Direkt zum Inhalt

"Future Store" der METRO Group

Hohe Akzeptanz in Deutschland dank Wireless-Technologie

Referenzbild Supermarkt
Zitat METRO

Das Projekt auf einen Blick

Mit der Vision, das "Einzelhandelsunternehmen der Zukunft" zu werden, brachte die METRO Group die Future Store-Initiative auf den Weg. Geschäftspartner wie IBM, SAP, Intel und andere IT- und Konsumgüterunternehmen arbeiteten gemeinsam mit der METRO Group an diesem Projekt. Die METRO Group bewies dabei einmal mehr ihre Rolle als innovativer Technologieführer, indem sie auf IBM Business Consulting und Wireless e-Business Services zurückgriff sowie On Demand-Technologie auf den Markt brachte.

Lösung:

Ein Future Store basiert auf der RFID-Technologie (Radio Frequency Identification), die in der gesamten Wertschöpfungskette zur automatischen Produktidentifizierung angewendet werden kann – von der Produktion über Transport und Lagerlogistik bis zum Verkauf und Kundenservice. Mit dieser Technologie können zudem wesentliche Produktinformationen gespeichert und abgerufen werden, z.B. Preise, Mindesthaltbarkeitsdaten oder Lieferanten. Alle Daten werden zentral im Warenwirtschaftssystem gesammelt. Ein lokales Netzwerk (LAN) ermöglicht z.B. die Verwendung elektronischer Regaletiketten.

Vorteile:

Dank der neuen Wireless-Prozesse muss das Unternehmen keine zeitaufwendigen manuellen Zählungen mehr durchführen und spart durch eine bessere Bestandskontrolle Kosten ein. Im Geschäft selbst können Kundenbindung und nachgelagerte Prozesse verbessert werden. Durch die Einbindung von Wireless-Funktionen in Warehouse-Anwendungen stehen den Mitarbeitern Echtzeitdaten zur Verfügung, mit denen Bestand und Lieferungen automatisch nachvollzogen werden.

Detaillierte Lösungsbeschreibung

Einer der weltweit größten Handelskonzerne, die METRO Group, wurde in den Sechziger Jahren in Deutschland gegründet. Das Unternehmen hat kontinuierlich in ganz Europa expandiert und mit mehreren großen Einzelhandelsunternehmen fusioniert. Auf der Grundlage der erfolgreichen Geschäftstätigkeit im Inland expandierte das Unternehmen schnell in 28 Länder. Es bietet Produkte und Services, die selbst anspruchsvollsten Kundenanforderungen gerecht werden.
Die METRO Group weist gerne auf die Garantie des Unternehmens hin, dass jederzeit eine große Auswahl an qualitativ hochwertigen Waren verfügbar ist – sowohl bei Lebensmitteln als auch im Non-Food-Bereich. Bei Lebensmitteln hat Frische oberste Priorität.
Die Geschäfts- und Verwaltungsstrukturen im Unternehmen sowie die unternehmerischen Konzepte und Strategien gehen weit über das übliche Image eines Handelsunternehmens mit Schwerpunkt auf dem Binnenmarkt hinaus. Der Supermarkt "Extra" in Rheinberg war bereits zur Modernisierung vorgesehen, als der Vorstand Gespräche mit Technologiepartnern darüber aufnahm, die Planungen erheblich weiter zu fassen und die "Future Store"-Initiative auf den Weg zu bringen.
Die zuständigen Mitarbeiter der METRO Group entschieden, sich auf die weitere Verbesserung des Einkaufserlebnisses für den Kunden und die Steigerung der Effizienz in den Verkaufsprozessen zu konzentrieren.

Welche Gründe sprechen für die Entwicklung zum On Demand Unternehmen?

METRO MGI war an einer End-to-End-Lösung interessiert, mit der weite Teile des Lebenszyklus eines Produkts transparent gestaltet werden können. Dies konnte mithilfe von Technologiepartnern umgesetzt werden. Es bezieht sich auf jede Phase im Lebenszyklus eines Produkts: vom nachgelagerten Supply Chain Management über die Bestandskontrolle im Warenregal bis zum Kauf.
Warenpaletten aus dem Verteilzentrum, die für die Filiale in Rheinberg bestimmt sind, werden jetzt z. B. gescannt, sobald sie das Lager verlassen. Die Lieferdaten werden automatisch an das Lagerinformationssystem in der Filiale übertragen. Der Filialleiter in Rheinberg weiß dadurch, welche Warenlieferung das Verteilzentrum verlassen hat und welche Waren eintreffen werden. Sobald eine Lieferung in der Filiale eintrifft, werden die RFID-Tags auf den Paletten erneut gescannt und mit den vorherigen Daten verglichen. Der Filialleiter weiß damit sofort, ob Waren fehlen, und kann eine Ersatzlieferung aus dem Verteilzentrum anfordern.
Wenn ein Kunde das Geschäft betritt, werden außerdem die mit RFID-Tags versehenen Einkaufswägen gescannt. Damit kann Folgendes überwacht werden:

Artikel mit RFID-Tag werden an der Kasse gescannt, wobei die elektronische Warenüberwachung (EAS, Electronic Article Surveillance) inaktiviert ist. Die Artikel werden aus dem Bestand genommen, und der Lieferant wird über den aktuellen Bestand dieses Produkts in der Filiale informiert. Der Einkaufswagen wird erneut gescannt, wenn der Kunde die Filiale verlässt.

