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Die Projekte 2009

Extreme Blue 2009


Projekt 1: Datacenter I/O Projekt

Datacenter I/O Projekt
In großen Servern ist Fibre Channel das dominante Speicherprotokoll, das über ein Switched Storage Area Network (SAN) die Storage Controller mit den Servern verbindet. Auf der anderen Seite ist Ethernet das dominante Networking Protokoll auf allen Computer Plattformen. Diese zwei unterschiedlichen Protokolle zu betreiben und die zugehörige Infrastruktur zu managen, ist sehr kostenintensiv. Deshalb wird ein neues Protokoll, das Fibre Channel over Ethernet (FCoE) definiert, das versucht, beide Standards zu verbinden. Ethernet wird dabei als physikalisches Netzwerk benutzt und das Fibre Channel Protokoll läuft auf dieser Infrastruktur. Dieses neue Protokoll hat das Potential eine einheitliche Netzwerkinfrastruktur zu ermöglichen, auf dem gleichermaßen Netzwerk- und Storage Protokolle betrieben werden können. Schaltkreis- und Geschwindigkeitsverbesserungen in den neuesten FPGA-Technologien waren in jüngster Zeit enorm. Dies eröffnet die Möglichkeit, dass diese Technologie eingesetzt werden kann, um teure und unflexible PCI Express Adapter Karten zu ersetzen.

In diesem Extreme Blue Projekt soll ein Team von Studenten:
  • existierende FCoE Konzepte erweitern
  • einen Prototyp in VHDL definieren und entwickeln
  • die VHDL für eine existierende FPGA Prototyp Plattform synthetisieren und testen
  • die FPGA Prototyp Plattform mit einer Workstation Umgebung verbinden, auf der FCoE Tests unter Linux betrieben werden können

Das Extreme Blue Team wird von einem Team von IBM Experten unterstützt, das sich mit den Themen FCoE, I/O Architektur, FPGAs und Linux Device Drivers seit Jahren beschäftigt.

Erforderliche Kenntnisse:
  • VHDL/Verilog (Grundkenntnisse)
  • FPGA oder VHDL Simulationskenntnisse (Grundkenntnisse)
  • Netzwerk oder PCI-Express Protokoll Grundkenntnisse
  • Linux Device Driver Kenntnisse (optional)
Projekt 2: Distributed Disaster Recovery Manager

Distributed Disaster Recovery
Heutige Disaster Recovery (DR) Lösungen für verteilte, offene Plattformen sind noch nicht perfekt. Das liegt daran, dass sie unterschiedliche Limitierungen haben, die z.B. Hardware basiert sind, wie etwa die fehlende Unterstützung von automatischer I/O Rekonfiguration oder System-Verwaltungsaspekte wieder Ausfall einer ganzen Lokation. Eine ideale DR-Lösung bietet Kunden einen umfassenden Funktionsumfang, um auf schwere Fehlersituationen wie Knotenausfälle, Lokationsausfälle oder Speichersystemausfälle zu reagieren. Ausserdem unterstützt eine solche DR-Lösung geplante Automationssituationen, wie etwa der Umzug auf eine Backup Lokation im Wartungsfall.

Aktuell laufen bei IBM verschiedene interne Forschungs- und Entwicklungsprojekte, um offene Plattformen mit anspruchsvollen DR-Qualitäten zu versehen. Hier liegt der Fokus auf den IBM UNIX Servern. Eines dieser Projekte fokussiert auf eine konzeptionell neue DR-Lösung, die automatisierte Verwaltungsmöglichkeiten für geplante Wartungsfälle und Disaster Recovery über verschiedene Lokationen hinweg bietet. Dieser neue Ansatz basiert auf existierende Produkte, die bestehende Automations-, Hochverfügbarkeits- und Replikationstechnologien miteinander kombinieren.

Die Idee für dieses Extreme Blue Projekt ist die Konsolidierung der Arbeit verschiedener Projekte und das initiale Aufzeigen eines Ansatzes für eine hochentwickelte DR-Lösung für die IBM Unix Server. Die Anforderungen an die Extreme Blue Studenten sind zunächst die Einarbeitung in die existierenden Produkte, einschließlich der verschiedenen theoretischen Konzepte von Disaster Recovery, Hochverfügbarkeit, Automation und Replikationstechnologien. Anschließend soll ein Design für ein entsprechendes DR System erstellt werden und über einen Prototyp die Machbarkeit demonstriert werden.

Erforderliche Kenntnisse:

Technische Anforderungen

Projekt 3: Rich Internet Applications für Unternehmensportale

Rich Internet Applications
Neueste Technologien wie Microsoft Silverlight, Adobe Flash und das von der Open Source Community verfügbare Dojo Framework verbessern kontinuierlich die Benutzerfreundlichkeit von Web Browsern. Diese Technologien konkurrieren um die attraktivste Benutzeroberfläche und locken damit die Web 2.0 Benutzer sowie Entwickler-Communities an. Sie bieten kontextabhängige Menüs und interaktive Animationen an, um Informationen intuitiv und interaktiv darzustellen. Diese integrieren Informationen aus verschiedenen Quellen, wie z.B. Feeds, Widgets, u.a. durch Verwendung von Skriptsprachen wie JavaScript, um die Benutzererfahrung reichhaltiger zu gestalten. Generell sind diese Technologien jedoch noch nicht standardisiert und einige haben auch Web Browser spezifische Abhängigkeiten.

