1. Gesetzliche Auflagen
Es gibt im Bereich Umweltschutz etliche gesetzliche Auflagen, die der Hersteller eines Produktes erfüllen muss. Zu diesen Auflagen gehören u.a. die Einhaltung von Grenzwerten bei Strahlung, sowie der Nichteinsatz verbotener Stoffe (PCB, Asbest o.a.). Da es sich um gesetzliche Auflagen handelt, ist die IBM verpflichtet, diese einzuhalten. Durch umfangreiche Überprüfungen bereits bei der Entwicklung der Produkte sowie IBM intern verbindlich festgelegte Abläufe im Rahmen eines Umweltmanagementsystems ist sichergestellt, dass keines dieser Gesetze oder keine Verordnung vergessen wird und dass die geforderten Eigenschaften von den Produkten erfüllt werden. Die IBM hat durch eine externe Stelle das Umweltmanagementsystem überprüfen lassen. Die Übereinstimmung des Managementsystems mit den Forderungen des Internationalen Standards ISO 14001 wurde auf einm Zertifikat für alle weltweiten Hardwareherstellungsstandorte bestätigt.
2. Freiwillige Massnahmen
Welche zusätzlichen Massnahmen ergreift IBM, um ihren Kunden die Sicherheit zu geben, dass die Produkte den heutigen Standards des Umweltschutzes entsprechen?
Aufrüstbarkeit und Erweiterung
Eine wichtige Möglichkeit im Umweltschutz ist die Verlängerung der Nutzungsdauer von Produkten. Aufrüstbarkeit auf die nächste Generation z.B. der Prozessoren oder Erweiterung der Produkte auf zusätzliche Funktionen erfüllen diesen Zweck.
IBM Produkte, insbesondere Systemeinheiten bieten unseren Kunden eine grosse Palette an Zusätzen, die jedoch nicht sofort installiert werden müssen. Eine Nachrüstbarkeit ist auf Grund des Designs, des modularen Aufbaues und der vorhandenen freien Steckplätze unserer Produkt auch nach dem Kauf möglich.
Beispiele für die Erweiterung:
- Erweiterung des Hauptspeichers
- Nachrüstung mit zusätzlichen Adaptern
- Einbau einer grösseren Festplatte
- Einbau eines CD-ROM Laufwerkes oder Bandlaufwerkes
Energiesparfunktionen
Die US-amerikanische Umweltschutzbehörde (EPA) hat vor einigen Jahren eine Programm ins Leben gerufen, dass die Käufer von Informationsverarbeitungsgeräten veranlassen soll, nur Geräte zu kaufen, die energiesparend arbeiten.
Derzeit plant die Europäische Union, ab dem Jahr 2000 dieses Programm auch als offizielles Europäisches Programm zu etablieren. Neben den USA wäre der Energy Star dann in Europa, Japan, Neuzeeland und Australien offizielles Progamm. Stromsparfunktionen reduzieren automatisch den Stromverbrauch der Geräte, wenn nach einer gewissen Zeit keine Aktivitäten des Benutzers erfolgt sind. Das Gerät versetzt sich selbst in einen sogenannten Schlaf-(sleep-) Modus, in dem Funktionen und Stromverbraucher abgeschaltet werden und so der Energieverbrauch unter eine bestimmte Schwelle gedrückt wird. Diese Maschinen dürfen vom Hersteller mit einem speziellen Zeichen markiert werden, um dem Kunden zu signalisieren, dass die Maschine die Anforderungen der Umweltbehörde erfüllt und energiesparend arbeitet. Dieses Zeichen ist als EPA Energy Star bekannt.
Die IBM hat bei der amerikanischen Umweltbehörde bereits 1992 freiwillig eine Verpflichtung zur Konstruktion von energiesparenden Personal Computern und zur Förderung von Energieeinsparung unterzeichnet. 1998 und 1999 wurde die IBM mit dem Enery Star Computer Partner of the Year Award ausgezeichnet.
Die meisten PC's, Arbeitsplatz-und Abteilungsdrucker, sowie alle Monitore erfüllen die Anforderungen dieses Energy Star.
Ausnahmen bilden die PC-Server, da bei diesen auf Grund der Netzwerk-Server Aufgabe eine Abschaltung z.B. vom Festplattenlaufwerk bestimmungsgemäss nicht vorgesehen ist. Für diese Server und grössere Datenver- arbeitungsmaschinen hat sich IBM verpflichtet energieeffiziente Geräte zu entwickeln. Von Generation zu Generation wird die Ausnutzung der notwendigen elektrischen Energie signifikant verbessert.
Typische Werte für Energiesparmodus :
- Abschalten der Bildschirmes nach 15 min Untätigkeit am Rechner
- Abschalten des Festplattenlaufwerkes nach 30 min ohne Nutzung
- Reduzierung des Energieverbrauchs von typisch 120
W auf unter
30 W
Umweltfreundliche Konstruktion
Von umweltfreundlicher Konstruktion spricht man im wesentlichen heute, wenn die Konstruktion eines Gerätes so angelegt ist, dasseine technische Aufrüstung zur Verlängerung der Lebensdauer möglich und bei PC durch den Benutzer leicht durchzuführen ist und wenn nach Ablauf der Nutzungsdauer ein leichtes und effektives Recycling ermöglicht wird.
Die IBM hat seit mehreren Jahren eine eigenes Entwicklungszentrum für umweltfreundliches Design gegründet. In diesem Zentrum wurden Leitlinien und Konstruktionsmerkmale erarbeitet, nach denen die Konstrukteure bei der Konstruktion von allen IBM Produkten weltweit arbeiten. Die Einhaltung dieser Leitlinien wird bereits im Entwicklungsprozess kontrolliert und über ein Produktumweltprofil dokumentiert. Die Umwelteigenschaften eines Produktes werden durch die IBM in einer Herstellererklärung nach dem von ECMA vorgeschlagenen Format (ECMA TR/70) bestätigt.
Umweltfreundliche Konstruktionsmerkmale
- einheitliche Schraubenköpfe
- leicht lösbare Schnappverbindungen
- einheitliche Kunststoffmaterialien
- Verzicht auf farbliche Anstriche, die Recycling behindern
- Vermeidung von Aufklebern wie 'GS', 'TCO', 'Blauer Engel', wegen des Klebstoffes, der das Recycling behindert
- Kennzeichnung der Kunststoffmaterialien nach internationalem Standard, zur Erleichterung des späteren Recycling
- Verwendung von Materialien die sich gut wiederverwenden lassen
- Vermeidung von potentiellen Schadstoffen
- Eindeutige Kennzeichnung von Batterien
- Verwendung von Recyclingmaterial
Die IBM hat als erster Computerhersteller weltweit einen PC auf den Markt gebracht, dessen Kunststoffgehäuse aus 100% Recyclingkunststoff besteht. Das Material ist ein PC/ABS Kunststoff, der unter anderem aus alten Computergehäusen gewonnen wird. Es wird in den IBM Entwicklungslabors daran gearbeitet, für weitere Produkte diesen Recyclingkunststoff zu verwenden.
Umweltfreundliche Herstellprozesse
Als Ergebnis der weltweiten Diskussion zum Schutz von Klima und Resourcen, hat die IBM weltweit Massnahmen insbesondere bei den Herstellprozessen ergriffen, um den Schutz unserer Umwelt zu unterstützen.
Umweltmassnahmen in der Produktion
- Verzicht auf CKW und FCKW in Produktion und Produkt - Einführung von Programmen zur Einsparung von Energie - Wärmerückgewinnung - Aufbereitung und Rückführung von Prozesschemikalien und Wasser in den Produktionsprozess
