papierbasiert. Erst in einem weiteren Schritt werden die Informationen in eine Datenbank eingespeist - üblicherweise Wochen nach der Erhebung. Dieser traditionelle Prozess erhöht die Fehleranfälligkeit und verlängert die Reaktionszeit auf die gewonnenen Erkenntisse. Durch die elektronische Datenerfassung (EDC) bei klinischen Versuchen wird der Prozess wesentlich effizienter gestaltet. Bei der Eingabe werden die Informationen direkt auf Konsistenz, Vollständigkeit und Fehler untersucht, bevor sie an einen zentralen Server weitergleitet werden. Die automatische Analyse sowie die Bereitstellung der Ergebnisse nahezu in Echtzeit verbessern die klinischen Versuche deutlich.
Die Erfahrungen der IBM zeigen, dass alle vier Schritte – Bewertung der vorhandenen Einrichtungen, Änderung der Organisationsstruktur, Technologieeinsatz, Umsetzung und Support – in Einklang miteinander vorgenommen werden sollten. IBM unterstützt unter anderem durch die Einrichtung einer robusten und sicheren Infrastruktur, die Bereitstellung von Netzwerk Dienstleistungen, die Wahl einer geeigneten Software sowie der Instand-
haltung und Betreuung.