Unternehmensportale führen unterschiedliche Applikationen zusammen, um eine durchgängige Benutzererfahrung über den Web Browser bereitzustellen. IBM WebSphere Portal ist das marktführende Produkt in diesem Bereich.

Das Ziel dieser Extreme Blue Gruppe ist es, durch die Verwendung der genannten Framework-Technologien die Möglichkeiten für Benutzeroberflächen in Bezug auf Unternehmensportale zu erweitern.Während des Projektes wird das Team eine attraktive, einladende und innovative Web 2.0 Benutzeroberfläche (Theme) für ein Unternehmensportal entwerfen. Ein Prototyp dieses Themes, basierend auf Adobe Flash und Microsoft Silverlight, wird unter Verwendung des IBM WebSphere Portal Produktes erstellt. Dabei werden die vom WebSphere Portal verfügbaren Feeds, REST Services und APIs verwendet, um die Flexibilität und die Brauchbarkeit des Entwurfs zu demonstrieren.

Um den betriebswirtschaftlichen Nutzen der „Rich Internet Applications für Unternehmensportale“ zu addressieren, wird das Team in relevanten Szenarien Erfahrungen sammeln und diese durch Kunden Feedbacks validieren. Zudem werden die konkurrierenden Anbieter der Frameworks für Benutzeroberflächen analysiert und ihre Fähigkeiten, anhand von ihren Stärken und Schwächen, dokumentiert. Abschließend wird das Team eine überzeugende Präsentation entwerfen, welche die Projektergebnisse dokumentiert.

Erforderliche Kenntnisse:

  • Studium der Informatik oder einer ähnlichen Fachrichtung
  • Selbstständiges, eigenverantwortliches Arbeiten, Teamfähigkeit und Kreativität
  • Gute Englisch Kenntnisse
  • Kenntnisse über REST Services, Ajax, und anderen Web 2.0 Konzepten
  • Kenntnisse über ein Web 2.0 Framework, wie Dojo, Microsoft Silverlight oder Adobe Flash
  • Optional: Programmierkenntnisse in Java (Enterprise Edition) und JavaScript
Projekt 4: Context- and Situation-aware Human Workflows

Human Workflow
Context- and Situation-aware Workflows wurden sowohl in Akademischen,- als auch in Industriekreisen als ein interessantes neues Gebiet erkannt, das Potential hat traditionelle Geschäftsprozessen signifikant zu erweitern und damit die Anwendung von Business Process Management (BPM) für eine Vielzahl neuer Geschäftsfelder zu erschließen. Context-aware Human Workflows sind eine Sonderform von Context-aware Workflows. Sie fokussieren auf Geschäftsprozesse mit menschlicher Interaktion (Human Workflows). Sollen Menschen in Geschäftsprozesse eingebunden werden, dann spielt die Lokation dieser Menschen eine wichtige Rolle. Wenn beispielsweise eine Person einen Raum betritt, kann durch geeignete Sensorik und nachgelagerte Ereignisverarbeitung eine Situation erkannt werden, die zum Starten eines Geschäftsprozesses führt. Allgemein gesprochen verwenden Context- and Situation-aware Workflows semantische Information aus dem Anwendungsfeld und können so Situationen erkennen und damit die Kohärenz, den Kontext und die Zuverlässigkeit von Informationen verbessern. Die Erkennung von Situationen erlaubt semantischen Kontext an Geschäftsprozesse weiterzugeben, um z.B. in einem Öl-Raffineriefeld mit den dort ablaufenden Raffinerieprozessen auf auftretende Gas-Lecks zu reagieren.

Während des vorliegenden Projektes wird das Extreme Blue Team eine technische Vision für Context- and Situation-aware Human Workflows beschreiben. Dies geschieht unter Einbeziehung der IBM Middleware Produkte WebSphere Process Server, WebSphere Premises Server und Lotus Sametime. Sie werden zudem eine Architektur entwickeln, basierend auf diesen Produkten und mit den von ihnen definierten Erweiterungen ihre Vision realisieren. Abschließend wird das Team einen Prototypen entwickeln, der eine Untermenge dieser Architektur implementiert, und anhand eines Anwendungsszenarios die nutzbringende Verwendung von ortsabhängiger Arbeitszuweisung und die Kombination von Business .-Events.- und Geschäftsprozessen aufzeigt.

Um das Geschäftspotential von Context- and Situation-aware Human Workflows einschätzen zu können wird sich das Extreme Blue Team in die relevanten Geschäftsszenarien in diesem Anwendungsfeld einarbeiten, ein Verständnis entwickeln, und dieses mit Hilfe von Kunden Feedback validieren. Zudem werden Sie im Markt befindliche Angebote im Bereich Context- and Situation-aware Human Workflows analysieren und die Fähigkeiten der einzelnen Angebote sowie deren Stärken und Schwächen dokumentieren. Zum Abschluß erstellt das Team eine Marketing-Präsentation, die es Ihnen erlaubt Ihre Projektergebnisse und das Potential der untersuchten Technologie zu präsentieren.

Erforderliche Kenntnisse:

  • Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik, Elektrotechnik oder einer ähnlichen Fachrichtung
  • Kreativität
  • Selbstständiges, eigenverantwortliches Arbeiten und Teamfähigkeit
  • Gute Englischkenntnisse
  • Kenntnisse in Web Services, SOA und Business Process Management
  • Kenntnisse über Verteilte Systeme und Business Events
  • Programmierkenntnisse in Java (Enterprise Edition)

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