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IBM Consumer Centric Retailing – die Intitiative Multi-Channel Retailing

Im deutschen Einzelhandel sind einige Verhaltensmuster immer noch sehr dominant. Vorherrschendes Discountprinzip und erheblicher Preiskampf in nahezu allen Vertriebsformen lenken den Blick des Handels auf günstige Warenbeschaffung, wenige aber fokussierte Werbeaktivitäten und den Ausbau der Filialsysteme und/oder neuer (isolierter) Vertriebswege (z.B. e-Commerce).

Das Kundenverhalten und die Rahmenbedingungen für den Einzelhandel ändern sich jedoch seit einigen Monaten spürbar. Der Wegfall der Rabattgesetze und die nachhaltige Verbreitung von Internet- oder Handy-Nutzung sind dabei nur einige wichtige Einflussfaktoren. Untersuchungen zeigen, dass die Informationsbeschaffung über Produkte und der tatsächliche Erwerb immer stärker voneinander getrennt ablaufen: man informiert sich im Internet und kauft beim Einzelhändler vor Ort. Die gleichen Kunden oder auch klar erkennbare Kundengruppen wollen in bestimmten Situationen auch schnell und außerhalb von Ladenöffnungszeiten einkaufen.

Sie bestellen z.B. über das Internet. Aufgrund der einfachen Informationsbeschaffung (aber auch Konjunkturbedingt) ist der Kunde sehr preissensibel. Er trifft seine Entscheidungen selbstbewusst und situationsbezogen. Spontankäufe verdrängen zunehmend die geplanten Käufe. Zum Teil sehr differenzierte und kundenspezifische Rabattierung der Einzelhändler oder auch Personalisierung (die persönliche Ansprache von Kunden) haben zeitgleich Einfluss auf das Einkaufsverhalten und die Loyalität der Kunden.

Diese, noch vielen Einzelhändlern unbekannten Verhaltensweisen der Kunden, fördern und fordern ein aktives "Multi-Channel Retailing". Der Einzelhändler muss den Kunden über unterschiedliche Vertriebs-(Informations-) wege erreichen und bedienen, ihn anhand der Einkaufshistorie richtig bewerten, zielgerichtet und integrativ ansprechen können.

In der Realität bestehen in der Vernetzung der Vertriebs- und Servicewege (sofern überhaupt schon vorhanden) erhebliche Defizite. So sollte es dem Kunden z.B. freigestellt sein, seine Internetbestellung in einer von Ihm gewünschten Filiale abzuholen oder per Post / Kurier zugesandt zu bekommen. In der Filiale sollte bisheriges Kundenverhalten und die damit einhergehende Bedeutung des Kunden im persönlichen Kontakt zu Verkaufspersonal transparent sein und honoriert werden (individuelle Angebote).

Der Kunde sollte auch über Kiosksysteme in den Filialen den schnellen und einfachen Zugang zu aktuellen, relevanten und personalisierten Daten oder wichtigen Informationen haben.

Die skizzierten Szenarien des "Multi-Channel-Retailing" sind nur einige wenige Elemente über die der Einzelhandel neue Ansätze finden kann, um den Umsatz langfristig zu steigern oder Kosten nachhaltig zu reduzieren.
Die IBM hat mit "IBM Consumer Centric Retailing" eine Vorgehensweise entwickelt, die möglichen Potentiale systematisch auszuschöpfen. Wesentliche Komponenten von "IBM Consumer Centric Retailing" sind:

  1. Einleitung eines branchen- und unternehmensspezifischen Dialogs zwischen Unternehmen und Spezialisten der IBM mit den Schwerpunkten
    - Wissen über die Kunden
    - Effizienz bei Werbung und Marketing
    - Integration der Absatzwege
    - Optimierung der operativen Filialsteuerung

    Innerhalb dieser Themenbereiche sollen in einer ersten "Dialogrunde" anhand von Beispielen existierende oder zu erwartende Anforderungen des Unternehmens im Hinblick auf "Multi-Channel Retailing" identifiziert werden.

  2. Sind erste Anforderungen oder Ideen qualifiziert, wird aus dem reichhaltigen Portfolio von "Consumer Centric Retailing"-Solutions, die weltweit zum Teil gemeinsam mit namhaften Handelsunternehmen oder Partnern der IBM entwickelt wurden, der jeweils passende Ansatz ausgewählt. Dies bedeutet, dass ein schneller Bezug zwischen Aufgabenstellung und Lösungsaspekten hergestellt werden kann.

  3. Der gefundene Lösungsansatz, in aller Regel eine Kombination aus Hardware, Software und Services der IBM, kann dann an die jeweilige unternehmensspezifische Situation angepasst und integriert werden.

  4. Wichtiger Aspekt der erstmaligen Zusammenarbeit ist nicht nur die einmalige Anwendung, Solution oder Beratung, sondern die Entwicklung einer zukunftsweisenden Architektur, die den "Multi-Channel Retailing" Ansatz systematisch im Visier hat.

"IBM Consumer Centric Retailing" ist die integrative Architektur der IBM für "Multi-Channel Retailing". Neben der Kompetenz der IBM im Bereich Hardware, Software und Services, sind es der weltweite Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit mit vielen unterschiedlichen Handelskunden, die einmalige, symbiotische und unternehmenstypische Nutzungsideen im Handel entstehen lassen. Nur auf diesem Wege ist es für die Handelskunden der IBM möglich, in den jeweils spezifischen Märkten Wettbewerbsvorteile zu realisieren. Viele Beispiele realisierter Handelsprojekte und eine frühzeitige, projektbezogene ROI-Betrachtung zeigen dies deutlich auf.

Wichtige technologische Grundelemente von "IBM Consumer Centric Retailing" sind:

  • "Multi-Channel Retailing" Architektur
    Fundament zur Integration von Prozessen, Daten und IT-Technologie
  • CRM (Customer Relationship Management)
    Integrative Sammlung, Analyse und Nutzung aller verfügbaren Kundendaten
  • POS Point of Sale
    Ausbau des POS als Point of Service
  • E-Commerce
    Internet-Shopping und -Informationsvermittlung (Ausbau zum Kundenportal)
  • Kiosk und Wireless Computing
    Service-Animation, Informationsvermittlung on Demand und personalisierte Nutzung
  • Katalog und Telefon
    Call-Center Lösungen

Alle Komponenten sind in vielen unterschiedlichen Ausprägungen in den Handelsunternehmen vorhanden. Die Integration oder der Aufbau einer gemeinsamen Architektur und Strategie ist die eigentliche Herausforderung und das Ziel des "Multi-Channel Retailing".

"IBM Consumer Centric Retailing", die zukunftsweisende Architektur und wichtiges Vorgehensmodell der IBM im Handel, sichert eine langfristige und integrative Perspektive und ist die elementare Basis der Zusammenarbeit der IBM mit seinen Handelskunden.