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Ideen von IBM: Die Bedeutung mittelständischer Unternehmen

 

Mittelständische Unternehmen haben in der Weltwirtschaft immer mehr Chancen. Im heutigen Geschäftsumfeld, das von schlanken Hierarchien und grosser Flexibilität geprägt ist, spielt die Unternehmensgrösse keine Rolle mehr. Entscheidend sind vielmehr schnelle Marktpräsenz, Innovation und Know-how. Welche Vorbereitungen können mittelständische Unternehmen treffen, um unter diesen Bedingungen erfolgreich zu sein?

Hintergründe:
Wen sprachen wir an? Die Hauptanliegen der befragten Unternehmen
Wen sprachen wir an? Die Hauptanliegen der befragten Unternehmen

Was wird sich ändern?
Was wird sich ändern? Was wird sich ändern?
Was wird sich ändern? Was wird sich ändern?



Hindernisse, die berücksichtigt werden müssen:

Hindernisse, die berücksichtigt werden müssen


Podcasts mit Beispielen aus der Praxis:

PORTO MEDIA, Irland
Schnelle Downloads von Filmen

PORTO MEDIA, Irland

Es dauert durchschnittlich etwa 18 Sekunden, um Geld aus einem Bankautomaten zu bekommen. Genau diesen Service hatte Chris Armstrong, Gründer von Porto Media, im Sinn, als sein Unternehmen ein bahnbrechendes Verfahren entwickelte, mit dem ein zweistündiger Film innerhalb von 20 Sekunden auf eine FLASH-Speicherkarte im Taschenformat heruntergeladen werden kann. Porto Media wollte diese Möglichkeit dem Verbraucher über spezielle Kiosksysteme für Filme zur Verfügung stellen.

Ein wichtiger Aspekt wurde hierbei jedoch nicht berücksichtigt: das Verfahren bot keine DRM-Funktionen (Digital Rights Management, Digitale Rechteverwaltung). Mitarbeiter der IBM Forschung griffen daher auf einen neuen Standard für den Schutz von Urheberrechten zurück und erweiterten diesen. Anbieter digitaler Inhalte haben jetzt die Möglichkeit, genau anzugeben, wann und wie lange die Inhalte angezeigt werden dürfen.

Chris Armstrong ist davon überzeugt, dass übertragbare digitale Medien "... eine tiefgreifende Veränderung im heutigen Filmverleihgeschäft darstellen, da der Kunde jederzeit den gewünschten Film erhalten kann. Er muss den Film ausserdem nicht zurückgeben, und es fallen keine nachträglichen Gebühren an." Aus Sicht des Einzelhandels kann durch den Einsatz von Kiosksystemen der vorhandene Filmbestand erweitert werden, ohne hierfür die Ladenfläche ausweiten zu müssen. Probleme im Zusammenhang mit der Aufbewahrung zahlreicher unterschiedlicher DVD-Formate lassen sich so vermeiden. Ausserdem besteht die Möglichkeit, wertvolle POS-Informationen (Point-of-Sale) über den Kunden zu sammeln.

Insgesamt also eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung.

 

CITY FURNITURE, USA
Einfache und preisgünstige Design-Services

CITY FURNITURE, USA

Für viele ist der Kauf eines Sofas die erste grosse Anschaffung. Auf diesen Umstand musste sich auch City Furniture einstellen, eine Möbelhauskette in Südflorida mit 21 Filialen. Keith Koenig, CEO und Eigentümer von City Furniture, stellte bei seinen Kunden ein unterschiedlich starkes Mass an Unentschlossenheit fest, und zwar im Hinblick auf deren Wünsche und auf die Tatsache, ob ein bestimmtes Möbelstück zur übrigen Einrichtung passt. Dies verzögert natürlich die Entscheidungsfindung und damit auch den Verkaufsprozess.

City Furniture sah daher die Chance, sich gegenüber Wettbewerbern abzugrenzen und bot als erstes Unternehmen einen Service an, bei dem sich der Kunde einfach und kostengünstig von einem Innenarchitekten vor Ort beraten lassen konnte, der mit dem Angebot des Möbelhauses vertraut ist. In Zusammenarbeit mit IBM entwickelte City Furniture den neuen Service mit dem Namen Academy of Design, den der Kunde auf unterschiedliche Arten, z. B. über ein Kiosksystem im Möbelhaus und über eine Website, in Anspruch nehmen kann. Der Kunde gibt hierbei seine Vorlieben und den finanziellen Rahmen an, entscheidet sich für einen Innenarchitekten und kann zu einem späteren Zeitpunkt Designentwürfe online anzeigen. Hierzu gehören auch Farbpaletten, Bodenbeläge sowie Designvorschläge für Fenster und Wände.

Mit Academy of Design konnte City Furniture neue Umsatzquellen generieren, zu Innovationen in der Möbelbranche beitragen und ausserdem natürlich die Auswahl des am besten geeigneten Sofas einfach gestalten.

