Einführung
Die Entwicklung von Fahrzeugsystemen in der Automobilindustrie ist von einer rasant zunehmenden Komplexität geprägt. Oft handelt es sich um ein "System von Systemen", zusammengesetzt aus vernetzten Subsystemen verschiedener Funktionsbereiche. Die angestrebte Systemfunktion lässt sich häufig nur durch das Zusammenspiel vieler Komponenten verwirklichen, die üblicherweise von verschiedenen Herstellern und aus unterschiedlichen Anforderungsspezifikationen stammen.
Die Beherrschung dieser Systemkomplexität in der Entwicklungsphase erhöht die Anforderungen an den Entwicklungslebenszyklus um ein Vielfaches und macht eine grundlegende Anpassung der Entwicklungsmethoden, -prozesse und -umgebung erforderlich.
Mangelnde Berücksichtigung dieser Anforderungen führt zu einer verzögerten Einführung neuer Fahrzeuge oder neuer differenzierender Funktionalitäten. Kostspielige Nachbesserungen während der Produktlaufzeit sowie hohe Garantie- und Kulanzkosten sind häufig die Folge.
Unsere Lösung
Als tragfähigen Lösungsansatz bietet die IBM ihre modellbasierte integrierte Produktentwicklungsplattform (Product Creation Environment – PCE) mit einer Vielzahl von möglichen Einführungsvarianten an. Von der Analyse über die Verbesserung der Prozessfähigkeit und die Implementierung des Requirements-Engineerings oder der MDSD (Model Driven Systems/SW Development)-Entwicklungsmethodik bis hin zur Einführung einer komplett prozessgesteuerten Kollaborationsplattform stellt IBM alle notwendigen Dienstleistungen und Werkzeugplattformen bereit.
Auf Basis von Entwicklungsplattform und durchgängigem Datenmanagement ist zudem eine umfassende Nachverfolgbarkeit (Traceability) über alle Entwicklungsartefakte und Prozessschritte möglich.
Highlights
- Umsetzung prinzipieller SE-Kompetenzen wie Requirements Engineering, Project Management, Change and Configuration Management auf Basis modellbasierter Entwicklungsmethoden mit integrierten Entwicklungswerkzeuge auf einer durchgängigen Plattform
- Prozessautomatisierung durch modellierte Best Practices und Entwicklungsprozesse sowie deren Workflows
- Interaktion von Prozessphasen und erstellten Entwicklungsartefakten, bei gleichzeitiger historisierter Nachverfolgbarkeit der einzelnen Prozessschritte und Artefakte
- Entwicklungskollaboration in Echtzeit, direkte Sichtbarkeit der Ressourcenverfügbarkeit und -auslastung. Austausch von Anforderungen und Lösungsbeschreibungen innerhalb des Teams in Echtzeit, über regionale und strukturelle Grenzen hinweg
- Rollenbasiertes Reporting und Überblicksdiagramme zur Analyse und Projektsteuerung, basierend auf aktuellen Daten
- Iterative Entwicklungsmethodik, kann konform zu bestehenen Reifegradmodellen (CMMi, Spice) abgebildet und ausführbar gemacht werden
Die Jazz-Kollaborationsplattform ermöglicht die Realisierung einer durchgängigen, prozessgesteuerten Entwicklungsumgebung, die alle Aspekte einer Produktentwicklung berücksichtigt. Alle Entwicklungsartefakte werden durchgängig verknüpft und ohne Datenbrüche von den ersten Anforderungs- und Konzeptbeschreibungen eines Systems über die Detailumsetzung bis zur Testphase weitergereicht. Auf diese Weise ist eine umfassende Traceability möglich.
Das Team kommuniziert über Fachbereichs- und sogar Unternehmensgrenzen hinweg und wird durch einen hohen Grad an Automatisierung in der Prozessanwendung unterstützt. Dies steigert die Effizienz und Gesamtqualität. Gleichzeitig lassen sich Kosten einsparen und der Time-to-Market beschleunigen.
Die Integration von eingeführten Werkzeugen wie DOORS für das Verwalten der Anforderungen, Rhapsody für die Modellierung von Systemfunktionen und Softwarearchitekturen (AUTOSAR konform) sowie Funktionalitäten für das Projektmanagement, Konfigurationsmanagement und Qualitätsmanagement runden die Gesamtfunktionalität ab.
Zusätzlich wird über die Integration in bestehende PLM-Umgebungen (CAD, CAE, PDM, Supply Chain etc.) eine durchgängige Systementwicklung über den gesamten Produktlebenszyklus erreicht.
Das Beratungsangebot der IBM im Bereich Geschäftsanalyse, Prozessreife, Entwicklungsmethodik (RUP, MDSD), PLM-Integration sowie Entwicklungsdienstleistungen im Embedded-Umfeld ermöglichen die phasenweise Einführung eines solchen Lösungspakets, abgestimmt auf die Gesamtstrategie und auf die Entwicklungsroadmap eines Konzerns.
Ihr Nutzen
- Verbessertes Time-to-Market
- Verbesserte Gesamtqualität
- Konsistentes, prozesskonformes Relationsmanagement von Entwicklungsartefakten
- Optimierte Ressourcenplanung, Steigerung der Entwicklungseffizienz
- Erhöhte Wiederverwendbarkeit
Warum IBM?
- Weltweite Präsenz für globale Einführung von Lösungen
- Umfassende Beratungsleistungen für die Modellierung von Entwicklungs- und Geschäftsprozessen
- Erfahrungen in der architekturgetriebenen Entwicklung komplexer, verteilter Systeme (HW, SW, Mechanik)
- Eigene Softwareentwicklung mit komplexen Prozessen, offenen Technologien unter Verwendung von Best-Practice-Entwicklungsmethoden (Eclipse, RUP)
