180 Studierende aus fünf Kontinenten und 30 Nationen beendeten ihr Praktikum an 17 Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen bei IBM. In Europa fand die Abschlussveranstaltung "Extreme Blue Expo“ mit 86 Studenten aus Deutschland, Frankreich, Irland, England, Belgien, Niederlande und der Schweiz im Böblinger IBM Labor statt, um die Ergebnisse ihrer Arbeiten zu präsentieren.
Beim IBM Nachwuchsprogramm "Extreme Blue" entwickeln Elite-Studenten zukunftsweisende Lösungen und passende Konzepte für reale Probleme in der Informationstechnik. Zwei Monate intensive Arbeit und eine Menge Fachwissen stecken hinter jedem der 18 Projekte. Die Studentinnen und Studenten bekamen die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit führenden IT-Experten, eigenständig ihre Projekte durchzuführen. Nichts sollte dem Taten- und Forschungsdrang der jungen Kreativen im Wege stehen. Sie konnten die neuesten Technologien, die der Konzern zur Verfügung hat, nutzen und einsetzen. Unter dem Motto „Cool Projects, Innovative Teams, Dynamic Places“ arbeiteten die 18 europäischen Teams an den Themenschwerpunkten Social Networks, Communities/Web 2.0, Enabling Development, Data Management, Data Center of the Future, Future Business Opportunities sowie Real and Virtual Worlds & Sensors.
Die Extreme Blue Expo stand unter der Devise: Work hard & party hard
86 Studenten aus 25 Ländern und fünf Kontinenten waren zwei Tage lang zu Gast im Böblinger Forschungs-und Entwicklungszentrum und genossen das Rundumprogramm und die schwäbische Gastfreundschaft. Getreu dem Motto: „Work hard & party hard“ wurde nach zehn Wochen straffem Projektplan und intensivem Arbeitseinsatz zum Abschluss gefeiert und vor allem Enthusiasmus und gute Stimmung verbreitet. Der Freizeitspaß begann am Ankunftstag mit allen Beteiligten, den Studenten, den Betreuern und den Mentoren mit einer feucht-fröhlichen Stocherkahnfahrt auf dem Neckar in Tübingen.
Am ersten Expo-Tag gab es im straffen 7-Minuten Takt Projekt- präsentationen und 17 Teams stellten ihre Ergebnisse vor. Einige Ideen der Studentinnen und Studenten zeigten den Weg in ein neues IT-Zeitalter auf. Sie beeindruckten mit innovativen Konzepten bei der Entwicklung neuer Technologien, hatten völlig neue Ansätze im Service-Geschäft und beim Einsatz humanitärer Hilfsmaßnahmen. Einige Projekte wurden als Kunden-Kooperationen durchgeführt oder waren eigenständige Forschungsprojekte. Zwei Extreme Blue Projekte sind noch im Geheimhaltestadium und laufen mit internationalen IBM Partnern aus dem Pharmabereich und der Halbleiterbranche. Aus diesem Grund fanden die Präsentationen der 18 Teams hinter verschlossenen Türen, vor einem IBM Expertenteam und den Extreme Blue Studenten, statt. Für interessierte Gäste und das Laborpublikum gab es an diesen zwei Tagen die „Extreme Blue Expo“, Infostände, an denen die Studenten ihre Projekte anhand von Demos und Postern vorstellten und erklärten. Abends fand in der Laborkantine ein Galadinner mit den Studenten, ihren Begleitern und IBM Executives statt. Da war Party time mit viel Stimmung, Musik, Tanz – und ohne Alkohol. Die Party- Hardliner bestellten sich zur späten Stunde noch eine Stretchlimousine und feierten in einer Stuttgarter Disco bis in die frühen Morgenstunden weiter. Am zweiten Expo-Tag standen noch das Schweizer Team und der IBM Extreme Blue Kooperationspartner NXP aus Holland auf der Bühne.
Für alle Extrem Blue Expo Teilnehmerinnen und Teilnehmer war es ein XXL-Programm mit viel Adrenalin, Lampenfieber, Erfolg und Spaß. Und der emotionale Höhepunkt - zumindest für die männlichen Teilnehmer - war das spannende Tischfußballturnier, das die französische Equipe mit Bravour vor zwei deutschen Kickerteams gewann.