Das Geschäftsmodell:

Die RFID-Technologie spielt nicht nur bei der Future Store-Initiative eine wichtige Rolle, sondern potenziell auch für den gesamten Einzelhandelssektor. Einzelhändler und Analysten sind sich grundsätzlich darüber einig, dass die RFID-Technologie zunächst hauptsächlich in der Lieferkette Anwendung finden wird. Die METRO Group testet die Verwendung von RFID-Tags, um Erkenntnisse zur Funktionsweise dieser Technologie zu erhalten. RFID-Tags werden im "Future Store" außerdem im Back-Office und zur Überwachung von Logistikprozessen im Verteilzentrum verwendet. Die METRO Group verwendet RFID-Lesegeräte, um Tags auf Kisten und Paletten zu scannen, die für den Transport in die Filiale verladen werden.

Zudem werden ausgewählte Produkte mit einem RFID-Tag versehen, damit Mitarbeiter der METRO Group die unmittelbaren Auswirkungen der Smart-Shelf-Technologie in der Filiale in Bezug auf die Auffüllung von Lagerbeständen untersuchen können. Sobald ein Produkt mit einem RFID-Tag aus einem Regal in einem „Future Store“ genommen wird, wird eine Mitteilung an das Back-Office gesendet, dass das Regal aufgefüllt werden muss. Hierauf wird in einer Branche besonders geachtet, in der in bis zu zehn Prozent der Zeit in bestimmten Regalen keine Artikel vorrätig sind.

Dieselben Tags werden zusätzlich am Ausgang der Filiale als Diebstahlsicherung verwendet. Dies ist besonders effektiv bei Artikeln wie CDs und DVDs, die häufig gestohlen werden. Der Kunde kann DVDs, CDs und Kassetten testen, indem er den RFID-Tag auf dem Produkt scannt und auf einem Kiosksystem in der Filiale z. B. einen Video-Clip anschaut.

Sechs Monate, nachdem die Future Store-Initiative auf den Weg gebracht wurde, liefert eine Studie der Boston Consulting Group vielversprechende Ergebnisse. 77 Prozent der Kunden nutzten die neuen Wireless-Technologien, und fast 50 Prozent – auch ältere Personen – äußerten sich hierzu positiv. Die Kundenzufriedenheit stieg von 34 auf 52 Prozent. Während die meisten High-Tech-Installationen im Rahmen der Future Store-Initiative möglicherweise jahrelang nur in sehr begrenztem Umfang eingesetzt werden, ist Hans-Joachim Körber, CEO der METRO Group, dennoch davon überzeugt, dass sich die Investition auszahlen wird. Für die METRO Group ist "Future Store" keine Entscheidung über einen Return-on-Investment, sondern vielmehr über einen Return-on-Opportunity.

Die Betriebsumgebung:

Bei der Implementierung dieser hochentwickelten Technologien (z.B. RFID und Wireless-LAN) überarbeiteten IBM und Metro MGI die gesamte Infrastruktur der Filiale. Infolgedessen können nun Produkte in der gesamten Lieferkette des Unternehmens besser überwacht werden. Bei diesem Projekt war allerdings die Systemintegration der wichtigste Faktor. Bisher verwendete die METRO Group elektronische Regaletiketten in einer "Cash and Carry"-Umgebung.
Mit der Einführung von Selbstzahlerkassen, der RFID-Technologie und vielen anderen Technologieprodukten schaffte das Unternehmen die Grundlagen für den wirklichen "Einzelhandel der Zukunft". Die METRO Group nutzte IBM Middleware und Services zur RFID-Integration, um eine nahtlose Integration zu gewährleisten. Alle RFID "Smart Tags" kommunizieren über einen zentralen System-Hub, den IBM speziell für die METRO Group entwickelte.
IBM übernahm in folgenden Bereichen eine führende Rolle:

IBM war nicht nur für die Integration aller RFID-Systeme in der Filiale verantwortlich, sondern lieferte auch ein neues Kioskinformationssystem und die neue "Veggie Vision"-Waage. Sie ist mit einer Kamera ausgestattet und erkennt automatisch Obst und Gemüse, das vom Kunden gewogen wird. Das Kiosksystem liefert nützliche zusätzliche Informationen über ein Produkt, sobald der Barcode über den integrierten Barcodeleser gelesen wurde.
Der "Future Store" der METRO Group, den das Unternehmen als "dauerhaftes Testlabor" bezeichnet, wird der Ort sein, an dem das Unternehmen und seine Partner kontinuierliche neue Technologien für den Einzelhandel beurteilen. Das Unternehmen plant weitere Tests in anderen Filialen, wenn die in der Filiale eingesetzte Wireless-Technologie noch besser vom Kunden angenommen wird und das Nutzenpotenzial zur Steigerung der Effizienz umfassend ausgewertet wurde.

Der "Future Store" der METRO Group wird weitreichende Folgen für den Einzelhandel haben. Die METRO Group ist sich der Tatsache bewusst, dass das Unternehmen die Branche nicht alleine mit neuen Technologien verändern und modernisieren kann. Es ist daher gerne bereit, die bisherigen Auswertungen und Ergebnisse aus Kundenumfragen an andere Einzelhandelsunternehmen weiterzugeben.

Kontakt

Birgit Jordan


+49 211 476-1437


Mehr Referenzen?

Seitennavigation