 

UPAID, Grossbritannien
Rechnungen über das Mobiltelefon bezahlen

UPAID, Großbritannien

Mit Ihrem Mobiltelefon können Sie Bilder machen, Filme anschauen oder eben telefonieren. Dank Upaid, einem Unternehmen für mobile Zahlungslösungen mit Sitz in Grossbritannien, können Sie mit Ihrem Mobiltelefon jetzt auch Rechnungen bezahlen.

Zusammen mit IBM brachte Upaid einen kontrollierten, durchgängigen und mobilen Zahlungsservice auf den Weg. Der Grundgedanke dabei ist natürlich, sein Mobiltelefon für die Bezahlung von Rechnungen nutzen zu können. Die weitaus interessanteren Aspekte stecken jedoch in den Details. Stellen Sie sich z. B. einen Nutzer eines Mobiltelefons vor, dessen Energieversorger mobile Zahlungsmöglichkeiten anbietet. Wenn der Energieversorger eine Rechnung erstellt, wird automatisch eine Textnachricht mit dem fälligen Betrag und der Aufforderung zur Bezahlung der Rechnung an den Kunden gesendet. Zum Bezahlen der Rechnung muss der Kunde lediglich "OK" und einen PIN-Code eingeben. Das System übernimmt dann automatisch alle weiteren Schritte bis zur Überweisung des Betrags durch die Bank des Kunden.

Der interessanteste Aspekt bei diesem Beispiel ist jedoch die Geschwindigkeit, mit der Transaktionen durchgeführt werden. Für Unternehmen, wie z. B. Energieversorger, die monatlich normalerweise Rechnungen in Höhe von insgesamt mehreren Millionen Euro ausstellen, sind die potenziellen Einsparungen durch die schnellere Begleichung von Aussenständen enorm. Die Einsparungen im Zusammenhang mit der eigenständigen Nutzung von Serviceleistungen durch den Kunden sind hierbei noch nicht berücksichtigt. Und Upaid kann mit allen Geschäftsmodellen arbeiten, die auf regelmässigen Rechnungsstellungen basieren. Und welche Vorteile ergeben sich für den Kunden? Mehr Flexibilität, mehr Kontrolle und die Möglichkeit, seine Rechnungen überall und jederzeit bezahlen zu können. Mit der Lösung von Upaid gibt es keine Entschuldigung mehr für unbezahlte Rechnungen, es sei denn, Sie haben Ihr Mobiltelefon verloren.

 

Storstrøm Erhvervs Center, Dänemark
Telemetriesysteme zur Vermeidung von Stürzen bei älteren Menschen

Storstrøm Erhvervs Center, Dänemark

Bauern wissen, dass sich z. B. Schweine in der Paarungszeit anders bewegen. Der veränderte Bewegungsablauf lässt sich mit Hilfe drahtloser Telemetriesysteme nachvollziehen. Warum sollte sich diese Technik nicht auch für den Menschen nutzen lassen? Genau dieser Aspekt bestimmte die Zusammenarbeit von IBM mit dem Storstrøm Erhvervs Center (SEC) in Dänemark bei der Entwicklung einer völlig neuartigen Telemetrielösung für das Gesundheitswesen, mit dem bei älteren Menschen erkannt wird, wann sie besonders gefährdet sind zu stürzen.

Storstrøm ist eine fast 3.500 Quadratkilometer grosse Region im Südosten Dänemarks, in der etwas mehr als 260.000 Menschen leben. Wie in den meisten Regionen Skandinaviens gibt es auch hier erstklassige Leistungen im Gesundheitswesen. So erkannte man z. B. die zunehmende Belastung für das Gesundheitswesen durch den immer grösseren Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung. Dies galt insbesondere für die immer grössere Zahl älterer Patienten mit Bluthochdruck oder eingeschränkter Beweglichkeit, also Faktoren, die die Gefahr von Stürzen erhöhen.

Storstrøm Ehvervs Center, ein Unternehmen, das sich mit der regionalen Geschäftsentwicklung beschäftigt und das Innovationen für ein Wachstum von Unternehmen fördert, arbeitete an einer Lösung dieses Problems.

In Zusammenarbeit mit IBM, lokalen Anbietern von Gesundheitsleistungen und den örtlichen Behörden entwickelte das Unternehmen eine Pilotlösung. Zunächst musste das System natürlich in der Lage sein, relevante Daten zum Gesundheitszustand von Patienten zu erkennen und zu übertragen, wie z. B. den Blutdruck. Weitaus schwieriger war es dann zu ermitteln, wie "normal" der physische Bewegungsablauf eines Patienten ist. An dieser Stelle brachte IBM die Idee ein, die Lösung zur Erkennung des Bewegungsablaufs von Tieren auf dieses System für den Menschen zu übertragen. Die Lösung liess sich perfekt übertragen, und so konnte sich das Gesundheitswesen ein Beispiel an den Bauern nehmen.

Mittelstands-Studien von IBM
"Inside the midmarket: A 2007 perspective" (in Englisch)
Studie von impulse und IBM: „E-Business im Mittelstand – IT und Innovationen für Unternehmer"
(PDF, 6,9 MB)
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