Hohe Leistungsbereitschaft und Leidenschaft zeichneten die Teams aus
Über die Eröffnung der 10. europäischen Extrem Blue Expo freute sich der neue deutsche Forschungs- und Entwicklungschef Erich Baier, dem es eine Ehre war, die top Studenten im Böblinger Lab willkommen zu heißen. Die Innovationskraft der Projekte sowie die Vielfältigkeit und Professionalität der Präsentationen waren für ihn ein absolutes Highlight und er bewunderte die Studenten bei ihren Auftritten und an ihren Infoständen, mit denen sie sehr viel Kreativität bewiesen haben. Erich Baier: "Wir begegnen bei Extreme Blue hochbegabten Menschen, die unvoreingenommen und kreativ an herausfordernde Projekte herangehen. Hierbei entsteht Innovation, und das wollen wir fördern. Im Wettstreit um die besten Talente ist es für uns immer wichtiger, bei der Rekrutierung neue Wege zu gehen und potenzielle Mitarbeiter möglichst früh an uns zu binden. Die Studentenpraktika Extreme Blue und Speed Teams haben sich dafür als wirksame Programme bewährt."
Als Technologie-Experte und IBM Executive mit weltweiter Verantwortung für die IBM POWER Systeme, kam General Manager Ross Mauri aus USA, um bei der europäischen Extreme Blue Abschlussveranstaltung die Konzepte und Projektideen mit zu beurteilen. In seiner Ansprache motivierte er die Studierenden für eine internationale Karriere bei IBM. Er war begeistert über das Wissen, die Energie und den Enthusiasmus der Studenten, die unglaubliche Ideen in kürzester Zeit in die Realität umsetzten. Ross Mauri: “I was energized by hearing about the incredible thinking that went into the projects. This Expo was for you – you made the very best out of it. Thank you for your passion and contribution to Extreme Blue and IBM.”
Linda Sanford, Senior Vice President Enterprise On Demand Transformation ist für die Transformation der IBM Company verantwortlich und eine der erfolgreichsten und anerkanntesten Frauen bei IBM. In einer Videobotschaft grüßte sie die Extreme Blue Absolventen und bedankte sich bei den Talenten, die aus der ganzen Welt nach Böblingen angereist waren, um ihre beeindruckenden Innovationen vorzustellen. Für Linda Sanford sind Nachwuchsprogramme wie Extreme Blue sehr sinnvoll und wichtig, da sie eine sprudelnde Quelle für zukünftige Innovationen und Erfindungen sind. Linda Sanford: „Innovation has changed over the years. It is not only more a genius in a class who makes inventions - innovations arise from open cross continent collaborations, when young talents with fresh thinking work together.”
Für das Böblinger Extreme Blue Organisationsteam und den deutschen Extreme Blue Verantwortlichen Michael Stetter war es eine sehr erfolgreiche Veranstaltung, die alle Beteiligten begeisterte und faszinierte. Es war die unvoreingenommene, frische Art und Kreativität der Studentinnen und Studenten, gepaart mit dem Wissen und dem Erfahrungsschatz der Mentoren, die den Extreme Blue und Speed Team-Projekten einen besonderen Spirit gab. Dabei war die Vielfalt der Menschen und der Themen ein entscheidender Erfolgsfaktor. An den europäischen Extreme Blue- und Speed Team-Projekten waren 97 Studenten beteiligt. Michael Stetter: „Die Zusammenarbeit dieser begabten und hochmotivierten jungen Menschen aus technischen und wirtschaftlichen Fachrichtungen birgt enormes Innovationspotential, das bei der Expo 2008 auf professionelle und faszinierende Weise präsentiert wurde.“ Die Ergebnisse der Extreme Blue Projekte werden in einem nächsten Schritt von IBM Experten geprüft. Wenn die Resultate umsetzbar sind, entstehen daraus IBM Emerging Business Opportunities, sodass die Arbeiten der Studenten verwirklicht werden und reale Kundenlösungen und Produkte entstehen. Das Extreme Blue Programm, das IBM 1999 mit 25 Studenten in USA startete, brachte dem Unternehmen bis heute über 430 Patente.
Studenten werden zu Erfindern
In Deutschland haben 16 Studenten aus elf deutschen Universitäten an vier innovativen Projekten im Böblinger IBM Forschungszentrum gearbeitet und sich mit herausfordenden Zukunftsthemen beschäftigt: wie der Entwicklung eines Next Generation Energiemanagement Systems für Serverlandschaften, einen Proptotypen für einen Hardware Beschleuniger für Data Management Anwendungen entwickelt, eine neue technische Verknüpfungsmöglichkeit zwischen der realen und virtuellen Welt erfunden und mit Hilfe des Cell Prozessors ein Hochgeschwindigkeits-Netzwerk für die nächste Gameframe-Generation entwickelt. Während der gesamten Dauer des Praktikums, das bei uns in Deutschland in den Semesterferien stattfand, waren die Studenten in Vollzeit in den Arbeitsalltag bei IBM eingebunden.
